Dates of Life
1887 bis 1940
Place of birth
Isny (Allgäu)
Place of death
Isny (Allgäu)
Occupation
Politiker
Religious Denomination
katholisch
Authority Data
GND: 129845620 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Quadt zu Wykradt und Isny, Eugen Graf von
  • Isny, Eugen Quadt zu Wykradt und
  • Quadt zu Wykradt und Isny, Eugen von
  • more

Relations

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Quadt zu Wykradt und Isny, Eugen Graf von, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129845620.html [18.10.2019].

CC0

  • Genealogy

    Aus rhein. Adel, d. 1498 von d. Fam. Hompesch d. reichsständ. Herrschaft Wykradt (heute: Wickrath b. Grevenbroich) erbte, 1620 in d. Reichsfreiherren- u. 1752 in d. Reichsgrafenstand gelangte u. 1803 f. d. verlorenen linkschein. Besitzungen durch d. neugebildete Gfsch. Isny (Gebiet d. ehem. Abtei u. Reichsstadt) entschädigt u. 1901 in d. bayer. Fürstenstand erhoben wurde. – V Bertram (1849–1927), 1. Fürst d. Hauses, Oberst, Mitgl. d. Württ. Kammer d. Standesherren, S d. Otto (1817–99), 1851 erbl. Mitgl. d. Kammer d. Reichsräte in Bayern, u. d. Maria Gfn. v. Schönberg-Vorderglauchau (1825–69);
    M Ludovika (1856–1932), T d. Fürsten Alexander v. Schönburg-Hartenstein (1826–96) u. d. Karoline Prn. v. u. zu Liechtenstein 1836–85);
    B Otto (1880–1933), Bankdir., Alexander (1885–1936), 2. Fürst d. Hauses;
    München 1909 Pauline (1885–1961), T d. Franz Xaver Gf. zu Königsegg-Aulendorf (1858–1927) u. d. Hedwig Gfn. v. Neipperg (1859–1916);
    1 S Karl (1916–75), Kaufm., 1 T Ludovika (1910–86, Josias v. Rantzau, 1903–50, Dipl.), N Peter (1923–79), Dr. med., Kinderarzt, Paul (* 1930, Charlotte, * 1931, T d. Albrecht Hzg. v. Bayern), 4. Fürst d. Hauses;
    E Karl-Franz (* 1946), Verleger, Peter (* 1954), Betriebswirt.

  • Life

    Q. war nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums bis 1918 Berufssoldat: seit 1908 als aktiver Offizier und Regimentsadjutant im Kgl. Bayer. 1. Schwere Reiter-Rgt., 1913/14 kurzfristig zur Gesandtschaft Bayerns in Berlin abgeordnet, während des Weltkriegs in der höheren Adjutantur des Oberkommandos der 6. Armee, der Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht und der Heeresgruppe Makkensen. Nach dem Krieg gehörte er bis 1924 dem Vorstand eines Münchener Industrieunternehmens an. Politisch engagierte sich Q. in der BVP, auf deren Liste er im Sept. 1930 in den Reichstag gewählt wurde. Als reaktionärer ehem. Offizier stand er frühzeitig in Kontakt mit der bayer. NSDAP-Leitung und begeisterte sich für die politischen Ziele Hitlers. So stimmte er mit dem in Stadelheim inhaftierten Parteivorsitzenden Fritz Schäffer die Erklärung zur Auflösung der BVP (4.7.1933) ab und schloß sich im Reichstag als Hospitant der NSDAP an, deren Mitglied er noch im Juli wurde. Seine ehem. Parteifreunde forderte er – wenig erfolgreich – auf, seinem Beispiel zu folgen. Schon zuvor, am 25.4.1933, war der als „graue Eminenz“ im bayer. Wirtschaftsleben angesehene Q. als Staatsminister für Wirtschaft in das Kabinett des neuen bayer. Ministerpräsidenten Ludwig Siebert (NSDAP) eingetreten, aber bereits Ende Juni durch Hans Dauser (* 1877) ersetzt worden. Q., der bis zu seinem Tod Mitglied des Reichstags blieb, schloß sich 1934 der SA (Rottenführer), 1935 der SS Sturmbannführer an. Er zählte zu den willigen Wegbereitern des Nationalsozialismus in Bayern.|

  • Awards

    Ehrenritter d. souveränen Malteser-Ritterordens; Kapitularkomtur d. bayer. St-Georgordens.

  • Literature

    K. Niederau, Quadtische Ahnentafel, in: Mitt. d. Westdt. Ges. f. Fam.kde. 46, 1958, Sp. 319-52;
    K. Schwend, Die Bayer. Volkspartei, in E. Matthias u. R. Morsey, Das Ende d. Parteien 1933, 1960, S. 457-519;
    Bayern in d. NS-Zeit, Bd. 5, hg. v. M. Broszat, 1983;
    RT-Hdb., V. Wahlperiode, 1930, S. 441 (P);
    Kosch, Biogr. Staatshdb.;
    GHdA Fürsten 13, 1987;
    Schumacher, M.d.R.;
    Mitt. d. Zentralarchivs f. Empir. Soz.forsch. d. Univ. Köln (Dr. W. Weege).

  • Author

    Frank Raberg
  • Citation

    Raberg, Frank, "Quadt zu Wykradt und Isny, Eugen Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 29-30 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129845620.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA