<< Abt, Roman
Ach, Narziß Kasper >>
Accum, Friedrich Christian
Chemiker,
* 29.3.1769 Bückeburg,
† 28.6.1838 Berlin. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Christian Accum, Kaufmann und Seifenfabrikant (bis zu seiner Taufe 1755 Markus Herz);
M Judith,
T des Hutfabrikanten Berth dit La Motte, aus der französischen Kolonie Berlins;
⚭ London 10.5.1798 Mary Ann Simpson; 8
K.
Leben ↑
Accum ging 1793 nach London, war seit 1803 als Professor der Chemie und Mineralogie am Surrey-Institut tätig und wurde 1822 Lehrer am Gewerbeinstitut und an der Bauakademie in Berlin. Auf Grund der Versuche von W. Murdock (1792), F. A. Winsor und S. Clegg stellte er im Auftrage der 1810 gegründeten Londoner „Chartered Gaslight and Coke Company“ zahlreiche Experimente über Leuchtgas an. 1815 fand er ein Verfahren zur Ammoniakgewinnung in Form von Salmiak bei der Leuchtgasfabrikation. Er verfaßte Lehrbücher der Chemie und Mineralogie und Arbeiten über technologische Fragen in englischer und deutscher Sprache. Accums Hauptverdienste sind die Popularisierung der Chemie auf Grundlage der Lavoisierschen Theorie, die Förderung der Leuchtgasfabrikation und sein Vorgehen gegen Lebensmittelverfälschungen.
Werke ↑
u. a. A practical treatise on gaslight. 1815,
41818 (
dt. v. Lampadius 1816); A treatise on adulterations of food, 1820,
41822 (
dt. 1822,
21841); Chem. u. physikal. Beobachtungen d. Baumaterialien. 2
Bde., 1826;
s. a. H. C. Bolton. Selected
Bibliogr. of chemistry 1492-1892, London 1893, S. 259 ff.; Bibliotheca chemico-mathematica: Catalogue of Works I, London 1921.
Suppl. I, 1932,
Suppl. II. T. 1, 1937.
Literatur ↑
ADB I;
C.
A. Browne. Recently acquired information concerning F.
A., in: Chymia I, 1948, S. 1-9
(P);
K. H. Cole, F.
A., in;
Ann. of Science. Vol. 7. London 1951, S. 128-43
(P);
Pogg I
(W);
DNB I, 1885;
BLÄ I, 1929,
Erg.-
Bd. 1935.
Portraits ↑
Kupf. v. J. Asperne, 1820.
Autor ↑
Friedrich KlemmEmpfohlene Zitierweise ↑
Klemm, Friedrich, „Accum, Friedrich Christian“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
27
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116004894.html
<< Acarius,
Achard, Franz Karl >>
Accum, Friedrich Christian
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Accum: Friedrich
Christian
A.
, Chemiker, bekannt durch seinen Antheil an der
Begründung der Leuchtgasindustrie, geb. 29.
März 1769 zu Bückeburg, † 28.
Juni 1838. Er ging 1793 nach London und wurde dort am Surry-institut als Professor der Chemie und
Mineralogie und an der Royal Institution
als Bibliothekar angestellt. Ein Proceß wegen Veruntreuung, den er
gewann, bewog ihn, England zu verlassen und nach einem Aufenthalt
bei Nathusius in Alt-Haldensleben in Berlin 1822 Lehrstellen an
dem Gewerbeinstitut und an der Bauakademie anzunehmen. Hier starb
er. — Im J. 1803 hatte er sich mit dem Kunsthändler Ackermann in
London verbunden, um die Stadt mit Kohlengas zu beleuchten,
nachdem 1792 Murdoch Watt und Clegg dies Gas vielen Versuchen zur
Beleuchtung von Gebäuden unterworfen hatten. Als im J. 1810 die
London Chartered Gaslight and Coke-Company
ins Leben trat, wurde neben Clegg auch
A.
einer ihrer Ingenieure. Außer verschiedenen
technischen Aufsätzen schrieb er eine Anzahl Lehrbücher der Chemie
und Mineralogie in englischer Sprache, ferner "A practical treatise on gaslight" 1815
(deutsch von Lampadius 1816), "On adulteration
of food" (deutsch von Cerutti 1822), und "Chemische und
physikalische Beobachtungen der Baumaterialien" (2 Bde., Berlin
1826). — Vgl. Meusel, G. T. N. Nekrolog. XVI. 628.
Autor ↑
Oppenheim.
Empfohlene Zitierweise ↑
Oppenheim, Alphons, „Accum, Friedrich Christian“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
27
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116004894.html?anchor=adb
Accum, Friedrich
Name: Accum, Friedrich
Namensvariante: Accum, Friedrich Christian
Lebensdaten: 1769 bis 1838
Geburtsort: Bückeburg
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Chemiker
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Klemm, FriedrichAutor ADB:
Oppenheim, AlphonsPND: 116004894