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Bredt, Konrad Julius
Chemiker,
* 29.3.1855 Berlin,
† 21.9.1937 Aachen. (evangelisch)
Genealogie
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| Autor
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Genealogie ↑
V August s. (4); ledig; 1
Adoptiv-T.
Leben ↑
Bredt sollte ursprünglich Rechtswissenschaft studieren, obwohl sich seine Neigung zu den Naturwissenschaften schon auf dem Gymnasium deutlich gezeigt hatte. In Leipzig zogen ihn daher auch mehr die Vorlesungen des Chemikers H. Kolbe und des Physiologen C. Ludwig an. Nach kurzem Aufenthalt in Frankfurt/Main bei C. R. Fresenius ging er nach Straßburg, um 1880 seine chemischen Studien unter R. Fittig mit der Promotion abzuschließen. Bis 1882 war er dort Unterrichtsassistent, dann mehrere Jahre in der Farbstoff- und Färberei-Industrie tätig. 1889 habilitierte sich Bredt für organische Chemie in Bonn, war dort unter A. Kekulé erster Unterrichtsassistent und nahm 1897 einen Ruf als Nachfolger L. Claisens an die
TH Aachen an. - Bredts Experimentaluntersuchungen zeichnen sich durch Einheitlichkeit und strenge Folgerichtigkeit der Problemstellung aus. Sein Interesse gehörte zunächst den Verbindungen der Fettreihe, in erster Linie den Fettsäuren. Das Entscheidende an der von Bredt entworfenen und bewiesenen Campher-Formel (1893) ist die Verlegung der Isopropylgruppe als Brückenglied in den Ring und damit die Schaffung eines neuen Typs bicyclischer Ringsysteme. - Weiter verdanken wir Bredt eine Morphologie des Campherskeletts, die Begriffe der endo-exo-Isomerie, der meso-trans-Stellung und endlich die Aufstellung der Regel, daß in Brückenringen der Brückenkopf sich nicht an Doppelbindungen beteiligen kann. Diese “Bredtsche Regel“ zählt zum anerkannten Wissensbestand der Stereochemie.
Werke ↑
Zahlr.
Veröff. in:
Ann. d. Chemie,
Berr. d.
Dt. Chem.
Ges., Journal f.
prakt. Chemie;
Mithrsg.: Journal f.
prakt. Chemie, 1917 ff.
Literatur ↑
A. Stock, in:
Berr. d.
Dt. Chem.
Ges. 70, 1937, S. A 150;
Pogg. IV-VI
(W).Portraits ↑
Phot. in: R. Anschütz, A. Kekulé I, 1929; Journal f.
prakt. Chemie 213, 1922/23.
Autor ↑
Berthold Peter AnftEmpfohlene Zitierweise ↑
Anft, Berthold Peter, „Bredt, Konrad Julius“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
568
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116469552.html
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Bredt, Julius
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