Buhl, Armand

Dates of Life
1837 – 1896
Place of birth
Ettlingen
Place of death
Deidesheim
Occupation
pfälzischer Politiker ; Politiker ; Abgeordneter ; Gutsherr
Religious Denomination
evangelisch
Authority Data
GND: 117639613 | GND-Explorer | OGND | VIAF
Alternate Names

  • Buhl, Franz Armand
  • Buhl, Armand
  • Buhl, Franz Armand

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Citation

Buhl, Armand, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd117639613.html#indexcontent [21.07.2026].

CC0

  • Buhl, Franz Armand

    pfälzischer Politiker, * 2.8.1837 Ettlingen, 5.3.1896 Deidesheim. (evangelisch)

  • Genealogy

    V Franz s. (2);
    B Eugen Ritter v. (1841–1910), B.s Nachf. als Leiter der Fa., Reichsrat der Krone Bayern, Heinr. (1848–1907), Teilh. der B.sehen Weingüter, o. Prof. der Rechte in Heidelberg, vermachte sein Heidelberger Anwesen der Univ., die darauf mehrere Institute errichtete;
    Forst (Pfalz) 1865 Julie, Schw des Wilh. Schellhorn-Wallbillich (1848–1909), Weingutsbesitzer, seit 1903 nat.-liberaler Reichstagsabgeordneter;
    S Franz (1867–1921), als einer der größten Weingutsbesitzer Deutschalnds Hauptbegründer u. langjähriger Präs. des Deutschen Weinbauverbands, 1910 Reichsrat der Krone Bayern; dessen Adoptiv-S Enoch Frhr. v. Guttenberg (1893-1940), Erbe der B.sehen Weingüter, 1928-34 Vorsitzender des Bayerischen Heimat- u. Königsbundes.

  • Biography

    B. setzte die politische Laufbahn seines Vaters unmittelbar fort. Er trat 1866, getragen von der patriotischen Bewegung in der Pfalz gegen die befürchteten Kompensationsansprüche Napoleons III., ins politische Leben. In den ersten Reichstag von 1871 gewählt, blieb er Mitglied des Reichsparlaments bis 1893. B. schloß sich von Anfang an der Nationalliberalen Partei an, auf deren rechtem Flügel er stand. In der Krise der Partei seit dem ende der 70er Jabre nahm er zwischen Schutzzöllnern und Freihändlern eine vermittelnde Stellung ein. 1884 wurde er die treibende Kraft der Erneuerung der Nationalliberalen Partei, die in der Heidelberger Erklärung ihren Ausdruck fand. In den Auseinandersetzungen der 80er Jahre um die Bismarckschen Sozialversicherungsgesetze erscheint B. als der hervorragendste sozialpolitische Fachmann der Partei, in dessen Denken immer noch gewisse patriarchalische Züge hervortreten. - B., der Begründer und Teilhaber größerer wirtschaftlicher Unternehmungen, repräsentiert bereits das großbürgerliche Element im Liberalismus. Der deutsche Weinbau, für den er als Präsident des Deutschen Weinbauvereines die erste wirtschaftspolitische Vertretung schaffen half, verdankt seiner Initiative und Mitwirkung vor allem das 1893 im Reichstag beschlossene Weingesetz. Hier wie in seiner Tätigkeit für den Pfälzischen Landrat gab B. nie das landschaftliche Fundament seiner Politik preis.

  • Literature

    H. Marquardsen, in BJ I, S. 49* -53* s. a. S. 220 (u. B) III, Tl. 1896, L). Zu B Eugen:
    BJ XV (Tl. 1910, L); zu B Eugen u. Heinr. u. S Franz:
    Unterlagen v. Frdr. v. Bassermann-Jordan, Deidesheim; zu Wilh. Schellhorn-Wallbillich:
    BJ XIV (Tl. 1909, L).

  • Portraits

    Hschn. in: LIZ 106, 1896, S. 665.

  • Author

    Theodor Schieder
  • Citation

    Schieder, Theodor, "Buhl, Franz Armand" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 10 f. [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd117639613.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA