<< Aichner, Simon
Aigner, Franz Johann >>
Aicholz (Aichholtz), Johann Emerich
Mediziner,
* 1520 Wien,
† 6.5.1588 Wien. (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
⚭ 1) 1557 Ursula (
† 1560), 2) 1561 Katharina (
† 1566), 3) Anna Unverzagt; aus 2)
S Hans,
T Katharina.
Leben ↑
Aicholz studierte seit 1536 an der Wiener Universität, ging 1543 nach Wittenberg, wo er 1547 Magister wurde und zur neuen Glaubenslehre übertrat. 1550 kurz in Wien, ging er als Erzieher auf Reisen nach Frankreich und Italien; seit 1555 in Padua, erwarb er dort den Doktor der Medizin und der Philosophie. 1557 ließ sich Aicholz als Arzt in Wien nieder, wo er bald eine Professur erhielt und den Anatomie-Unterricht übernahm. Als im Oktober 1558 die Pest auszubrechen drohte, wurde Aicholz als damals jüngstes Glied der Fakultät zum Magister sanitatis mit 200 Gulden Jahresgehalt vorgeschlagen; im Dezember 1560 wurde er zur Behandlung des Palatins Graf Thomas Nadasdy davon für drei Monate beurlaubt. Aicholz war seit 1559 fünfmal Dekan und 1574 Rektor. 1581 wurde er, als guter Praktiker bekannt, zu Kaiser Rudolf II. nach Prag gerufen. Angeblich mit Paul Fabricius legte er einen botanischen Garten an, in dem der berühmte niederländische Botaniker Carl Clusius, der mit ihm befreundet war und in Wien (1573–87) in seinem Hause wohnte, viele seltene Pflanzen zum ersten Mal sah. Aicholz vermachte dem Rat zu Nürnberg 10000 Goldgulden, deren Zinsen (400 Gulden) an zwei Medizinstudenten sechs Jahre lang für Reisen ausgezahlt werden sollten.
Werke ↑
Consilium in Hydrope monstroso.
Literatur ↑
J.
v. Aschbach,
Gesch. d. Wiener
Univ. III, 1888, S. 119 ff.
u. ö., Nachträge zu III, 1898, S. 1-26;
L. Senfelder, Paul de Sorbait, in: Wiener
klin. Rdsch.,
Nr. 21-30, Wien 1906;
ders.,
Gesch. d. Wiener Stadtphysikates. in:
Mitt. d. K. u. K. Arch. f. Nieder-
Österr., Wien 1908;
L. Schönbauer, Das medizin. Wien, Wien
21947, S. 80;
Jöcher, 1750;
BLÄ I, 1929.
Autor ↑
Karl SchadelbauerEmpfohlene Zitierweise ↑
Schadelbauer, Karl, „Aicholz, Johann Emerich“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
117-118
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd13717893X.html
Aicholz, Johann Emmerich
Name: Aicholz, Johann Emmerich
Namensvariante: Aichholtz, Johann Emmerich
Lebensdaten: 1520 bis 1588
Geburtsort: Wien
Sterbeort: Wien
Beruf/Lebensstellung: Mediziner
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Schadelbauer, KarlPND: 13717893X
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Aicholz, Johann Emmerich
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13717893X
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