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Burchard von Ursberg >>
Burchard von Hohenfels
Minnesänger, urkundlich bezeugt 1216-28 (1242?).
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
Aus bischöflich konstanzischem Ministerialengeschlecht, dessen Stammburg
b. Sipplingen am Bodensee lag.
Leben ↑
Burchard erscheint mit seinem älteren Bruder Walther häufig in der Umgebung König Friedrichs II. und später seines Sohnes Heinrich (VII.). Seine Lieder, die etwa dem dritten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts angehören dürften, sind im Stil der höfischen Lyrik gehalten, den er durch Bilder aus dem Jagd- und Tierleben mit entschiedener dichterischer Begabung zu beleben verstand. Er zeigt sich abhängig von Wolfram von Eschenbach, dann auch von Neithard von Reuental, dessen Einfluß wohl die Einflechtung volkstümlicherer Elemente zuzuschreiben ist.
Werke ↑
18 Lieder,
u. a. 15 Minnelieder, überliefert in d. Maness.
Hs.,
Bl. 110-12,
Faks.-
Ausg., 1926/27
(P); Ausg.: Fr. H.
v. d. Hagen, Minnesinger I, 1838 (
Neudr. 1923), S. 201-10; F. Pfaff, Die große Heidelberger Liederhs. I, 1909, S. 372-89; C.
v. Kraus, Dt. Liederdichter d. 13.
Jh., 1952,
Nr. 6.
Literatur ↑
ADB XII
(unter Hohenfels);
Goedeke I, 1884, S. 153
(L);
F. Grimme,
Gesch. d. Minnesinger I, 1897, S. 41-48, 237 f.;
M. Sydow,
B. v. H.
u. seine Lieder, 1901;
F. Pfaff, Der Minnesang im Lande Baden, = Neujahrsbll. d. Bad.
Hist. Komm.,
NF 11, 1908;
L. Moser, in: Bad. Heimat 10, 1924, S. 61-63
(P);
K. Preisendanz, ebenda, 23, 1936, S. 136-43
(P);
O. E. Glaeser, Die Herrschaften
v. Alt-
u. Neu-Hohenfels
u. ihre Besitzer im
MA,
Diss. Freiburg i. Br. 1937, S. 67-72,
u. in: Hohenzoller.
Jhh. 1, 1934;
H. Kuhn, Minnesangs Wende, 1952;
G. Rosenhagen, in: Vf.-Lex. d. MA I,
Sp. 335-37.
Autor ↑
Manfred KrebsEmpfohlene Zitierweise ↑
Krebs, Manfred, „Burchard von Hohenfels“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
30
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118665308.html
<< Hohenfeld, Wilhelm Ludwig von
Hohenhausen, Elise Philippine Amalie >>
Hohenfels, Burkart von
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Hohenfels: Burkart v. H., Minnesänger. Die Trümmer der Stammburg dieses schwäbischen Adelsgeschlechtes stehen noch bei Ueberlingen am Bodensee.
H. gehört zu dem Kreise ritterlicher Sänger, die wir in Beziehung zu dem jungen König Heinrich, Friedrich II. Sohne, sehen; in einer Urkunde des Königs begegnet er zuerst 1226. Die meisten seiner Lieder gehören dem Minnedienste an, in einigen schlägt er den moderneren Ton der Neidhartschen Poesie an. Seine Dichtung ist nicht uninteressant; an Heinrich von Morungen erinnert er durch die sinnliche Darstellung; er braucht ausgeführte und eigenthümliche Bilder, namentlich aus dem Jägerleben; im Versbau zeichnet er sich vor gleichzeitigen Dichtern durch die Mißachtung des sprachlichen Accentes aus.
Literatur ↑
Von der Hagen, Minnesänger, 4. 145—147. Bartsch, Liederdichter, 2. Ausgabe, XLVIII., wo auch andere Litteratur verzeichnet ist.
Autor ↑
Wilmanns.Empfohlene Zitierweise ↑
Wilmanns, Wilhelm, „Hohenfels, Burkart von“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
12
(1880), S.
673
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118665308.html?anchor=adb
Burchard von Hohenfels
Name: Burchard von Hohenfels
Namensvariante: Burchard
Namensvariante: Hohenfels, Burchard von
Namensvariante: Burkard
Namensvariante: Burkard von Hohenfels
Namensvariante: Burkart von Hohenfels
Namensvariante: Hohenfels, Burkart von
Lebensdaten: erwähnt 1216 und 1228
Beruf/Lebensstellung: Minnesänger
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Krebs, ManfredAutor ADB:
Wilmanns, WilhelmPND: 118665308