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Bredt, Konrad Julius >>
Bredt, Johann Viktor
Staatsrechtslehrer und Politiker,
* 2.3.1879 Wuppertal-Barmen,
† 1.12.1940 Marburg/Lahn. (reformiert)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Viktor Richard (1849–81), Großkaufmann und Fabrikbesitzer,
S des Viktor (
S von Friedrich Wilhelm, siehe Einleitung) und der Amalie Molineus;
M Henriette Koll;
⚭ 1) Barmen 1902 Ada Bredt (geschieden 1912), 2) Marburg 1931 Olga Bredt.
Leben ↑
Bredt war 1897/98 Volontär beim Barmer Bankverein und studierte dann in Tübingen, Göttingen und Bonn Jura und Nationalökonomie. Er promovierte 1901 zum
Dr. jur., 1904 zum
Dr. phil. und habilitierte sich 1909 in Marburg. 1903-09 im Verwaltungsdienst tätig, wurde er 1910 Professor des Staats-, Verwaltungs-, Völker- und Kirchenrechts in Marburg. - 1911-18 war Bredt Mitglied des Preußischen
|Abgeordnetenhauses (freikonservativ), 1921 bis 1924 des Preußischen Landtags und 1924-32 als Führer der von ihm gegründeten Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) Mitglied des Reichstages. Als Inhaber zahlreicher politischer
u. a. Ehrenämter war er mit dem öffentlichen Leben der Stadt Marburg, der Provinz Hessen-Nassau und des Reiches eng verbunden. Er war 1926 Gutachter des parlamentarischen Untersuchungsausschusses über die Ursachen des deutschen Zusammenbruches und 1830/31 Reichsjustizminister im ersten Kabinett Brüning.-Bredt vertrat die Idee der Persönlichkeit auf politischem, wirtschaftlichem und kirchlichem Gebiet, seine kirchenrechtlichen Untersuchungen werden noch heute sehr beachtet, in der evangelisch-reformierten Kirche spielte er eine maßgebliche Rolle. -
Dr. theol. h. c. Bonn 1925.
Werke ↑
u. a. Die Trennung
v. Kirche u. Staat, 1919; Die Rechte d. Summus Episcopus, 1919; Neues
ev. Kirchenrecht f. Preußen, 3
Bde., 1921–27; Der Geist d.
dt. Reichsverfassung, 1924; Der
dt. Reichstag im Weltkrieg, 1926; Die
belg. Neutralität u. d. Schlieffensche Feldzugsplan, 1929;
Gesch. d.
Fam. B.,
21937; Haus
B.-Rübel, 1937; Die Verfassung d.
ref. Kirche in Cleve-Jülich-Berg-Mark, 1938.
Literatur ↑
Reichstagshdbb., 1924, 1928, 1930
(P);
Rhdb. I
(W);
RGG.
Autor ↑
Alfred MilatzEmpfohlene Zitierweise ↑
Milatz, Alfred, „Bredt, Johann Viktor“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
567 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd11867367X.html
Bredt, Johann Viktor
Name: Bredt, Johann Viktor
Lebensdaten: 1879 bis 1940
Geburtsort: Wuppertal-Barmen
Sterbeort: Marburg/Lahn
Beruf/Lebensstellung: Politiker; Staatsrechtslehrer
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Milatz, AlfredPND: 11867367X