Logo der Deutschen Biographie
schwarzer Menuepunkt Schnellsuche
schwarzer Menuepunkt Erweiterte Suche
roter Menuepunkt Namen A-Z
schwarzer Menuepunkt Aktuelles
schwarzer Menuepunkt Hilfe
schwarzer Menuepunkt Über das Projekt
schwarzer Menuepunkt Impressum

NDB-Artikel

<< Alvensleben, Gustav     Alvensleben, Johann Friedrich >>

Alvensleben, Joachim

Staatsmann und Gelehrter, * 7.4.1514 Hundisburg (Provinz Sachsen), 12.2.1588 Alvensleben.


GenealogieLebenLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Gebhard von Alvensleben, magdeburgischer und brandenburgischer Rat, Hauptmann der Altmark; M Fredeke von Wenden; 1) 1549 Anna von Bartensleben, 2) 1556 Kunigunde von Münchhausen, 3) Margaretha von der Asseburg; 19 K.

Leben  
Alvensleben studierte in Leipzig, Wittenberg, Padua und an mehreren französischen Universitäten Philosophie und Rechtswissenschaft. Zum Nachfolger seines Vaterbruders, des Bischofs von Havelberg, Busso von Alvensleben bestimmt, trat er 1544 als erzbischöflich magdeburgischer Hofrat in den Dienst Kardinal Albrechts von Brandenburg. 1546 bekannte er sich zur Augsburger Konfession, legte das erzbischöfliche Hofamt nieder, blieb jedoch brandenburgischer Geheimer Rat. 1547, nach der Schlacht bei Mühlberg, verhandelte Alvensleben im Auftrage der magdeburgischen Landstände mit Karl V. und dem Herzog von Alba in Augsburg. Seine Güter verwaltend, lebte er im Briefwechsel mit führenden protestantischen Theologen und Rechtsgelehrten, pflegte humanistische Bildung, sammelte eine umfangreiche Bibliothek und schmückte seine Burg Erxleben mit Sinnsprüchen antiker Klassiker. Seine hohe Bildung trug ihm den Beinamen eines Miraculum Saxoniae ein. Alvensleben gab 1566 einen eigenen Katechismus heraus, „Joachim von Alvenslebens Glaubensbekenntnis“ (Neudruck 1854), und förderte die bildenden Künste. In seinem Auftrag verfaßte Cyriacus Edinus die „Historica descriptio familiae ab Alvensleben“, ein umfangreiches Geschichtswerk in lateinischen Hexametern, das 1581 in Magdeburg im Druck erschien.

Literatur  
F. Schwerin, Fünf Edelleute, 1859; P. J. Meier, Das Kunsthandwerk in Braunschweig, 1936.

Autor  
Udo von Alvenslebenergänzt [d. Red.]
Empfohlene Zitierweise  

Alvensleben, Udo von, „Alvensleben, Joachim“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 233 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd102430837.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 233

PND: 102430837
Artikel drucken

Index

Alvensleben, Joachim von

Name: Alvensleben, Joachim von
Lebensdaten: 1514 bis 1588
Geburtsort: Hundisburg (Provinz Sachsen)
Sterbeort: Alvensleben
Beruf/Lebensstellung: Staatsmann; Gelehrter
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Alvensleben, Udo von
PND: 102430837

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Alvensleben, Joachim von

PND
102430837

Normdaten
Personennamendatei (PND)
Virtual International Authority File (VIAF)

Lexika

Bibliothekskataloge und Bibliographien
Bibliotheksverbund Bayern (BVB)
Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA)

Nachlässe
Kalliope