<< Alvensleben, Ludwig Karl Friedrich Wilhelm Gustav
Alxinger, Johann Baptist Edler von >>
Alvensleben, Philipp Karl Graf von Alvensleben-Hundisburg (seit 1801)
preußischer Diplomat und Minister,
* 16.12.1745 Hannover,
† 21.10.1802 Berlin. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Gebhard August von Alvensleben;
M Dorothea Friederike Agnes,
T des Philipp Adam von Hardenberg und der Dorothea Luise von Steinberg;
UrGvv Johann Friedrich von Alvensleben (s. 7); unverheiratet
Leben ↑
Alvensleben wurde 1770-74 im preußischen Justizdienst verwendet. 1774/75 bekleidete er die Stelle eines Hofkavaliers bei der Prinzessin Ferdinand von Preußen und eines Deputierten der altmärkischen Stände zur Überprüfung und Ordnung des ritterschaftlichen Kreditwesens. 1775-87 vertrat er den preußischen Hof als Gesandter in Dresden und schloß 1787 mit dem kursächsischen Minister von Stutterheim eine Geheimkonvention in der bayerischen Erbfolgeangelegenheit. 1788 zum außerordentlichen Gesandten bei der Republik der Vereinigten Niederlande ernannt, unterzeichnete er am 13.6.1788 mit
|dem englischen Botschafter im Haag, James Harris (Lord Malmesbury), zu Loo die Präliminarien, die später zu einem Dreibund Preußens mit den Seemächten führten. 1789 ging er als Gesandter Preußens nach London. 1791 wurde er zum wirklichen Geheimen Staats-, Kriegs- und Kabinettsminister ernannt und 1801 in den Grafenstand erhoben. Seit 1787 war er Ehren-Mitglied der Berliner Akademie der Künste und Wissenschaften. Alvensleben veröffentlichte 1789 im Haag einen geschichtlichen Überblick der Epoche vom Münsterschen zum Hubertusburger Frieden und hinterließ in französischer Sprache vielbändige Aufzeichnungen zur europäischen Kulturgeschichte seiner Zeit.
Literatur ↑
ADB I;
Klaproth-Cosmar, 1805, S. 506 ff.;
K. Th.
v. Heigel,
Dt. Gesch. I, 1899;
H.
v. Treitschke,
Dt. Gesch. im 19.
Jh., 5
Bde.,
Neudr. 1927;
O. Tschirch,
Gesch. d. öffentl. Meinung in Preußen, 1933.
Portraits ↑
Kupf. v. H. Sintzenich, 1795, nach
A. Graff, 1791 (Veste Koburg).
Autor ↑
Udo von AlvenslebenEmpfohlene Zitierweise ↑
Alvensleben, Udo von, „Alvensleben, Philipp Karl Graf von Alvensleben-Hundisburg“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
234 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11629633X.html
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Alvinczy, Joseph >>
Alvensleben, Philipp Karl Graf von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Alvensleben: Graf
Philipp Karl v.
A.
, königl. preußischer Staatsminister, wurde 16.
Dec. 1745 zu Hannover geboren. 1770
Referendarius beim Kammergericht in Berlin, wurde er in den
folgenden Jahren mehrfach bei Justizvisitationen verwandt 1774
Hofcavalier bei der Prinzessin Ferdinand von Preußen und
Deputirter der altmärkischen Stände zur Revision und Regulirung
des ritterschaftlichen Creditwesens, legt er beide Stellen im
September 1775 nieder, um mit dem Charakter eines königlichen
Kammerherren den Posten eines außerordentlichen Gesandten am
kursächsischen Hofe anzutreten. In dieser Eigenschaft schloß er am
18. März 1778 mit dem kursächsischen Minister von Stutterheim eine
geheime Convention in der bairischen Erbfolge-Angelegenheit und
blieb Gesandter in Dresden bis zum Jahre 1787. Anfang 1788 zum
außerordentlichen Gesandten bei der Republik der Vereinigten
Niederlande ernannt, schloß er in demselben Jahre, 13. Juli, zu
Loo eine Convention mit Lord Malmsbury zwischen den Kronen Preußen
und Großbrittanien. Darauf in mehreren Missionen in deutschen
Angelegenheiten thätig, legte er schon im November 1788 seinen
Gesandtschaftsposten im Haag nieder und begab sich als Gesandter
Preußens nach London, von wo er 1790 auf eignes Verlangen
abgerufen wurde. Im Mai 1791 zum wirklichen geheimen Staats-,
Kriegs- und Kabinets-Minister ernannt, erhielt er 1798 den
schwarzen Adler-Orden und wurde im Januar 1800 in den Grafenstand
erhoben. Er starb unvermählt zu Berlin am 21. Oct. 1802.
Als Mann von feiner Bildung war er auch litterarisch thätig;
jedoch
publicirte er nur und zwar anonym: "Versuch eines tabellarischen
Verzeichnisses der Krieges-Begebenheiten vom Münster'schen bis zum
Hubertsburger Frieden." Im Haag 1789.
Literatur ↑
Wohlbrück l. c. III. 403.
Autor ↑
Großmann.
Empfohlene Zitierweise ↑
Großmann, „Alvensleben, Philipp Karl Graf von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
378-379
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11629633X.html?anchor=adb
Alvensleben-Hundisburg, Philipp Karl Graf von
Name: Alvensleben-Hundisburg, Philipp Karl Graf von
Namensvariante: Alvensleben, Philipp Karl Graf von
Lebensdaten: 1745 bis 1802
Geburtsort: Hannover
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: preußischer Minister; Diplomat
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Alvensleben, Udo vonAutor ADB:
GroßmannPND: 11629633X