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Brockhaus, Friedrich Arnold >>
Brockhaus, Albert Eduard
Verleger,
* 2.9.1855 Leipzig,
† 27.3.1921 Leipzig. (evangelisch)
Genealogie
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| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Eduard s. (5);
⚭ Hamburg 1887 Marie (Mony),
T des Kaufmanns und Konsuls Johannes Theodor Witt; 2
S,
u. a. Hans (siehe Einleitung).
Leben ↑
Brockhaus wurde nach gründlicher Ausbildung, auch in London und Paris, und kurzem Universitätsbesuch in Heidelberg und Straßburg 1881 Teilhaber von F. A. Brockhaus. Die vielseitig gebildete, natürlich-liebenswürdige, buchhändlerisch freiblickende, für die Interessen von Stand und Staat aufgeschlossene Persönlichkeit hat 40 Jahre lang die Geschicke der Firma bestimmt und ihren eigenen Beitrag zur Entwicklung, verschieden von dem der drei vorausgegangenen Generationen, geleistet. Brockhaus setzte die schon unter seinem Vater begonnene Umstellung des Verlags konsequent fort und scheute sich nicht, dem Zuge der Zeit nach Konzentrierung, Rationalisierung, Spezialisierung folgend, ganze Verlagsgebiete - Romane, Übersetzungen, Zeitschriften, Deutsche Allgemeine Zeitung - aufzugeben und sich vornehmlich auf den Ausbau des Lexikons und des Verlags von geographischer und Reiseliteratur - Gebiete, denen Brockhaus' persönliche Liebe galt und mit deren Autoren, besonders Sven Hedin, ihn herzliche Freundschaft verband - zu beschränken und dadurch der Firma eine größere Beweglichkeit zu sichern. Der universale Charakter blieb trotzdem erhalten, die Pflege der Auslandsbeziehungen nahm sogar zu: 1890 Gründung einer Zweigfirma (Brockhaus & Efron) in Petersburg (1890–1906 russische Ausgabe des Konversationslexikons in 43 Bänden), Gründung einer Filiale in Paris und ein Jahr später einer in London, Druckaufträge aus dem Ausland (Südamerika). - Weise Beschränkung des Ziels, geistige Überlegenheit, die Fähigkeit zu erwärmen und zu begeistern kennzeichneten Brockhaus' öffentliches Wirken und sicherten ihm das uneingeschränkte allgemeine Vertrauen. Uneigennützig und hingebend diente er seinem Stand. Als Erster Vorsteher des Börsenvereins (1901–07, später Ehrenmitglied) brachte er die bis 1878 zurückreichenden Bestrebungen zum Schutz des Ladenpreises (Krönersche Reform) zum Abschluß; im erbitterten Streit mit dem Akademischen Schutzverein, Professor Karl Bücher und den wissenschaftlichen Autoren trug er für den Buchhandel den Sieg davon. Unter seiner Leitung wurde der 4. Internationale Verlegerkongreß, der 1901, zum ersten Mal in Deutschland, stattfand, zu einem glänzenden Erfolg des deutschen Buchhandels.
Literatur ↑
B. Hartmann, in: Adreßbuch d.
Dt. Buchhandels, 1922 (Sonderdr. 1921);
S. Hedin, A.
B., als
Ms. gedr., Stockholm 1921;
S. Hedin u. A.
B., Ein Briefwechsel, 1942;
DBJ III (Totenliste 1921,
L);
s. a. L zu 5).Portraits ↑
Pastellbild
v. A. Klamroth,
Abb. b. Gebhardt u. Menz (s.
L zu 5);
Ölgem. v. C. Blos, 1925, H. Vogel, 1926, u. Marmorbüste
v. C. Seffner, 1922 (alle
wahrsch. Leipzig).
Autor ↑
Annemarie MeinerEmpfohlene Zitierweise ↑
Meiner, Annemarie, „Brockhaus, Albert Eduard“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
623
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117632104.html
Brockhaus, Albert
Name: Brockhaus, Albert
Namensvariante: Brockhaus, Albert Eduard
Lebensdaten: 1855 bis 1921
Geburtsort: Leipzig
Sterbeort: Leipzig
Beruf/Lebensstellung: Verleger
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Meiner, AnnemariePND: 117632104