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NDB-Artikel

<< Alvensleben, Philipp Karl Graf von Alvensleben-Hundisburg     Aly, Gottfried Friedrich >>

Alxinger (Xilanger), Johann Baptist Edler von

Dichter, * 24.1.1755 Wien, 1.5.1797 Wien. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Josef Franz Alxinger ( 1759), fürstlicher Passauer Konsistorialrat; M Elisabeth Hueber ( 1768), später verehelichte von Stegner; 17.7.1780 Maria Anna Barbara Freiin Wetzlar von Plankenstein.

Leben  
Alxinger, aus wohlhabendem Haus stammend, früh verwaist, wählte nach Besuch der Jesuitenschule das Studium der Philosophie und der Rechte an der, Universität Wien. Er erwarb 1780 den Doktorgrad, ging aber unabhängig seiner Neigung zu den schönen Wissenschaften nach. Den Sinn für Poesie hatte die Jesuitenschule geweckt; er fand Niederschlag in Übersetzungen von antiken und neulateinischen Originalen, wovon die beste die der „Basia" des J. Secundus ist. In die Kreise der Aufklärung gelangt, seit 1779 Freimaurer und durch seinen Freund L. L. Haschka vertiefter zur Dichtkunst angeregt, schloß sich Alxinger den Ideen der Aufklärung an, die nun den Tenor seiner Werke bildet. Seine Verse sind formalistisch gepflegt, aber wenig persönlich. Besonders von Wieland angeregt und als bedeutendster Vertreter seiner Richtung in Österreich erachtet, brachte er dies nachhaltend in seinen Ritter-Epen „Doolin von Maynz" (Wien-Leipzig 1787) und „Bliomberis" (Leipzig 1791) zum Ausdruck, ohne aber das Vorbild „Oberon“ mit seinen Helden in romantischer Ironie und packender Charakteristik zu erreichen. Alxinger nimmt seine Helden zu ernst und zu ethisch und beschwert sie mit der Tendenz gegen „Fürstenwillkür und Mönchsgeist“. Die kritische Ablehnung dieser Epen verbitterte ihn und ließ ihn dichterisch verstummen. Er betätigte sich, wenn auch fruchtlos, nur noch am Kampf gegen den neu einsetzenden Obskurantismus, besonders in der Herausgabe der „Österreichischen Monatsschrift“ (1793/94). Von seinen Freunden (Haschka), die ihn verrieten, und seinen zertrümmerten Idealen enttäuscht, sich in seinen Werken verkannt fühlend, von seiner Frau betrogen, beschloß er früh sein unfrohes Leben. Sein Grab ist verschollen, sein Schädel in der Gallschen Sammlung in Paris.

Werke  
Weitere W Gedichte, hrsg. v. F. J. Riedl, Halle 1780; Sämtl. Poet. Schrr., Leipzig 1784; Sämtl. Gedichte, 2 T., Klagenfurt u. Laibach 1788; Neueste Gedichte, Wien 1794; Sämtl. Werke, 10 Bde., ebenda 1812; vollst. Verz. im Zettelkat. Portheim in d. Wiener Stadtbibl.

Literatur  
ADB I; E. Propst, J. B. v. A„ in: Jb. d. Grillparzerges. 7, 1897, S. 171-202; K. Bulling, J. B. v. A., Diss. Leipzig 1914 (W); G. Gugitz, Pamphlete v. J. B. v. A„ in: E. K. Blümml u. G. Gugitz, Altwienerisches, 1920 (P); Goedeke IV, 1, 1916, S. 206, 629-31.

Portraits  
Slg. Portheim im hist. Mus. d. Stadt Wien.

Autor  
Gustav Gugitz
Empfohlene Zitierweise  

Gugitz, Gustav, „Alxinger, Johann Baptist Edler von“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 235 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118648594.html

ADB-Artikel

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Alxinger, Johann Baptist von

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Alxinger: Joh. Baptist v. A. , Dichter, geb. 24. Jan. 1755 zu Wien, studirte das. die Rechte, 1794 Secretär des k. k. Hoftheaters in Wien, wo er 1. Mai 1797 starb. Durch den Numismatiker Eckhel frühe mit der classischen Litteratur bekannt gemacht und bald in den griechischen und römischen Dichtern heimisch, wandte er sich nach Wielands Muster der romantischen Dichtung zu,|ernster und reiner als sein Vorbild, aber auch trockner; doch wurden seine Rittergedichte: "Doolin von Mainz", in zehn Gesängen und freien Stanzen (Leipzig 1787; 2. Aufl. 1797) und: "Bliomberis", in zwölf Ges. und freien Stanzen (Leipzig 1791, neue Aufl. 1802) ihrer Zeit sehr gepriesen und viel gelesen Außerdem gibt es zwei Sammlungen seiner Gedichte (Klagenfurt 1788. 2 Bde) und "Neueste Gedichte" (Wien 1794), von denen die letzteren viele Gelegenheitsgedichte enthalten, während die ersteren aus Oden, Liedern und Sinngedichten so wie aus Briefen, Straf- und Lehrgedichten bestehen, auch viele Ubersetzungen aus classischen Dichtern darbieten. Seine sämmtlichen Schriften erschienen in 10 Bänden Wien 1810. — Jördens, Lex. I. 36 f. Wurzbach, Biogr. Lex. 1, 23.

Autor  
K. Goedeke.
Empfohlene Zitierweise  

Goedeke, Karl, „Alxinger, Johann Baptist von“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 379-380 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118648594.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 235
ADB 1 (1875), S. 379-380
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S. 105*
NDB 21 (2003), S. 184 in Artikel Ratschky, Joseph Franz

PND: 118648594
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Index

Alxinger, Johann Baptist Edler von

Name: Alxinger, Johann Baptist Edler von
Namensvariante: Xilanger, Johann Baptist Edler von
Lebensdaten: 1755 bis 1797
Geburtsort: Wien
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Dichter
Konfession: katholisch
Autor NDB: Gugitz, Gustav
Autor ADB: Goedeke, Karl
PND: 118648594

Weitere Informationen

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Alxinger, Johann Baptist Edler von

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118648594

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