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Brühlmann, Hans Ernst
Maler
* 25.2.1878 Amriswil (Kanton Thurgau),
† 29.9.1911 Stuttgart (Selbstmord). (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johann (1845–1911), Pfarrer in Ebnat (Kanton
St. Gallen),
S des Konrad und der
Magd., geborene Brühlmann;
M Ida (1851–1903),
T des Josef Sallmann und der Luise Aurich;
⚭ Stuttgart 1908 Nina (
⚭ 2) 1914 Karl Diem aus Stuttgart, 1921 geschieden), Künstlerin (Silberschmiedekunst),
T des Arztes in Milwaukee Emil Bindschedler und der Nina Bösch aus Ebnat (geschieden).
Leben ↑
Brühlmann wurde Schüler der Kunstgewerbeschule in Zürich und arbeitete bei dem Maler und Graphiker Hermann Gattiker (1865–1951). 1899 ging er zum erstenmal nach Stuttgart, und 1902 konnte Alfred Lichtwark den Vater dazu bewegen, Brühlmann an der Akademie in Stuttgart studieren zu lassen, wo vorerst Carlos Grethe, Stephan Graf Kalckreuth und schließlich Adolf Hölzel seine Lehrer waren. 1902/03 war er einige Zeit als Glasmaler in Hamburg tätig. 1906 erlaubte ihm ein Schweizer Stipendium eine Studienreise nach Florenz, Assisi und Rom. 1908 und 1909 war er verschiedentlich in Paris und lernte das Werk Cézannes kennen, das neben der Schulung durch Hölzel den größten Einfluß auf sein Schaffen gewann. 1909 begann sich eine unheilbare Krankheit zu äußern. Aufenthalte in Nervenheilanstalten in der Schweiz und in der Stille von Vättis, wo der an der rechten Hand gelähmte Künstler mit der linken Hand weiter arbeitete, brachten keine Heilung. Er schied in seinem Stuttgarter Atelier freiwillig aus dem Leben. - Das Werk Brühlmanns steht zwischen dem deutschen Idealismus eines Hans von Marées und am Beginn des deutschen Expressionismus. In seinem malerischen Temperament steht er dem ebenfalls früh verstorbenen Albert Weisgerber und dem Werk Karl Hofers aus seiner römischen Zeit nahe, berührt sich aber auch auf der Linie des „idealistischen Expressionismus“ mit dem Schaffen Ferdinand Hodlers (Blick ins Unendliche).
Werke ↑
Landschaften, Stilleben, Figurenbilder; 2 Wandgem. in d. Pfullinger Hallen
b. Stuttgart „Die Herabkunft d. Freude“ u. „Die Resignation“, 1907; Wandgem. an d. Erlöserkirche in Stuttgart (Christus erscheint d. Jüngern zu Emaus), 1909;
weitere W in d.
Slgg. Basel, Aarau, Bern, Winterthur, Zürich,
St. Gallen, Köln, Borst-Stuttgart u. in d. bedeutendsten schweiz. Privatslgg.
Literatur ↑
J. Baum, Die Pfullinger Hallen, 1912;
A. Roessler, H.
B., Wien 1918;
H. Hildebrandt, H.
B., Sein Leben u. Schaffen, Bern 1923;
H. F. Secker, Gebaute Bilder, Zürich 1934, S. 86 ff.;
Kat. Kunsthaus Zürich, Juli 1938 (Text
v. W. Wartmann);
BJ XVI (Totenliste 1911,
L);
ThB (L).Autor ↑
Walter KernEmpfohlene Zitierweise ↑
Kern, Walter, „Brühlmann, Hans Ernst“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
663 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118674668.html
Brühlmann, Hans
Name: Brühlmann, Hans
Namensvariante: Brühlmann, Hans Ernst
Lebensdaten: 1878 bis 1911
Geburtsort: Amriswil (Kanton Thurgau)
Sterbeort: Stuttgart (Selbstmord)
Beruf/Lebensstellung: Maler
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Kern, WalterPND: 118674668