<< Böckel, Otto G. K.
Boeckh. >>
Böckeler, Heinrich
katholischer Kirchenmusiker,
* 11.7.1836 Köln,
† 24.2.1899 Aachen.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Peter
Jos. Heinrich, Kattunfärber,
S des Ludwig, Färbereibesitzer, und der Helena Kalthoff;
M Cath.,
T des Heinrich Odenbach, Spezereiwarenhändler in Köln, und der
Marg. Culartz.
Leben ↑
Böckeler besuchte die Universität Bonn und das Priesterseminar Köln. 1860 wurde er zum Priester geweiht und studierte als Kaplan in Köln (
St. Johann 1860–62) am Kölner Konservatorium unter Ferdinand Hiller Musik. Nach seiner Berufung als Stiftsvikar in Aachen (1862) reorganisierte er das Choralenhaus (Knabensingschule mit Internat) und wurde Stiftskapellmeister und später Ehrenstifts
|herr. Böckeler setzte sich mit Erfolg für die kirchenmusikalischen Restaurierungsvorschriften des Kölner Provinzial-Konzils (1860) ein: Wiedereinsetzung des gregorianischen Chorals in seine liturgischen Rechte, Pflege der altklassischen Vokal-Polyphonie, Zurückdrängung der zeitgenössischen, verweltlichten Instrumental-Kirchenmusik, Ablehnung der Frauenstimmen in der liturgischen Musik, Förderung der Knabenstimme. In Verfolgung dieser Ziele gründete er 1876 die Zeitschrift „Gregoriusblatt“ und 1881 die erste westdeutsche Organistenschule mit Internat, das „Gregoriushaus“, wo seit 1887 der Komponist Franz Nekes (
† 1914) sein Mitarbeiter wurde.
Werke ↑
Btrr. z. Glockenkde., 1882; Kurze
Gesch. d. Singschulen, 1890.
Literatur ↑
Gregoriusbl., 1876 ff.;
F. R. Bornewasser, in:
Festschr. Gregoriushaus, 1906
(P);
LThK.
Autor ↑
Heinrich FreistedtEmpfohlene Zitierweise ↑
Freistedt, Heinrich, „Böckeler, Heinrich“,
in: Neue Deutsche Biographie
2
(1955), S.
365 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd129653934.html
Böckeler, Heinrich
Name: Böckeler, Heinrich
Lebensdaten: 1836 bis 1899
Geburtsort: Köln
Sterbeort: Aachen
Beruf/Lebensstellung: katholischer Kirchenmusiker
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Freistedt, HeinrichPND: 129653934