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<< Accum, Friedrich Christian     Achard, Franz Karl >>

Ach, Narziß Kasper

Psychologe, Philosoph und Mediziner, * 29.10.1871 Ermershausen (Unterfranken), 25.7.1946 München. (gottgläubig)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Michael Jos. Ach, praktischer Arzt, Dingolshausen (Unterfranken); M Margarete Burger, Dingolshausen (Unterfranken); 17.8.1911 Maria, T des Freiburger Universitätsprofessor Carl Mez; 4 S, 2 T.

Leben  
Nach Studium von Medizin und Psychologie promovierte Ach zum Dr. med. und Dr. phil. (1902), wurde Privatdozent in Göttingen, 1904 in Marburg, 1906 in Berlin (mit Professortitel), 1907 ordentlicher Professor in Königsberg und 1922 in Göttingen. Er verteidigte das Verfahren der Selbstbeobachtung und systematischen Befragung von Versuchspersonen, übertrug (im Sinne der so genannten Würzburger Schule O. Külpes) experimentelle Methoden der Psychologie auf die Untersuchung von Wille, Denken und Begriffsbildung, widerlegte die restlose Zurückführung des gesamten Bewußtseinsverlaufs auf Assoziationen und Reproduktionen, besonders die „Gefühlstheorie des Wollens", und zeigte dieses als selbständiges seelisches Erlebnis und seinen Einfluß auf das übrige seelische Leben durch „determinierende Tendenzen“ (daher Determinationspsychologie) auf. Nach Ach ist der Mensch „in jeder Beziehung der Täter seiner Taten und für sein Handeln verantwortlich“. Das so genannte Ach-Dükersche-Gesetz der speziellen Determination besagt, daß Gewolltes um so rascher und sicherer verwirklicht werde, je spezieller der Vorsatz ist. - Für seine Versuche konstruierte er den Zeitdrucker (Chronotyper), ein Instrument der experimentellen Psychologie zur fortlaufenden Messung der Reaktionsdauer bei äußeren Willenshandlungen, sowie den Azimutkompaß.

Werke  
u. a. Üb. d. Willenstätigkeit u. d. Denken, 1905; Üb. d. Willensakt u. d. Temperament. 1910; Üb. d. Begriffsbildung, 1921: Analyse d. Willens, 1935, in: Hdb. d. biolog. Arbeitsmethoden, hrsg. v. E. Abderhalden, Bd. 6; Hrsg. Lehrb. d. Psychol. (vorerst nur Bd. 3.1944, erschienen); Unterss. z. Psychol. u. Päd., 61 Hh. in 14 Bden., 1910-39 (mit Kontroversen); Ztschr. f. Psychol. 57 ff., 1911 ff. (Kontroversen).

Literatur  
Ziegenfuß I, 1949; Psychological Register. ed. C. Murchison, II, 1929, S. 407.

Portraits  
Phot. v. H Kunsch, Göttingen, in: Bildnisse Göttinger Professoren.

Autor  
Josef Dolch
Empfohlene Zitierweise  

Dolch, Josef, „Ach, Narziß Kasper“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 27 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116004924.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 27

PND: 116004924
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Index

Ach, Narziß Kasper

Name: Ach, Narziß Kasper
Lebensdaten: 1871 bis 1946
Geburtsort: Ermershausen (Unterfranken)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Psychologe; Philosoph; Mediziner
Konfession: gottgläubig
Autor NDB: Dolch, Josef
PND: 116004924

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Ach, Narziß Kasper

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116004924

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