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NDB-Artikel

<< Bares, Nikolaus     Barfus, Johann Albrecht Graf von >>

Barfurth, Dietrich

Anatom, * 25.1.1849 Dinslaken/Niederrhein, 23.3.1927 Rostock. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Diedrich Barfurth (ca. 1815–74), Kaufmann; M Henriette (1820–92), T des Bauern Dietrich Nünninghoff (1777–1864) in Dinslaken und der Katharina geborene Maaß (vormals Berends, ca. 1777–1851); Gvv Gerhard Barfurth (1773–1826), Weber in Dinslaken; Gmv Margarethe Schnier (1775–1833); Godesberg 1879 (?) Helene Lohmann; 4 S.

Leben  
Barfurth lehrte nach dem Studium der Naturwissenschaften und Mathematik in Göttingen seit 1875 vier Jahre diese Fächer an Kölner Gymnasien. Einer alten Neigung folgend, nahm er dann seine Entlassung aus dem Staatsdienst und studierte Medizin in Bonn, wo er 1882 promovierte und die ärztliche Prüfung ablegte. Er habilitierte sich dort 1883 für Anatomie; als Prosektor am anatomischen Institut in Göttingen (1888) bildete er sich in der Schule von F. G. J. Henle und F. Merkel aus, wurde 1889 ordentlicher Professor der vergleichenden Anatomie, Histologie und Embryologie in Dorpat, 1896 Direktor des anatomischen Instituts in Rostock und ging 1921 in Ruhestand. - Barfurth hat durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Entwicklungsmechanik nach der von W. Roux gegründeten Methodik kausaler Forschung gewirkt. Mit seinen Versuchen über die Regeneration der Gewebsarten am Schwänze der Amphibien beteiligte er sich an Forschungen, die für die praktische Medizin Bedeutung gewannen, da die Diskussion über diese Probleme den Chirurgen A. Bier zu seinen Experimenten über die Regeneration menschlicher Knochen, Muskeln und Faszien angeregt hat. Wie H. Driesch, H. Spemann, E. Schultz u. a. unternahm Barfurth Versuche an Embryonalstadien. Andere Bemühungen Barfurths galten Fragen der Parthenogenesis bei Wirbeltieren und der Vererbung.

Werke  
u. a. Regeneration u. Transplantation, Rückblick üb. d. Ergebnisse 25jähr. F, 1917; Methoden z. Erforschung d. Regeneration b. Tieren. E. Abderhaldens Hdb. d. biol. Arbeitsmethoden. Abt. V, Teil 3, 1920.

Literatur  
Autobiogr. in: Die Medizin d. Gegenwart in Selbstdarst., Bd. 2, 1923 (W, P); Hdwb. d. Naturwiss. I, 1931, S. 724 f.; Fischer I, 1932 (W, L. P).

Autor  
Magnus Schmid
Empfohlene Zitierweise  

Schmid, Magnus, „Barfurth, Dietrich“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 588 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116056592.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 588

PND: 116056592
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Index

Barfurth, Dietrich

Name: Barfurth, Dietrich
Lebensdaten: 1849 bis 1927
Geburtsort: Dinslaken/Niederrhein
Sterbeort: Rostock
Beruf/Lebensstellung: Anatom
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Schmid, Magnus
PND: 116056592

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Barfurth, Dietrich

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116056592

Normdaten
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