<< Amsler-Laffon, Jakob
Amthor, Christoph Heinrich >>
Amsler, Samuel
Kupferstecher,
* 17.12.1791 Schinznach (Kanton Aargau),
† 18.5.1849 München.
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Jakob Amsler (1751–1838), Arzt in Schinznach;
M Elisabeth,
T des Johann Wildi, Gastwirt in Suhr (Kanton Aargau);
Gvv Samuel Amsler, Statthalter in Schinznach;
⚭ 1827 Luise Laué aus Wildegg (Kanton Aargau); 7
K,
u. a. Hermann Amsler (1835–81), Mitbegründer der Kunsthandlung Amsler & Ruthard, Berlin;
N Jakob Amsler-Laffon (s. 2).
Leben ↑
Amsler war Schüler von G. Ch. Oberkogler und J. H. Lips in Zürich, später von K. Hess in München. Seine Romreisen führten ihn 1816 in den Kreis von P. Cornelius und B. Thorwaldsen. Amsler war seit 1829 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München. Aus seiner Schule gingen H. Merz, W. von Kaulbach und C. A. Gonzenbach hervor. Seine Stiche nach Werken von Raffael, Thorwaldsen (Alexanderzug), L. von Schwanthaler und Cornelius wurden zu seiner Zeit bewundert.
Literatur ↑
ADB I;
F.
v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh.s I, 1895;
K. Amsler, Stammbaum d. Familie
A. v. Schinznach, Aarau 1897;
C. J. F. Hoff, Aus einem Künstlerleben, 1901;
H. Herzog, Der Briefwechsel
zw. J. F. Boehmer u. S.
A., in: Taschenbuch d.
hist. Ges. d.
Kt. Aargau, Aarau 1906, S. 131-60;
F. Noack, Das Deutschtum in Rom, 2
Bde., 1927;
SKL, 1905;
Nagler,
21872 ff.;
ThB;
HBLS I, 1921;
Bénézit I, 1948.
Portraits ↑
Kupf. v. H. Merz nach W.
v. Kaulbach (München,
Städt. Slg.); Medaillon
v. F. Woltreck, 1836 (München,
Staatl. Münzslg.).
Autor ↑
Margarete Braun-RonsdorfEmpfohlene Zitierweise ↑
Braun-Ronsdorf, Margarete, „Amsler, Samuel“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
263
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116010991.html
<< Amsinck, Wilhelm
Amstenrath, Werner Huin von >>
Amsler, Samuel
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Amsler: Samuel
A.
, Kupferstecher, geb. 17.
Dec. 1791 zu Schinznach im
Aargau, wo sein Vater als Bezirksarzt und Landwirth
lebte, † zu München 18. Mai 1849.
Sein früh hervortretendes Talent nahm sogleich seine Richtung auf
die Kunst des Kupferstechens. Er beginnt ein von ihm selbst
niedergeschriebenes Verzeichniß seiner Werke mit Blättern aus dem
J. 1809. Die ersten Lehrer in der Kupferstecherkunst waren von
1810 an in Zürich Oberkogler und Heinrich Lips der Aeltere; in den
Jahren 1814 und 1815 besuchte er die Akademie in München. Von hier
zog ihn sein auf die höchsten Ziele der Kunst gerichteter Sinn
nach Rom, wo er 1816 in Begleitung seines fleißigen und begabten
Freundes, des Malers Johann Anton Ramboux ankam und in den Kreis,
der die Meister Thorwaldsen und Cornelius umgab, eintrat, auch
sogleich durch Aufträge in das künstlerische Schaffen
hereingezogen wurde. 1820 in die Heimath nach Wildegg
zurückgekehrt, wendete er sich zu Ende des Jahres 1821 nochmals
nach Italien, um hier bis gegen 1825 zu bleiben. Von dieser Zeit
an wohnte er bei seinem Bruder in Wildegg und verlebte nur 1826
den größten Theil des Jahres in Basel. 1829 ward er als Professor
der Kupferstecherkunst an die Akademie zu München berufen. Erst
hier vollendete er seine großen bereits in Italien begonnenen
Arbeiten: "Thorwaldsen's Alexanderzug" und "die Grablegung nach
Rafael". Er starb, nachdem er so eben seinen in dem oben
|erwähnten Verzeichniß als 139. gezählten großen Stich
nach Overbeck's "Triumph der Religion", der ihn seit 6 Jahren
beschäftigte, ausgeführt hatte. —
Literatur ↑
Ziegler im Neujahrsblatt der Künstlergesellschaft in Zürich.
1850. 4° Meyer, N. Künstlerlex. — Riehl, Culturstudien, Stuttg.
1859.
Autor ↑
Schnorr v. C.
Empfohlene Zitierweise ↑
Schnorr von Carolsfeld, Franz, „Amsler, Samuel“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
416-417
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116010991.html?anchor=adb
Amsler, Samuel
Name: Amsler, Samuel
Lebensdaten: 1791 bis 1849
Geburtsort: Schinznach (Kanton Aargau)
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Kupferstecher
Konfession: keine Angabe
Autor NDB:
Braun-Ronsdorf, MargareteAutor ADB:
Schnorr von Carolsfeld, FranzPND: 116010991