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NDB-Artikel

<< Aigner, Franz Johann     Aitinger, Sebastian >>

Ainmiller (Ainmüller), Max Emanuel

Porzellan-, Glas- und Architektur-Maler, * 14.2.1807 München, 8.12.1870 München. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Lorenz Josef Ainmiller, Aktuar; M Katharina Humel; 1832 Antonie, T des Goldschmieds F. A. Weishaupt, München: S Heinrich (1837–92), Glasmaler und Kartonzeichner.

Leben  
Ainmiller trat 1822 als Malerzögling in die Porzellan-Manufaktur Nymphenburg ein, wechselte aber schon früh in die seit 1826 an der Manufaktur bestehende Glasmalerei-Abteilung über. Nebenher studierte er an der Münchener Akademie unter Friedrich Gärtner Architektur, Perspektive und Ornamentik. Ainmiller schuf zu fast allen monumentalen Glasmalereien, die die Porzellan-Manufaktur von 1828-70 verließen, die architektonischen Umrahmungen und ornamentalen Teile. Daneben galt sein Interesse der Vervollkommnung der Technik der Glasmalerei. Er verbesserte die Franksche Malweise mit Muffelfarben und schuf ein brauchbareres, in der Masse gefärbtes Hüttenglas in vielen Nuancen. Bei seinen Versuchen in den Glashütten von Benediktbeuern und Wolfratshausen gelang es ihm als erstem farbiges Glas farbig zu überfangen. 1851 übernahm Ainmiller die nach dem Tode von S. Frank (1847) vollständig aus dem Verband der Nymphenburger Porzellan-Manufaktur ausgeschiedene königliche Glasmalereianstalt ganz auf eigene Rechnung und machte sie, unterstützt von ausgezeichneten Kartonzeichnern, zu einer der führenden Spezialanstalten Europas. Daneben war Ainmiller auch als Architekturmaler tätig und seine Gemälde, meist gotische Innenräume, waren sehr gesucht.

Werke  
u. a. Monumentale Glasmalereien: Regensburger Dom (1828–33); München, Mariahilfkirche Au (1834–43); Köln, Dom (1844–48); 14 Fenster f. irländ. Kirche (1842); Speyer, Dom; London, St. Paul; Petersburg, Isaakskathedrale; Glasgow, Kathedrale; Cambridge, Univ. Kirche; Edinburgh, Parlamentshaus; Rom, Vatikan; Stuttgart, Engl. Kirche. - Architekturmalereien: Got. Kirchenraum, 1831 (Kunsthalle Hamburg); Klostergang (1844); Zimmer auf Hohensalzburg (1845); Westminster-Abtei, Chor (1846, Basel, Öffentl. Slg.), Poetenwinkel mit Shakespeare-Denkmal, Seitenschiff (1856), Inneres (1849); Inneres einer ital. Kirche (1855, München, Neue Pinakothek); Byzantin. Kirche (1857, Berlin, Nat. Gal. Slg. Wagener); Wien, Stephanskirche (Hannover, Prov. Mus.); Handzeichnungen u. Aquarelle in d. Münchner Graph. Slg.

Literatur  
ADB I; F. Pecht, Gesch. d. Münchner Kunst, 1888: F. v. Bötticher, Malerwerke d. 19. Jh.s, 1891; J. L. Fischer, 40 Jahre Glasmalkunst, 6, 1911; ders., Hdb. d. Glasmalerei. 1937; R. Oldenbourg,|Die Münchner Malerei d. 19. Jh.s, 1922; F. H. Hoffmann, Gesch. d. bayer. Porzellan-Manufaktur Nymphenburg, 1923; ThB; Bénézit I, 1948.

Portraits  
Holzsch. in: LIZ 19, 1852, S. 393.

Autor  
Heinz Merten
Empfohlene Zitierweise  

Merten, Heinz, „Ainmiller, Max Emanuel“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 118-119 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116257520.html

ADB-Artikel

<< Aiguillon, Franz von     Aist, Dietmar >>

Ainmiller, Max Emanuel

 LebenAutorZitierweise

Leben  
Ainmiller: Max Emanuel A. , Glas- und Landschaftsmaler, geb. zu|München 14. Febr. 1807, † 9. Dec. 1870 daselbst, machte seine Studien an der Münchener Akademie unter Gärtner und kam als Decorateur in die k. Porzellanfabrik zu Nymphenburg. Einen entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben machte die Bekanntschaft mit S. Frank, der die Glasmalerei wieder in die Höhe zu bringen suchte. Es gelang auch A. , immer erfolgreicher an der Ausbildung derselben zu arbeiten. Er leitete die Ausführung der Fenster für den Regensburger Dom, die von König Ludwig I. bestellt worden waren. Nach glücklicher Lösung dieser ersten bedeutenderen Aufgabe wurden dann die Fenster der neuen gothischen Kirche in der Vorstadt Au bei München ausgeführt. Nachdem die Manufactur königlich geworden war, wurde A. im J. 1844 Inspector derselben. Eine Menge Arbeiten gingen nun aus ihr hervor, wie die Fenster der Dome zu Speier und Köln, der Paulskirche in London etc. A. zeichnete hierfür hauptsächlich die Ornamente, die Figuren sind zumeist von den Münchener Historienmalern Fischer, Schraudolph, Stöckel, Schnorr u. A.
Bemerkenswerth sind auch seine Architekturbilder, hauptsächlich gothische Kircheninterieurs, die zu den besten Werken dieser Art in der neuern Malerei gehören. In der neuen Pinakothek von München finden sich zwei große Ansichten der Westminsterabtei zu London.

Autor  
W. Schmidt.
Empfohlene Zitierweise  

Schmidt, Wilhelm, „Ainmiller, Max Emanuel“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 166-167 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116257520.html?anchor=adb

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 118-119
ADB 1 (1875), S. 166-167
Erwähnungen: 
NDB 21 (2003), S. 400 in Artikel Reithmann, Christian

PND: 116257520
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Index

Ainmiller, Max Emanuel

Name: Ainmiller, Max Emanuel
Namensvariante: Ainmüller, Max Emanuel
Lebensdaten: 1807 bis 1870
Geburtsort: München
Sterbeort: München
Beruf/Lebensstellung: Porzellanmaler; Glasmaler; Architekturmaler; Landschaftsmaler
Konfession: katholisch
Autor NDB: Merten, Heinz
Autor ADB: Schmidt, Wilhelm
PND: 116257520

Weitere Informationen

Informationsangebote zu

Ainmiller, Max Emanuel

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116257520

Normdaten
Personennamendatei (PND)
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