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<< Beyschlag.     Beyschlag, Johann Heinrich Christoph Willibald >>

Beyschlag, Franz

Geologe, * 5.10.1856 Karlsruhe, 23.7.1935 Berlin. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Willibald s. (2); 1884 Käthe Stadelmann; S Rudolf, Professor für Bergbau und Aufbereitungskunde an der TH Berlin.

Leben  
Nach praktischer Tätigkeit in Erz- und Steinkohlenbergwerken des Rheinlandes, Westfalens und Nassaus studierte Beyschlag an der Universität Halle und an der Bergakademie Berlin, arbeitete vorübergehend wieder im Bergbau und war anschließend als Geologe tätig. 1895 wurde er Professor für Geognosie und Lagerstättenkunde an der Bergakademie Berlin, 1901 wissenschaftlicher Direktor der Geologischen Landesanstalt und 1922 ihr Präsident. - Als Bezirks- und Landesgeologe betreute Beyschlag vor allem Thüringen, so daß ihm die stratigraphische Gliederung des Rotliegenden gelang. Als Direktor der Geologischen Landesanstalt und Vorsitzender der Deutschen Geologischen Gesellschaft entwickelte Beyschlag große Tatkraft. Seiner Initiative entsprangen die „Karte der nutzbaren Lagerstätten Deutschlands“ in 76 Blättern, die Berechnung der Kohlen-, Kalisalz- und Eisenerzvorräte Deutschlands, die vom XI. Internationalen Geologenkongreß in Stockholm 1910 angeforderte Berechnung der Eisenerzvorräte der Erde. Ferner wurde durch den Geologenkongreß Beyschlag die Herausgabe der Geologischen Karte der Erde übertragen, ein Zeichen dafür, daß er der von ihm geleiteten Königlich Preußischen Geologischen Landesanstalt den ersten Platz in der Weltrangordnung errungen hatte.

Werke  
u. a. Geognost. Skizze d. Umgebung v. Crock im Thür. Wald, 1882; Das Jüngere Steinkohlengebirge u. d. Rotliegende in d. Prov. Sachsen, in: Abhh. d. Kgl. Geol. Landesanstalt, NF 10, 1900; Die Braunkohlenformation in Niederhessen, in; Hdb. f. d. dt. Kohlenbergbau, 1907, 31927; Die Lagerstätten d. nutzbaren Mineralien u. Gesteine, 2 Bde., 1910–13, 21914-21; Mitt. üb. d. Eisenvorräte d. Welt, 1910; Die Versorgung Dtld.s mit Stahlveredelungsmitteln, 1918; 17 Bll. d. Geol. Karte v. Preußen mit Erläuterungen, 1890–1907; Carte Géologique internationale de l'Europe (49 Bll.), 1893–1913; Geol. Karte d. Erde (12 Bll.), 1929–32; Hrsg.: Zs. f. Prakt. Geol., Halle (über ein Jahrzehnt).

Literatur  
Jb. d. Preuß. Geol. Landesanstalt 56, 1935; FF, 1935, S. 27; Kali u. Erdöl 29, 1935, S. 173-75; W. Serlo, Männer d. Bergbaus, 1937.

Portraits  
in: Zs. d. dt. geolog. Ges., Bd. 88, 1936.

Autor  
Heinrich Quiring
Empfohlene Zitierweise  

Quiring, Heinrich, „Beyschlag, Franz“, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 209 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116160357.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 2 (1955), S. 209
Erwähnungen: 
NDB 2 (1955), S.  209*
NDB 2 (1955), S.  209 Familienartikel

PND: 116160357
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Index

Beyschlag, Franz

Name: Beyschlag, Franz
Lebensdaten: 1856 bis 1935
Geburtsort: Karlsruhe
Sterbeort: Berlin
Beruf/Lebensstellung: Geologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Quiring, Heinrich
PND: 116160357

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Beyschlag, Franz

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116160357

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