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Alvensleben, Friedrich Johann Graf von
Diplomat,
* 9.4.1836 Erxleben,
† 16.9.1913 Erxleben. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Ferdinand F. L. Graf von Alvensleben, Fideikommissherr;
M Louise Th. P. von der Schulenburg;
⚭ 14.5.1897 Pauline Berta, verwitwete von Winterfeldt, geborene von Röder.
Leben ↑
Alvensleben studierte an den Universitäten Bonn und Berlin, wurde 1861 Attaché in Brüssel und dann Legationssekretär bei den Gesandtschaften in München, Stuttgart, Dresden, den Haag und Washington. 1872-75 stand er in Petersburg als Botschaftsrat dem Prinzen von Reuß zur Seite. Nach der Auffassung Bismarcks, der den russischen Kanzler „in die Schranken gewiesen zu sehen“ wünschte, zeigte Alvensleben Gortschakow gegenüber nicht genügend Festigkeit. Unter dem Vorwand einer Vertretung des erkrankten Prinzen Reuß erfolgte darum 1875 die viel umstrittene Sondermission von J. M. von Radowitz nach Petersburg. Alvensleben wurde 1876 Generalkonsul in Bukarest, 1879 Gesandter in Darmstadt, 1882 im Haag, 1884 in Washington und war von 1886 bis 1901 Gesandter in Brüssel. Bismarck schlug Alvensleben 1890 zum Nachfolger seines Sohnes Herbert als Staatssekretär des Auswärtigen vor, doch lehnte Alvensleben ab trotz dringender Vorstellungen Wilhelms II., Herbert Bismarcks und Caprivis, ebenso 1893 seine Berufung zum Botschafter in Washington. 1894 wurde er als Nachfolger A. H. von Marschalls in Betracht gezogen. 1901-05 vertrat er das Deutsche Reich als Botschafter in Petersburg. Auf diesem Posten distanzierte er sieh in dem Bestreben, gegen Deutschlands Isolierung anzukämpfen, mehrfach von den politischen Methoden der Wilhelmstraße. Bismarck hat ihn als einen seiner fähigsten Mitarbeiter im Auswärtigen Amt bezeichnet.
Literatur ↑
Aufzeichnungen u. Erinnerungen d. Botschafters J. M.
v. Radowitz, 1925;
W. Frauendienst,
Gf. A. s Petershurger Mission 1900–05, in: Berliner
Mhh., 1932, S. 882 ff.;
ders. F. J.
Gf. v. A. -Erxlehen, ein
dt. Diplomat, 1931
(ungedr);
Ch. Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Denkwürdigkeiten, 3
Bde., 1906–31;
F. J.
Gf. v. A. -Erxleben
d. J., D.
dt. Botschafter in Petersburg während d.
russ. -
japan. Krieges, eine biograph. Skizze
z. Gedenken an seinen 100. Geburtstag am 9.4.1936, 1936.
Autor ↑
Udo von Alvenslebenergänzt [d. Red.]Empfohlene Zitierweise ↑
Alvensleben, Udo von, „Alvensleben, Friedrich Johann Graf von“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
232
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11766023X.html
Alvensleben, Friedrich Johann Graf von
Name: Alvensleben, Friedrich Johann Graf von
Lebensdaten: 1836 bis 1913
Geburtsort: Erxleben
Sterbeort: Erxleben
Beruf/Lebensstellung: Diplomat
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Alvensleben, Udo vonPND: 11766023X
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Alvensleben, Friedrich Johann Graf von
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