<< Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald
Bezelin-Alebrand >>
Beythien, Adolf Carl Heinrich
Lebensmittelchemiker,
* 29.1.1867 Quakenbrück bei Osnabrück,
†6.6.1949 Dresden. (evangelisch)
Genealogie
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| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Adolf, Buchbindermeister,
S des Carl, Bauhandwerker, und der Sophie Berger;
M Karoline,
T des Johann Heinrich Wellinghoff, Drechslermeister, und der Meta Meier;
⚭ Dahme (Mark) 1896
Marg.,
T des Kaufmanns Alfred Rose und der Emilie Grosse; 1
S.
Leben ↑
Nach seiner Göttinger Studienzeit (1885–89) und praktischer Tätigkeit in verschiedenen Fabriken und Versuchsstationen gehörte Beythien zunächst dem Chemischen Untersuchungsamt der Stadt Breslau an und war dann ab 1899 über 30 Jahre Direktor des Städtischen Chemischen Untersuchungsamts Dresden. Da er umfassendes Wissen mit klarem juristischen Denken verband, wurde er bald zum international anerkannten Sachverständigen, der auch im Reichsgesundheitsrat maßgeblich an der Weiterentwicklung des Lebensmittelrechts mitwirkte und durch seine reichen Erfahrungen richtungweisend für eine vorbeugende Lebensmittelüberwachung wurde. Sein „Laboratoriumsbuch für den Lebensmittelchemiker“ (1931,
61951) nimmt auch heute noch den ersten Platz unter den der Ausbildung und dem Gebrauch im Alltag dienenden Fachbüchern ein. Bereits 1910 wurde er zum Professor ernannt, 1934 wurde ihm die Joseph König-Gedenkmünze, 1938 die Brüsseler Goldmedaille verliehen.
Werke ↑
u. a. Die Nahrungsmittelfälschungen u. ihre Erkennung, 1914; Volksernährung u. Ersatzmittel, 1922; Einführung in d. Lebensmittelchemie, 1950,
41953; Die Geschmackstoffe d. menschl. Nahrung, 1947,
21950;
Warenkde. d. Süßwarenindustrie, 1942;
Hrsg.: Mercks Warenlex. (mit E. Dressler),
81908;
Hdb. d. Nahrungsmittelunters., 4
Bde. (mit C. Hartwich u. M. Klimmer), 1914;
Mitarb.: J. König, Chemie d. menschl. Nahrungs- u. Genußmittel,
Bd. 3,
41914;
Hdb. d. Lebensmittelchemie (Bömer, Juckenack, Tillmans), 1932 ff.;
Hdb. d. Milchwirtschaft (Grimmer, Weigmann, Winkler), 1940.
Literatur ↑
Östermann, Sonderdr. d.
Mitt. d.
Ver. Dt. Lebensmittelchemiker, 1934;
O. Keller-Th. Steinkopff, in: Pharmazeut. Zentralhalle,
Jg. 88, 1949, S. 197 f.
(P);
S. W. Souci, in:
Zs. f. Lebensmittelunters, u. -F 89, 1949, S. 431;
V. Gerlach, in:
Dt. Lebensmittelrdsch., 1950, S. 1;
Pogg. VI
(W).Autor ↑
Friedrich EggerEmpfohlene Zitierweise ↑
Egger, Friedrich, „Beythien, Adolf Carl Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
210
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137180284.html
Beythien, Adolf
Name: Beythien, Adolf
Namensvariante: Beythien, Adolf Carl Heinrich
Lebensdaten: 1867 bis 1949
Geburtsort: Quakenbrück bei Osnabrück
Sterbeort: Dresden
Beruf/Lebensstellung: Lebensmittelchemiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Egger, FriedrichPND: 137180284