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NDB-Artikel

<< Albert II.     Albert von Aschach >>

Albert von Aachen

Aachener Domherr, 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts.


LebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Leben  
Albert, von unbekannter, aber vielleicht lothringischer Herkunft, verfaßte zwischen 1124 und 1158 in Aachen eine umfangreiche „Historia Hierosolymitanae expeditionis“ in 12 Büchern. Die Bücher 1-6, von Wilhelm von Tyrus stark benutzt, schildern den ersten Kreuzzug, 7-12 die Geschichte des Königreiches Jerusalem von 1100-1121. In dem Werk, das auf teils|mündlicher, teils schriftlicher Überlieferung beruht, an der Albert meist nur redaktionellen Anteil hat, sind Sagenhaftes und Historisches gemischt. H. von Sybel bestritt seinen historischen Wert und stellte es in Beziehung zu dem Stoffkreis der Chansons, B. Kugler suchte dagegen als Hauptquelle die Chronik eines lothringischen Geistlichen aus der Begleitung Gottfrieds nachzuweisen. Die Frage ist noch ungeklärt.

Werke  
Migne PL, S. 166, 359 ff.; Recueil des historiens des croisades, Hist. occid. 4, S. 265 ff.; Übers. v. H. Hefele, A. v. A., 2 Bde., 1923.

Literatur  
ADB I (unter Albertus Aquensis); H. v. Sybel, Gesch. d. ersten Kreuzzuges, 21881, S. 62 ff.; B. Kugler, A. v. A., 1885; F. Kühn, Zur Kritik A. v. A.s, in NA 13, 1886, S. 543 ff.; K. Partisch, Progr. Wien 1908; Manitius III, S. 426 ff.; Wattenbach-Holtzmann I, S. 640 f.; S. Runciman, A History of the Crusades I, 1951, S. 331 f.; PRE; RGG; LThK.

Autor  
Franz-Josef Schmale
Empfohlene Zitierweise  

Schmale, Franz-Josef, „Albert von Aachen“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 133-134 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118647598.html

ADB-Artikel

<< Albertus     Albert von Bardewik >>

Albertus Aquensis

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Albertus Aquensis, ein Geschichtschreiber der Kreuzzüge bis 1121. Die Persönlichkeit des Verfassers tritt so sehr zurück, daß wir nicht mit voller Sicherheit zusagen vermögen, ob er nicht der Kirche von Aix in der Provence angehört hat. Doch hat Bock in dem Niederrheinischen Jahrbuch von Lersch (1843) S. 42—98 sehr wahrscheinlich gemacht, daß er nach Aachen gehört; er hält ihn für den 1192 zuletzt nachweisbaren Custos Albert. Seine Geschichte der Kreuzzüge in 12 Büchern ist sehr lebendig geschrieben: sie ist der rechte Spiegel des idealisirten Ritterthums jener Zeit, und war auch deshalb sehr beliebt. Kritik aber fehlt gänzlich, mit Vorliebe ergriff er die von den Kreuzfahrern heimgebrachten wunderbaren und fabelhaften Erzählungen. Eine sehr eingehende Würdigung dieses Werkes hat v. Sybel gegeben in der Gesch. des ersten Kreuzzuges S. 72 ff.

Autor  
Wattenbach.
Empfohlene Zitierweise  

Wattenbach, Wilhelm, „Albertus Aquensis“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 207 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118647598.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 133-134
ADB 1 (1875), S. 207

PND: 118647598
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Index

Albert von Aachen

Name: Albert von Aachen
Namensvariante: Albertus Aquensis
Lebensdaten: erwähnt 1124 und 1158, gestorben 1. Hälfte 12. Jahrhundert
Beruf/Lebensstellung: Chronist; Aachener Domherr; Geschichtsschreiber der Kreuzzüge
Konfession: katholisch
Autor NDB: Schmale, Franz-Josef
Autor ADB: Wattenbach, Wilhelm
PND: 118647598

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Albert von Aachen

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118647598

Normdaten
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