Lebensdaten
1865 bis 1934
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Chemiker
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 116318392 | OGND | VIAF

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Zitierweise

Quincke, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd116318392.html [18.11.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Georg (s. 1);
    M Rebecca Rieß;
    Ov Heinrich (s. 2);
    1894 Emilie Lautenbach;
    3 S (1 ⚔), u. a. Hermann (1901–82), Dr. med., Prof., seit 1934 Chefarzt am Dt. Krankenhaus in Istanbul (s. Kürschner, Gel.-Kal. 1954–83), 1 T.

  • Leben

    Nach der Reifeprüfung in Heidelberg (1883) studierte Q. Chemie und Physik in Heidelberg, Bonn und Berlin, wo er 1888 bei August Wilhelm v. Hofmann (1818–92) promoviert wurde. Nach kurzer Assistentenzeit in Göttingen ging er zunächst nach London zu dem Industriellen Ludwig Mond (1839–1909), an dessen Arbeiten über Metallcarbonyle, insbesondere Nickeltetracarbonyl, er wesentlichen Anteil hatte. 1891-96 war er Betriebsleiter bei der chemischen Fabrik Rhenania in Stolberg bei Aachen und kurzzeitig bei einer chemischen Fabrik in Sachsen. 1898 trat Q. bei den „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.“ in Elberfeld ein. Zunächst als Chemiker und Betriebsleiter maßgeblich in der im Aufbau befindlichen anorganischen Abteilung des neuen Werkes Leverkusen beteiligt, baute er eine der weltweit größten Schwefelsäureanlagen auf (1905 Prokurist, 1912 stellv. Vorstandsmitglied). Während des Krieges war er u. a. für die Errichtung von Großanlagen zur Chlor-Elektrolyse und zur Herstellung von Salpetersäure aus Ammoniak zuständig. Zu den kriegsbedingten Anforderungen gehörte auch die Herstellung von Schwefelsäure und Zement aus Gips, welche angesichts der Schwefelknappheit in Deutschland eine große Rolle spielte. 1920 übernahm Q. die Leitung der Rhenania, akzeptierte aber bereits im folgenden Jahr die Berufung auf den Lehrstuhl für Chemische Technologie an der TH Hannover (1927–29 Rektor, 1933 emeritiert). Hier untersuchte er vor allem Probleme der technischen Katalyse (z. B. Vulkanisation d. Kautschuks).|

  • Auszeichnungen

    Vors. (1920–25), dann Ehrenmitgl. d. Ver. dt. Chemiker; Dr. med. vet. h. c. (Tierärztl. Hochschule Hannover 1928); Dr.-Ing. E. h. (TH Aachen 1929); Ehrenbürger d. TH Hannover (1933).

  • Werke

    u. a. Über d. Reactionsprodukte d. Acenaphtens mit d. Salpetersäure u. einige Derivate ders., in: Berr. d. dt. chem. Ges. 21, 1888, S. 1454-63;
    Über e. flüchtige Verbindung d. Eisens mit Kohlenoxyd, ebd. 24, 1891, S. 2248-50 (mit L. Mond);
    Electrolyse d. Kupferchlorürs. in: Ann. d. Physik u. Chemie, NF 36, 1889, S. 270-72;
    Über d. Aluminiummelhyl, in: Zs. f. physikal. Chemie 3, 1889, S. 164- 69;
    Über d. Mond'schen Chlorproceß, in: Chem. Ind. 16, 1893, S. 10-12;
    Die Elektrochemie auf d. IV. internat. Congreß f. angew. Chemie zu Paris, in: Zs. f. angew. Chem. 13, 1900, S. 980-84.

  • Literatur

    C. Duisberg, in: Zs. f. angew. Chem. 38, 1925, S. 653 f.;
    A. Schröter, in: Berr. d. dt. chem. Ges. 67, 1934, S. 69 f.;
    Pogg. V-VII a;
    Rhdb. (P);
    Cat. Professorum 1831-1981, FS z. 150j. Bestehen d. Univ. Hannover, II, 1981 (P).

  • Autor

    Hans-Wilhelm Marquart
  • Empfohlene Zitierweise

    Marquart, Hans-Wilhelm, "Quincke, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 49 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116318392.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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