<< Alvensleben, Albrecht Graf von
Alvensleben, Friedrich Johann Graf von >>
Alvensleben, Busso
Bischof von Havelberg, Diplomat,
* 1468,
† 4.5.1546.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Gebhard von Alvensleben, brandenburgischer Rat;
M Hippolyta von Bülow.
Leben ↑
Alvensleben studierte in Leipzig und in Italien. Er promovierte 1504 zum Dokor der Rechte. 1508 wurde er Domherr zu Magdeburg. Als solcher verhandelte er für den späteren Kardinal Albrecht von Brandenburg wegen Übernahme des Bistums Utrecht und bereitete 1513, diesmal mit Erfolg, die Wahl Albrechts zum Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt vor. 1514 erlangte Alvensleben an der Spitze einer zweiten Gesandtschaft die päpstliche Genehmigung für die Wahl Erzbischof Albrechts von Magdeburg zum Kurfürsten von Mainz und die Verbindung beider Erzbistümer in einer Hand. 1515 wurde er Dompropst von Brandenburg, Propst von Salzwedel und Stendal. Als Statthalter Kardinal Albrechts in Magdeburg vollendete er 1520 den dortigen Dombau. 1523 als Bischof von Havelberg bestätigt, verhinderte Alvensleben als letzter katholischer Kirchenfürst in Kurbrandenburg, ein
propugnator acerrimus Romanae ecclesiae, die Einführung der Reformation in seinem Bistum, obwohl der Landesherr Kurfürst Joachim II. 1539 übergetreten war. Erst nach Alvenslebens Tode konnte die brandenburgische Kirchenordnung von 1540 in vollem Umfang durchgeführt werden. Alvensleben legte als Bischof eine Sammlung von Reliquien und kostbaren Kirchengeräten an, nach dem Vorbilde der „Hallischen Heiltümer“ Kardinal Albrechts.
Literatur ↑
S. Lentz, Stifts-Historie
v. Havelberg, 1750;
F. Priebatsch, Werner
v. Schulenburg, Albrecht
v. Klitzing, B.
v. A., drei
brandenburg. Diplomaten d. 15.
Jh. s, in:
FBPG VII, 2, 1894, S. 218-23;
L.
v. Ranke,
Dt. Gesch. im Zeitalter d.
Ref.,
Hist. -krit.
Ausg.,
hrsg. v. P. Joachimsen, 5
Bde., 1925;
Germania Sacra, Bistum Brandenburg I, 1929, S. 119 f., u. Bistum Havelberg, 1933, S. 74 f.
Portraits ↑
Holzschnitt, in: P. Seidel, Mark. Bildnisse.
Autor ↑
Udo von Alvenslebenergänzt [d. Red.]Empfohlene Zitierweise ↑
Alvensleben, Udo von, „Alvensleben, Busso“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
232
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd120438852.html
Alvensleben, Busso von
Name: Alvensleben, Busso von
Lebensdaten: 1468 bis 1548
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Havelberg; Diplomat
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Alvensleben, Udo vonPND: 120438852