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Büttner, Friedrich August >>
Büttner, Christian Wilhelm
Naturforscher,
* 27.2.1716 Wolfenbüttel,
† 8.10.1801 Jena. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Joh. Christian, Hofapotheker in Wolfenbüttel,
S des
Joh., Prediger zu Bodenwerder;
M Christiana,
T des
Kaufm. Nic. Wilh. Ulrich; ledig.
Leben ↑
Büttner, von Hause aus Apotheker, hatte sich ohne schulgerechtes Studium ein umfassendes Wissen von Naturgeschichte, Anthropologie, Ethnographie und Linguistik angeeignet. 1755 ernannte ihn die philosophische Fakultät in Göttingen zum Magister, und er hielt als königlicher Commissair Vorlesungen. 1758 wurde er außerordentlicher Professor, 1762 außerordentliches Mitglied der Societät der Wissenschaften, 1763 ordentlicher Professor. 1783 ging er als sachsen-weimarischer Hofrat nach Jena. - Büttner hielt wohl als erster in Deutschland ein geschlossenes Kolleg über Naturgeschichte. Veröffentlicht hat er nur wenig. Seine Bedeutung lag in der Wirkung seiner Kenntnisse und originellen Ideen, die er bereitwilligst mitteilte, auf seine Zeitgenossen, diese zu mancher Arbeit anregend. Beim Vergleich von Sprachen und Schriften verschiedener Völker schienen ihm jene so viele verwandtschaftliche Züge aufzuweisen, daß er daraus wie auch aus anthropologischen Befunden unter Verzicht auf die Lehre von der unbedingten Konstanz der Form die Entwicklung der verschiedenen Rassen aus einer Grundform ableiten zu können glaubte - in einer Zeit, in der der Gedanke einer allgemeinen Entwicklung der Tiere aus einfacheren Formen nur gelegentlich andeutungsweise anklingt, und entgegen der oft vertretenen Ansicht mehrerer Schöpfungsakte für die verschiedenen Rassen. Durch diese seine gleichzeitig auch von Buffon vertretene Auffassung von der Einheit des Menschengeschlechtes wurde Büttner insbesondere der Anreger J. F. Blumenbachs. 1773 überließ er der Göttinger Universität seine noch vom Großvater Ulrich stammende Naturaliensammlung, die den Grundstein für eine Reihe von Göttinger Sammlungen bildete.
Werke ↑
Vergleichungstafeln d. Schriftarten verschiedener Völker in d. vergangenen
u. gegenwärt. Zeiten, 2
Bde., 1771-81.
Literatur ↑
J. St. Pütter, Versuch einer ak. Gelehrtengesch.
v. d. Georg-Augustus-
Univ. zu Göttingen I, 1765, S. 184, II, 1788, S. 84;
W. Rotermund, Das gelehrte Hannover I, 1823, S. 312;
Ch. M. Wieland, Neuer teutscher Merkur 10, 1801, S. 156
ff.;
F. Schlichtegroll, Nekrolog d. 19.
Jh. 1, 1802, S. 211
ff.;
|
E. Ehlers, Göttinger Zoologen, in: Festschr. d. Göttinger
Ges. d.
Wiss., 1901, S. 393
ff.;
H. Plischke, Die ethnographische
Slg. d.
Univ. Göttingen, 1931, S. 11 ff,;
B. Quantz, Vom Naturalienkab.
z. zool.-zootom.
Inst. d. Göttinger
Univ., in: Göttinger Leben 8, 1933.
Nr. 26;
G.
v. Seile, Die Georg-August-
Univ. zu Göttingen, 1937, S. 96
u. ö.Portraits ↑
Bildnis
v. Konr. Westermayer (Aula d.
Univ. Göttingen).
Autor ↑
Hildegard StumpfEmpfohlene Zitierweise ↑
Stumpf, Hildegard, „Büttner, Christian Wilhelm“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
6 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd117145068.html
Büttner, Christian Wilhelm
Name: Büttner, Christian Wilhelm
Lebensdaten: 1716 bis 1801
Geburtsort: Wolfenbüttel
Sterbeort: Jena
Beruf/Lebensstellung: Naturforscher
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Stumpf, HildegardPND: 117145068