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Albert von Aschach (von Waldkirchen)
Geistlicher,
* 29.9.1283 Aschach/Donau,
† nach 4.4.1345.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Hermann (
† 1298?);
M Adelheid (
† 1300?).
Leben ↑
Albert besuchte vom 23.4.1296 ab die Klosterschule von
St. Florian und trat am 25.7.1305 in den Dienst des dortigen Propstes Einwik Weizlan (
† 1313); auch unter dessen Nachfolgern versah er Schreiberdienste. 1309 wurde Albert Subdiakon, 1315 Diakon und 1318 Priester; er amtierte (als regulierter Augustiner-Chorherr?) wohl ab 1314 in der Pfarrei Niederwaldkirchen am Windberg (Oberösterreich). Reisen in Reliquienangelegenheiten führten ihn 1323 und 1324 nach Krakau, 1325 an die Kurie. Ab 1328 war Albert Pfarrer in Gmunden. - Sein Testament ist vom 4.4.1345 datiert. - Ein Konventuale von
St. Florian widmete Albert eine Fortsetzung der Melker Annalen von 1276 bis 1309 (Continuatio Florianensis, MG SS IX, S. 748-53), die früher fälschlich als Werk Alberts angesehen wurde. Dieser versah nur die Handschrift mit autobiographischen und zeitgeschichtlichen Marginalien von 1283-1342
(Auctarium) und einem kalendarischen Anhang.
Werke ↑
Auszüge d. 17. u. 18. Jh.s; Auctarium Alberti Plebani de Waldkirchen,
hrsg. v. W. Wattenbach, in:
MGH SS IX, S. 753 f.; Kalendarium Alberti Plebani in Waldkirchen speciales suos defunctos continens, dilectos, dilectiores, dominos, socios et amicos, ebenda, S. 754 f.;
vollst., aber unkrit. Druck b. Wiedemann
(s. L), S. 249-74.
Literatur ↑
ADB I;
W. Wattenbach, in:
MGH SS IX, S. 606;
UB d. Landes ob d. Enns V, 1868, S. 79, 158, 304
u. ö., VI, 1872, S. 505 ff.;
Th. Wiedemann, Das Kalendarium d. Pfarrers
A. v. Waldkirchen in
Oberösterr., in:
Österr. Vjschr. f.
kath. Theol. 8, 1869, S. 245-80;
A. Czerny, Die Klosterschule
v. St. Florian (1071–1783), 1873, S. 12 f.;
E. Mühlbacher, Die literar. Leistungen d. Stiftes
St. Florian, 1905, S. 32.
Autor ↑
Joachim LeuschnerEmpfohlene Zitierweise ↑
Leuschner, Joachim, „Albert von Aschach“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
134
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104275472.html
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Albert, Pfarrer zu Waldkirchen
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Albert, Pfarrer zu
Waldkirchen (in Ob.-Oesterreich), geb. 1283 um den 29. Sept. wie er selbst angibt; er
trat 1296 in die Klosterschule von St. Florian, und 1305 in den
Dienst des S. Florianer Stiftspropstes, Ainwik Weitzlan
(1295—1313). Im J. 1318 Priester geworden, reiste er (1323—4)
zweimal nach einander in Reliquienangelegenheiten nach Krakau und
1325 zum Papste. Wann er Pfarrer in Waldkirchen wurde und in
welcher Zeit er starb, läßt sich nicht mit Sicherheit ermitteln.
Daß er bis 1342 zum mindesten unter den
|Lebenden
gewesen sein muß, geht aus seinen eigenen Aufzeichnungen hervor.
Wir müssen in ihm einen Mann von Einfluß und Bildung annehmen, da
ihm ein Conventuale von St. Florian eine Fortsetzung der Melker
Annalen von 1276—1309 (Mon. Germ. XI, IX.
Bd. der SS., p. 748—753) mit den Versen
widmete:
Digna viro digno descriptio mente
benigna
Mittitur Alberto, virtutum dote
referto,
Suo domino speciali ..
A.
versah diesen Codex mit eigenhändigen Marginalnoten,
die ein Auctarium von kurzen aber nicht bedeutungslosen
zeitgeschichtlichen Notizen, neben autobiographischen Bemerkungen
von 1283—1332, enthalten. Ueberdies hinterließ er ein kurzes "Kalendarium Alberti Plebani in Waldkirchen
speciales suos defunctos continens, dilectos, dilectiores,
dominos, socios et amicos" (diese Aufzeichnungen reichen bis
1342). Man hat ihn früher irrthümlich für den Verfasser der oben
erwähnten St. Florianer Kloster-Annalen gehalten, welche zum
ersten Male
A.
Rauch in s. Scrr. rer. austr. I.
218 ss. abdruckte.
Literatur ↑
Lambecius Comm. de caes. reg. bibl. Vindob.
I. 575; Wattenbach im IX. Bde. der
SS. in den Monum. Germ.
(XI. Bd.) p. 606. 753.
Autor ↑
Krones.
Empfohlene Zitierweise ↑
Krones, Franz von, „Albert, Pfarrer zu Waldkirchen“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
209-210
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd104275472.html?anchor=adb
Albert von Aschach
Name: Albert von Aschach
Namensvariante: Albert von Waldkirchen
Lebensdaten: 1283 bis 1345
Geburtsort: Aschach/Donau
Beruf/Lebensstellung: Geistlicher; Pfarrer zu Waldkirchen; Chronist
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Leuschner, JoachimAutor ADB:
Krones, Franz vonPND: 104275472