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NDB-Artikel

<< Burchard     Burchard von Hohenfels >>

Burchard

Vitztum des Straßburger Bischofs, 1175-94 nachweisbar.


LebenLiteraturAutorZitierweise

Leben  
Burchard war Kanoniker des Sankt Thomas-Stiftes in Straßburg, vielleicht Angehöriger der später als erblicher Inhaber des Straßburger Vitztumamtes nachweisbaren Ministerialenfamilie der Beger. Er reiste 1175 als Gesandter Friedrichs I. zum Sultan Saladin. Ein von ihm über diese Reise verfaßter Bericht ist uns erhalten. Mit dem kaiserlichen Notar Burchard ist er nicht identisch.

Literatur  
ADB III; Potthast I (betrachten beide d. 2 B. als 1 Person); P. Scheffer-Boichorst, Der kaiserl. Notar u. d. Straßburger Vitztum B., seine wirkl. u. angebl. Schrr., in: ZGORh, NF 4, 1889, S. 456-77, u. in: Ges. Schrr. II, 1905, S. 225-47; F. Güterbock, Le lettere del nataio imperiale B. intorno alla politica del Barbarossa nello scisma ed alla distruzione di Milano, in: Bull. dell' Istituto Storico Ital. per il Medio Evo e Archivio Muratoriano 61, Rom 1949, S. 1-65 (mit krit. Ausg. d. beiden Briefe).

Autor  
Gottfried Opitz
Empfohlene Zitierweise  

Opitz, Gottfried, „Burchard“, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 30 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd10242585X.html

ADB-Artikel

<< Burchard I.     Burchard, Propst von Ursperg >>

Burchard

 LebenAutorLiteraturZitierweise

Leben  
Burchard, ein geborener Kölner, nahm als kaiserlicher Notar am zweiten Zug Kaiser Friedrichs I. nach Italien Theil und wurde 1175 von diesem als Gesandter an Saladin geschickt. Später, zuletzt 1194, erscheint er als vicedominus der Kirche von Straßburg. Wir besitzen von ihm zwei Schreiben an den Abt Nicolaus von Siegburg über Ereignisse des zweiten italienischen Feldzuges, sowie — die Identität des Verfassers ist kaum zu bezweifeln — einen Bericht über seine Gesandtschaft. Vielleicht hat er auch eine jetzt verlorene Beschreibung des Kreuzzugs Friedrichs I. hinterlassen. Nach einer ansprechenden Vermuthung Wattenbach's ist er Verfasser des älteren, für die Geschichte des 12. Jahrhunderts höchst wichtigen Theiles (bis 1175) der "Annales Colonienses maximi".

Literatur  
Laurent, Burchard von Straßburg, in Naumann's Serapeum XIX, 145 bis 154. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter (3. Aufl. Berlin 1874), II. 215. 310. 311.

Autor  
Cardauns.
Empfohlene Zitierweise  

Cardauns, Hermann, „Burchard“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 566 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd10242585X.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 3 (1957), S. 30
ADB 3 (1876), S. 566

PND: 10242585X
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Index

Burchard

Name: Burchard
Lebensdaten: erwähnt 1175 und 1194
Beruf/Lebensstellung: Straßburger Vitztum; Gesandter Friedrichs I. bei Saladin; kaiserlicher Notar
Konfession: katholisch
Autor NDB: Opitz, Gottfried
Autor ADB: Cardauns, Hermann
PND: 10242585X

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Burchard

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