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Dibelius, Martin Franz

evangelischer Theologe, * 19.9.1883 Dresden, 11.11.1947 Heidelberg.


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Franz s. (1); Vt Wilhelm s. (3), Otto u. Franz s. Genealogie (3); Dresden 1908 Dorothea (* 1883), T des Oberlandesgerichtsrats Kurt Wittich ( 1896) u. der Marg. Palitzsch ( 1945); 3 S, 1 T.

Leben  
Während des Studiums wurde Dibelius am stärksten durch den Alttestamentler H. Gunkel und den Historiker A. von Harnack (beide in Berlin) beeinflußt. Er habilitierte sich 1910 in Berlin und wurde 1915 als ordentlicher Professor nach Heidelberg berufen, wo er bis zu seinem Tode blieb. Er untersuchte die Vorgeschichte der literarischen Texte des Neuen Testaments besonders an den drei ersten Evangelien und der Apostelgeschichte. Seine „Formgeschichte des Evangeliums“ (1919, 21933) gab einer Forschungsrichtung den Namen, die neben ihm R. Bultmann und K. L. Schmidt, dann auch englische und skandinavische Forscher pflegten. Weitere Hauptinteressengebiete Dibelius' waren die Geschichte der urchristlichen Ethik, insbesondere das Problem des Verhältnisses der urchristlichen Naherwartung des Endes zur Weltgestaltung (Geschichtliche und übergeschichtliche Religion im Christentum, 1925) und die Frage der Gegenwartsbedeutung der zentralen Formen der urchristlichen Verkündigung (Jesus, 1939; Paulus, zu Ende geführt von W. G. Kümmel, 1951). Starke Wirkungen übte Dibelius auf die praktische Verkündung aus durch seine Kommentare zu den kleinen Paulusbriefen und dem Jakobusbrief und durch seine Mitarbeit in der oekumenischen Bewegung. - Doctor of Divinity (Saint Andrews).

Werke  
Weitere W An d. Thessalonicher I., II., an d. Philipper, 1911, 31937; An d. Kolosser, Epheser, an Philemon, 1912, 31953 (bearb. v. H. Greeven); An Timotheus I., II., an Titus, 1913, 21931; Der Brief d. Jakobus, 1921; Der Hirte d. Hermas. 1923; Gesch. d. urchristl. Lit., 1926; Urchristentum u. Kultur, Rektoratsrede, 1928; Aufsätze z. Apostelgesch., 1951; Botschaft u. Gesch., Ges. Aufsätze I, 1953, II, 1956. - Autobiogr.: Die Religionswiss. d. Gegenwart in Selbstdarst. 5, 1929, S. 1-35 (W, P). - Fast vollst. W-Verz., in: Bibliogr. Dibeliana atque Bultmanniana, = Conjectanea Neotestamentica 8, Uppsala 1944, S. 1-22; Nachtrag: Theol. Lit.Ztg. 74, 1949, S. 131, Anm. 1.

Literatur  
H. Greeven, Für Arb. u. Besinnung II, 1948, S. 26-31; H. Preisker, M. D. z. Gedächtnis, in: FF 24, 1948, S. 15 f.; W. G. Kümmel, M. D. als Theol., in: Theol. Lit.Ztg. 74, 1949, S. 129-40.

Portraits  
Phot. in: Mitt.bl. d. Vereinigung d. Freunde d. Studentenschaft d. Univ. Heidelberg 4, 1951, S. 17.

Autor  
Werner Georg Kümmel
Empfohlene Zitierweise  

Kümmel, Werner Georg, „Dibelius, Martin Franz“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 632 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118671820.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 632

PND: 118671820
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Index

Dibelius, Martin

Name: Dibelius, Martin
Namensvariante: Dibelius, Martin Franz
Lebensdaten: 1883 bis 1947
Geburtsort: Dresden
Sterbeort: Heidelberg
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe
Konfession: lutherisch
Autor NDB: Kümmel, Werner Georg
PND: 118671820

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Dibelius, Martin

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118671820

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