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Aigner, Franz Johann
Physiker,
* 13.5.1882
St. Pölten,
† 19.7.1945 Wien (Selbstmord). (katholisch, seit 1938 gottgläubig.)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Franz Ignaz Aigner (
* 1844), Bezirksrichter in Haugsdorf;
M Franziska (
* 1851),
T des Georg Haberl, Wagnermeister in Mank, und der Johanna Reiter;
Gvv Ignaz Aigner, niederösterreichischer Landschaftsbeamter in Wien;
Gmv Katharina Augustin;
⚭ Wien 12.7.1941 Karoline Maria (1884–1945),
T des Wagenmeisters Bernhard Habiger (
* 1854) und der Wilhelmine Kinzl.
Leben ↑
Aigner studierte an der Universität in Wien, wurde dort 1906 auf Grund einer Arbeit über photoelektrische Erscheinungen zum
Dr. phil. promoviert und 1907 Assistent am physikalischen Laboratorium der Wiener Technischen Hochschule (unter G. Jäger). Aigners Forschungen umfaßten die Gebiete Elektro-Optik, Elektro-Akustik und Hochfrequenztechnik. 1918 habilitierte er sich an der Wiener Technischen Hochschule, an der er 1925 außerordentlicher Professor und 1930 ordentlicher Professor für technische Physik wurde. Während des ersten Weltkrieges war Aigner Berater der kaiserlich- königlichen Kriegsmarine. 1922 erschien sein Buch „Unterwasserschalltechnik“, das bald besondere Bedeutung für die Entwicklung des Rundfunks und des Tonfilms gewann. 1924 verlieh die Akademie der Wissenschaften in Wien Aigner den Haitinger-Preis. 1938 übersiedelte Aigner als Professor der Hochfrequenztechnik an das Elektrotechnische Institut der Wiener Technischen Hochschule und wurde 1939 Direktor des Schwachstrominstitutes dieser Hochschule und der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost sowie korrespondierendes Mitglied der Wiener Akademie der Wissenschaften. Grundlegende Erkenntnisse, durch die Aigner die Wissenschaft bereichert hat, sind: Die Feststellung, daß die Frequenzmodulation ausschließlich auf der Erzeugung Helmholtz'scher Kombinationsschwingungen beruht, und die von ihm erzielten Erfolge auf dem Gebiet der objektiven raumakustischen Meßtechnik. 1945 mußte Aigner das Professorenkollegium der Wiener Technischen Hochschule verlassen.
Werke ↑
Experimentelle
Stud. üb. d. Nachhall, in:
SB d. Wiener
Ak. d. Wiss., Mathemat.-
naturwiss. Kl. 123, 1914; Unterwasserschalltechnik, 1922.
Literatur ↑
A. Lechner,
Gesch. d.
Techn. Hochschule in Wien (1815–1940), Wien 1942;
Personenkartei d.
Techn. Hochschule in Wien;
H. Mache. Nachruf, in:
Alm. d.
Ak. d. Wiss. Wien f.
d. J. 1946, 96
Jg., Wien 1948.
Autor ↑
Erich Kurzel-RuntscheinerEmpfohlene Zitierweise ↑
Kurzel-Runtscheiner, Erich, „Aigner, Franz Johann“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
118
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137179154.html
Aigner, Franz Johann
Name: Aigner, Franz Johann
Lebensdaten: 1882 bis 1945
Geburtsort: St.Sankt Pölten
Sterbeort: Wien (Selbstmord)
Beruf/Lebensstellung: Physiker
Konfession: katholisch; gottgläubig
Autor NDB:
Kurzel-Runtscheiner, ErichPND: 137179154