<< Abt, Gottlieb Christian
Accum, Friedrich Christian >>
Abt, Roman
Eisenbahningenieur,
* 16.7.1850 Bünzen (Kanton Aaargau),
† 1.5.1933 Luzern.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Roman Abt (1810–85), Strohindustrieller in Bünzen;
Gvv Georg Abt, Handelsmann;
M Marie,
T des Joachim Wey aus Villmergen (Kanton Aargau), aargauischer Regierungsrat;
B Heinrich Abt (1854–1937), Förderer des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, Nationalrat;
⚭ Nanette Felber aus Sursee (Kanton Luzern); kinderlos.
Leben ↑
Abt besuchte nach der Kantonsschule Frauenfeld das eidgenössische Polytechnikum Zürich (1869–72). 1872-75 war er Konstrukteur der Hauptwerkstatt der Schweizerischen Zentralbahn in Olten, 1875-79 Konstrukteur und Bürochef der Maschinenfabrik der internationalen Gesellschaft für Bergbahnen in Aarau, 1879-81 Kontrollingenieur im schweizerischen Eisenbahndepartement in Bern, 1881-85 Oberingenieur in der Unternehmung für Wasserbauten von C. Zschokke und Terrier in Paris. Von 1885 an leitete er ein eigenes Unternehmen für Gebirgsbahnen. 1882 war ihm ein Patent auf eine neuartige Verzahnung bei Zahnradbahnen erteilt worden, nach dem 1885 zuerst die Brockenbahn im Harz ausgeführt und mit einem in der Fachwelt Aufsehen erregenden Erfolg betrieben wurde. In den folgenden Jahren setzte sich das Abtsche Zahnradbahnsystem in der ganzen Welt durch, wobei Abt entweder die Lieferung von Teilen oder die ganze Ausführung übernahm. In europäischen und amerikanischen Ländern, in Indien und Australien wurde nach dem Abtschen System gebaut. Die Abtsche Lamellenzahnstange ist zwei- oder dreiteilig, wobei die Zähne der einzelnen Zahnreihen um die Hälfte
bzw. ein Drittel der Zahnteilung gegeneinander in der Längsrichtung verschoben sind. Abt spielte im Eisenbahnwesen eine maßgebende Rolle, außerdem als Jury-Mitglied bei den Weltausstellungen in Paris und Brüssel und als Mitglied und Vorsitzender von Eisenbahnverwaltungsräten (1903 Präsident der Gotthardbahngesellschaft). Er nahm auch sonst am technischen und kulturellen Leben der Schweiz, Deutschlands und Österreichs teil. Seit 1887 lebte Abt in Bern.
Werke ↑
u. a. Lokomotiv-Steilbahnen u. Seilbahnen. 1906 (mit Siegfried Abt), =
Bd. 8 d. 5. T. s d. „
Hdb. s f. Ingenieur-
Wiss.“.
Literatur ↑
Ztschr. d.
Ver. dt. Eisenbahnverwaltungen, 1911, S. 137;
Nekrolog, in: Schweizer
Bauztg.,
Bd. 102,
Nr. 1, 1933, S. 11
(P);
Nekrolog, in: Luzerner Tagebl. 1933,
Nr. 103;
HBLS I, 1921
(P);
Schweiz.
Lex. I, 1945.
Portraits ↑
Schweizer Porträt-
Gal. III,
Nr. 197;
Phot. in d.
Porträtslg. d.
Dt. Mus., München, u. in: Neue Schweizer
Biogr., 1938.
Autor ↑
Arnold KellerEmpfohlene Zitierweise ↑
Keller, Arnold, „Abt, Roman“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
26
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116004835.html
Abt, Roman
Name: Abt, Roman
Lebensdaten: 1850 bis 1933
Geburtsort: Bünzen (Kanton Aaargau)
Sterbeort: Luzern
Beruf/Lebensstellung: Ingenieur
Konfession: keine Angabe
Autor NDB:
Keller, ArnoldPND: 116004835