<< Kunibert, heilig
Kunike, Adolf >>
Kunigunde, heilig
Kaiserin,
† 3.3.1033 Kaufungen (Hessen),
⚰ Bamberg, Dom.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus d.
Geschl. d. Grafen
v. Luxemburg;
V Siegfried (
† 998),
Gf. im Moselgau;
M Hadewig (
† 992);
B Hzg. Heinrich V.
v. Bayern (
† 1026, s.
|NDB VIII), Bischof Dietrich II.
v. Metz (
† 1047, s.
NDB III); -
⚭ Kaiser Heinrich II. (
† 1024, s.
NDB VIII); kinderlos.
Leben ↑
K. heiratete etwa 998-1000, jedenfalls noch unter der Regierung Kaiser Ottos III., den späteren Kaiser Heinrich II. Sie wurde 1002 von
EB Willigis von Mainz in Paderborn zur Königin, 1014 von Papst Benedikt VIII. in Rom zur Kaiserin gekrönt und übte auf die Regierungsgeschäfte einen nicht unerheblichen Einfluß aus; sie intervenierte in wichtigen Angelegenheiten, begünstigte den
EB Aribo von Mainz und vertrat gelegentlich ihren Gemahl. Mit ihrem Bruder,
Hzg. Heinrich V. von Bayern, arbeitete sie eng zusammen. Daß sie die Ausstattung des Bistums Bamberg förderte, soweit es an ihr lag, ist urkundlich bezeugt. Nach dem Tode des Kaisers sorgte sie gemeinsam mit ihren Brüdern Heinrich von Bayern und Dietrich von Metz für die Aufrechterhaltung der Ruhe im Reich. Als Witwe zog sie sich in das von ihr 1017 nach der Genesung von einer Krankheit an dem Pfalzort Kaufungen gegründete Nonnenkloster zurück, wo sie ihre letzten Lebensjahre zubrachte. Bald entstand die Sage von ihrer Josefsehe. Ihre Gestalt wurde immer stärker in die Heinrichslegende einbezogen. Die Kinderlosigkeit des Herrscherpaares ließ das Gerücht von einer Josephsehe aufkommen und das Legendenmotiv des Gottesurteils, wonach
K. zum Beweis ihrer Jungfräulichkeit über zwölf glühende Pflugscharen schreiten mußte. Vor 1199 verfaßte ein Anonymus ihre Vita, am 29.3.1200 wurde sie heiliggesprochen.
Literatur ↑
Vita
(legendär): Acta Sanctorum Mart. I (1667) 272-278;
MGH SS 4, 821-24;
Jbb. d. Dt. Gesch., Heinrich II.;
J. P. Toussaint,
Gesch. d.
hl. K. v. Luxemburg, 1901;
H. Günter, Kaiser Heinrich II. u. Bamberg, in:
HJb. 59, 1939;
H. Renn, Das erste Luxemburg. Grafenhaus (936–1136), in: Rhein. Archiv 39, 1941;
G. Ulrich, Die
hl. K., 1954;
R. Klauser, Der
Heinrichs- u.
K.-Kult im
ma. Bistum Bamberg, 1957;
R. Reinhardt, Kaiser Heinrich II d.
Hl. u. s. Gemahlin Kaiserin
K., in: Bavaria Sacra I,
hrsg. v. G. Schwaiger, 1970, S. 233-48.
Portraits ↑
P. E. Schramm, Die
dt. Kaiser u. Könige in Bildern ihrer Zeit, 1928, S. 197, 199,
Abb. Nr. 81, 89 a-c.
Autor ↑
Heinrich AppeltEmpfohlene Zitierweise ↑
Appelt, Heinrich, „Kunigunde, heilig“,
in: Neue Deutsche Biographie
13
(1982), S.
296-297
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11856806X.html
Kunigunde
Name: Kunigunde
Namensvariante: Kunigunde von Luxemburg
Lebensdaten: erwähnt 996 und 997, gestorben 1033
Sterbeort: Kaufungen (Hessen)
Beruf/Lebensstellung: Kaiserin; Heilige; Ehefrau Heinrichs II.
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Appelt, HeinrichPND: 11856806X