Lebensdaten
1720 bis 1796
Geburtsort
Chur
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Arzt
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 100041248 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bilguer, Johann Ulrich Rudolf von
  • Bilger, Johann Ulrich von
  • Bilequer, Johann Ulrich von
  • mehr

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Zitierweise

Bilguer, Johann Ulrich von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100041248.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Zunftmeister in Chur;
    Heslach bei Stuttgart 1742 Johanne Friederike, T des Regiments-Chirurgen Israel Mögling, S des Leibmediziners Dr. Ludwig Mögling in Bayreuth aus der bekannten Tübinger Professorenfamilie;
    Ur-E Paul Rudolf von Bilguer (1815–40), hervorragender Schachspieler, Verfasser des von Thassilo von|Heydebrand und der Lasa vollendeten „Handbuch des Schachspiels“ (81916, Neudruck 1922, Nachtrag 1930).

  • Leben

    Nach Studien in Basel, Straßburg und Paris trat B. als Militärarzt 1741 in württembergische, 1742 in preußische Dienste und wurde 1758 2. Generalchirurg der preußischen Armee, 1762 Leibarzt der Königin. B.s Leistungen für die Chirurgie und Kriegsmedizin waren bedeutend. Durch seine Dissertation erlangte er europäischen Ruf. Er lieferte den Nachweis, daß sehr viele Gliederverletzungen, die bis dahin dem Amputationsmesser verfielen, ohne Amputation zur Heilung zu bringen sind, und wurde damit der Vorläufer der konservativen Chirurgie.

  • Werke

    u. a. Diss. de membrorum amputatione rarissime administranda…, Halle u. Leipzig 1761;
    Chirurg. Wahrnehmungen, Berlin 1763;
    Prakt. Anweisung f. d. Wundärzte…, ebenda 1783.

  • Literatur

    ADB II (W, auch f. Paul Rud.);
    K. Vogeler, J. v. B. u. d. Streit um d. Amputation im 18. Jh., 1929;
    H. Frölich, in: BLÄ I, 1929 (W, L), Erg.-Bd., 1935 (L).

  • Autor/in

    Maximilian Watzka
  • Empfohlene Zitierweise

    Watzka, Maximilian, "Bilguer, Johann Ulrich von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 236 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100041248.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Bilguer: Joh. Ulrich v. B., Arzt, den 1. Mai 1720 in Chur geb., in Basel, Straßburg und Paris medicinisch gebildet, trat 1741 als Militärarzt in würtembergische, ein Jahr darauf in preußische Dienste, machte die Feldzüge 1744 und 45 in Böhmen mit, wurde 1757 General-Chirurg der preußischen Armee, erlangte 1761 den medicinischen Doctorgrad in Halle, bei welcher Gelegenheit er seine Epoche machende Schrift „De membrorum amputatione rarissime administranda etc.“ veröffentlichte, wurde 1762 zum Leibarzt der Königin ernant, 1794 in den Adelstand erhoben und starb in Berlin den 6. (oder 9.) April 1796. — B. hat sich durch seine praktischen Leistungen und durch seine litterarischen Arbeiten (vgl. das Verzeichniß derselben in Biogr. med. II. 257) hervorragende Verdienste um die Chirurgie und um die Kriegs-Arzneikunde erworben: nächst der oben genannten Schrift, welche ihm einen europäischen Ruf verschafft hat, sind von seinen Werken namentlich: „Anweisung zur ausübenden Wundarzneikunst in Feldlazarethen“, Glog. 1763. 8., „Prakt. Anweisung für die Wundärzte etc.“ Thl. I. Berl. 1783. 8., „Chirurgische Wahrnehmungen etc." Berl. 1763. 8., „Med.-chir. Fragen, welche die Verletzung der Hirnschale betreffen etc.“ Berl. 1771. 8. und „Versuche und Erfahrungen über die Faulfieber und Ruhren etc.“ Berl. 1782. 8. zu nennen.

  • Autor/in

    Aug. Hirsch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hirsch, August, "Bilguer, Johann Ulrich von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 635 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100041248.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA