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Burchard >>
Burchard
Kanzleinotar und Kaplan Friedrichs I., nachweisbar 1161-79.
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Leben ↑
Burchard stammte aus Köln und erhielt seine Erziehung im Kloster Siegburg unter dem Abt Nikolaus (1148–73), wurde aber nicht Mönch, sondern blieb als Inhaber von Pfründen in Elberfeld und wahrscheinlich auch in Bonn Weltgeistlicher. In die kaiserliche Kanzlei kam er vielleicht durch die Vermittlung Rainalds von Dassel. Friedrich verwendete ihn auch zu diplomatischen Missionen, und über eine für einen solchen Auftrag unternommene Reise nach Aquileja, Kärnten, Ungarn und zum Erzbischof von Salzburg besitzen wir einen Bericht von ihm in einem Briefe an den Abt Nikolaus vom 24.12.1161. Ein zweiter Brief des Burchard an den gleichen Empfänger vom März 1162 schildert die Eroberung und Zerstörung von Mailand durch Friedrich I. Beide, besonders der letzte, stellen wertvolle Quellen zur Reichsgeschichte der 60er Jahre des 12. Jahrhunderts dar. Die früher vertretene Meinung, daß Burchard der Verfasser der Chronica Regia Coloniensis oder wenigstens ihrer Fortsetzung, des Berichts über den Kreuzzug Friedrichs I., sei, ist heute widerlegt. Ebenso ist seine vermutete Identität mit dem Straßburger Vitztum Burchard abzulehnen.
Autor ↑
Gottfried OpitzEmpfohlene Zitierweise ↑
Opitz, Gottfried, „Burchard“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
29 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd135738326.html
Burchard
Name: Burchard
Lebensdaten: erwähnt 1161, gestorben nach 1179
Beruf/Lebensstellung: kaiserlicher Notar; Kaplan Friedrichs I.
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Opitz, GottfriedPND: 135738326
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Burchard
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135738326
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