<< Ahlefeldt, Charlotte Elisabeth Sophie Louise Wilhelmine von
Ahlefeldt, Friedrich von >>
Ahlefeldt, Detlev von
dänischer Offizier und Diplomat,
* 20.2.1617 Gelting (Angeln),
† 25.11.1686 Hamburg. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Benedikt (Bendix) von Ahlefeldt (1593–1634);
M Christina geborene von Ahlefeldt (1589–1645);
Gvv Detlev von Ahlefeldt (
† 1599);
⚭ Osterade bei Rendsburg 5.5.1642 Ida (1619–79),
T des dänischen Diplomaten und Amtmanns Siegfried von Pogwisch (1587–1626) und der Magdalene geborene Pogwisch.
Leben ↑
Nach großen Auslandsreisen (er studierte 3 Jahre an der Universität Paris und war in Italien, der Schweiz und England) übernahm Ahlefeldt 1640 die Verwaltung der Güter Haseldorf, Haselau und Kaden (die beiden letzteren brachte die Gattin in die Ehe). 1644 wurde er Rittmeister im dänischen Heer. Nach dem Frieden mit Schweden trat er in die Dienste der Landgräfin von Hessen-Kassel, wurde zum Oberst ernannt und 1648 verabschiedet. Ahlefeldt lebte einige Jahre in Hamburg, wo er sich mit historischen und philosophischen Studien befaßte. 1651 vom dänischen König zum Landrat in den Herzogtümern ernannt, wurde er 1652 Amtmann von Flensburg, 1657 Oberst der Reiterei und noch im selben Jahr Generalkriegskommissar. In den folgenden Jahren wurde Ahlefeldt mit mehreren diplomatischen Missionen betraut (
u. a. Verhandlungen mit dem Kurfürsten von Brandenburg). 1680 nahm er seinen Abschied und verbrachte seine letzten Jahre in Hamburg. Seine Erinnerungen, von L. Bobé
bzw. H. Höhnk veröffentlicht, gehören zum Besten der deutschen Memoirenliteratur des 17. Jahrhunderts.
|Literatur ↑
L. Krabbe, in:
Hist. Tidsskrift, Reihe 8,
Bd. 6, Kopenhagen 1915–17;
H. Höhnk, D.
v. A.s Gesandtschaftsjournal, in:
Ztschr. d.
Ges. f.
Schleswig-Holstein. Gesch. 36, 1906;
Ditlev
A.s Erinnerungen 1617–60,
hg. v. L. Bobé, 1922;
J. Skovgaard, Sönderjyllands Historie III, Kopenhagen
o. J.;
H. Ehrencron-Müller, Forfatterleks. I, Kopenhagen 1924.
Portraits ↑
Ölgem. v. unbek. Künstler auf Schloß Tranekaer (Langeland).
Autor ↑
Hermann KellenbenzEmpfohlene Zitierweise ↑
Kellenbenz, Hermann, „Ahlefeldt, Detlev von“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
108-109
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd100008275.html
Ahlefeld, Detlev von
Name: Ahlefeld, Detlev von
Lebensdaten: 1617 bis 1686
Geburtsort: Gelting (Angeln)
Sterbeort: Hamburg
Beruf/Lebensstellung: Diplomat; dänischer Offizier und Geheimrat
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Kellenbenz, HermannPND: 100008275