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NDB-Artikel

<< Deutsch, Felix     Deutschmann, Johann >>

Deutschbein, Max Leo Ammon

Anglist, * 7.5.1876 Zwickau (Sachsen), 15.4.1949 Marburg/Lahn. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Karl ( 1906), Gymnasialprofessor in Zürich, durch seine englischen Schulgrammatiken bekannt; M Elizabeth Man, aus Lichfield (Stafford), England; 1902 Dr. phil. Marie Anna, T des Arztes Dautzenberg in Zwickau; kinderlos.

Leben  
Durch Vater und Mutter für die Anglistik prädestiniert, studierte Deutschbein in Berlin und Leipzig, besonders unter A. Brandl, E. Sievers, R. Wülker und W. Wundt. Er habilitierte sich 1902 in Leipzig, wurde 1906 dort zum außerordentlichen und 1910 zum ordentlichen Professor in Halle ernannt. 1919 folgte er dem Ruf an die Universität Marburg, wo er bis zu seinem Tode lehrte. Sein Interesse galt der Linguistik und Literaturwissenschaft in gleichem Maße. Besonders durch seine Gattin angeregt, waren seine Vorlesungen auch philosophisch unterbaut. Von weitreichender Bedeutung sind unter anderem seine Grammatik, ein System der Syntax und eine Stilistik der englischen Sprache. Kinderlos, ist er ein väterlicher Freund seiner Studenten gewesen, mit denen er edle Geselligkeit pflegte. Durch seine hohe ethische Menschlichkeit fesselte er nicht weniger als durch seinen lebendigen Vortrag. Seine letzten Lebensjahre galten vor allem der Shakespeare-Forschung; seit 1943 war er Vizepräsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und Herausgeber des Shakespeare-Jahrbuches.

Werke  
W. u. a. Stud. z. Sagengesch. Englands, I: Wikingersagen, 1906; System d. neuengl. Syntax, 1916, 41931; Sprachpsycholog. Stud., T. 1, 1918, T. 2: Satz u. Urteil, 1919; Grammatik d. engl. Sprache f. höhere Schulen auf wiss. Grundlage, 1924, 141953; Hdb. d. engl. Grammatik (mit H. Mutschmann u. H. Eicker), 1926, 21931; Engl. Volkstum u. engl. Sprache, in: Hdb. d. Englandkde., 1. T., 1928; Romantisch u. Romanesk, in: Britannica, Festschr. f. M. Förster, 1929, S. 218 ff.; Neuengl. Stilistik, 1932 (gekürzte japan. Übers., Tokio 1936); Shakespeares Macbeth als Drama d. Barock, 1936; Shakespeare u. d. Wort, in: Festschr. z. Shakespeare-Woche in Bochum, 1937; Aspekte u. Aktionsarten, in: Neuphilol. Mschr. 10, 1939; Shakespeares persönl. u. literar. Sonette, in: Shakespeare-Jb. 78/79, 1941-43; Der Hamletmonolog „To be or not to be“, ebd. 80/81, 1944 bis 1945.

Literatur  
Engl. Kultur in sprachwiss. Deutung, M. D. z. 60. Geb.tag, 1936 (W, P); Nachruf, in: Shakespeare-Jb. 84/86, 1948-50 (P).

Autor  
Will Héraucourt
Empfohlene Zitierweise  

Héraucourt, Will, „Deutschbein, Max Leo Ammon“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 624 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116087978.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 624

PND: 116087978
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Index

Deutschbein, Max

Name: Deutschbein, Max
Namensvariante: Deutschbein, Max Leo Ammon
Lebensdaten: 1876 bis 1949
Geburtsort: Zwickau (Sachsen)
Sterbeort: Marburg/Lahn
Beruf/Lebensstellung: Anglist
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Héraucourt, Will
PND: 116087978

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Deutschbein, Max

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116087978

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