<< Beyschlag, Franz
Beythien, Adolf Carl Heinrich >>
Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald
evangelischer Theologe,
* 5.9.1823 Frankfurt/Main,
† 25.11.1900 Halle.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann August (1787–1861), Bürger und Handelsmann in Cunreuth,
S des Johann Friedrich, Schreinermeister, und der Elisabeth Kunst;
M Elisabeth Maria
Marg. (1793–1858),
T des Güterschaffners Johann Heinrich Deckenbach und der Susanna Rebekka Hahn;
⚭ Maria Clemen aus Lemgo;
S Franz s. (1).
Leben ↑
Nach Abschluß seiner Ausbildung in Frankfurt/Main (1844–49) übernahm Beyschlag 1850 ein Pfarramt in Trier, von wo er 1856 als Hofprediger nach Karlsruhe berufen wurde. 1860 ging er als Professor der praktischen Theologie nach Halle. Hier entfaltete er eine in Wissenschaft und Öffentlichkeit einflußreiche Wirksamkeit. Im Anschluß an Schleiermacher suchte er nach einem Ausgleich zwischen der kirchlichen Lehre und den Ansprüchen des modernen Geistes. Sein Bemühen galt der Umsetzung der alten Wahrheiten in neue Anschauungsformen bei nicht enger dogmatischer Umgrenzung. Seine kirchenpolitische Haltung bestimmte die Idee der Union. Er verfolgte diese Ziele in Baden in Verbindung mit der „Evangelischen Allianz“, in Preußen als Begründer der sogenannten kirchlichen „Mittelpartei“ sowie
|der viel beachteten „Deutsch-evangelischen Blätter“. Dem von ihm ins Leben gerufenen „Evangelischen Bund“ gab er als entschiedener Gegner des Katholizismus die Stärkung des evangelischen Gemeingeistes sowohl unter Zurückdrängung der bekenntnismäßigen Unterschiede als auch mit starker nationaler Bestimmtheit auf.
Werke ↑
Der Altkatholizismus,
31883; Aus d. Leben eines Frühvollendeten,
71895; Neutestamentl.
Theol., 2
Bde.,
21896; Zur
dt.-
christl. Bildung,
Ges. Vorträge,
21899; Das Leben Jesu, 2
Bde.,
51912; Christenlehre,
41917; Aus meinem Leben, 2
Bde., 1896–99.
Literatur ↑
R. Kukula, Bibliogr. Jb. d. dt. Hochschulen, 1892, S. 49 f.;
W. Scholz,
B.s 70. Geburtstag, in:
Dt. Wochenbl. 6,
Nr. 36, 1893;
Kohlschmidt, in:
BJ V, S. 350-52 (Totenliste 1900.L);
K. H. Pahncke, W.
B., 1905;
Mitteldt.
Lb. I, 1926, S. 271-81;
E. Barnikol, W.
B. in: 250 J.
Univ. Halle, 1944, S. 97 bis 101;
PRE;
RGG;
LThK.
Portraits ↑
in: F.
v. d. Heydt, Gute Wehr, 1936.
Autor ↑
Peter MeinholdEmpfohlene Zitierweise ↑
Meinhold, Peter, „Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
209 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd119133431.html
Beyschlag, Willibald
Name: Beyschlag, Willibald
Namensvariante: Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald
Lebensdaten: 1823 bis 1900
Geburtsort: Frankfurt/Main
Sterbeort: Halle
Beruf/Lebensstellung: evangelischer Theologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Meinhold, PeterPND: 119133431