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Bardua, Karoline

Malerin, * 11.11.1781 Ballenstedt (Harz), 2.6.1864 Ballenstedt (Harz).


GenealogieLebenWerkeLiteraturPortraitsAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann Adam Bardua (1740–1818), Kammerdiener des Erbprinzen Alexius von Bernburg, aus Neustadt/Haardt, französischer Abstammung, sehr musikalisch; M Sophie Sabine Kirchner (1760–1825); B Ernst Bardua (1784–1867), Geheimer Justizrat in Coswig ( 1810 Marianne von Quernheimb), Ludwig Bardua (1795–1843), Kammergerichtsrat in Berlin ( 1827 Emilie Pelkmann, 1805–65); Schw Wilhelmine Bardua (1798–1865), Sängerin, Biographin.

Leben  
Bardua gehört zu jenen Frauengestalten der Goethezeit und des Biedermeier, die sich nicht allein durch ihre vielseitigen Talente, sondern mehr noch durch ihre Persönlichkeit auszeichneten. Tief, klar, fest, treu nennt sie Maxe von Arnim. Der jungen Malerin gab Heinrich Meyer in Weimar 1805-07 die erste Anleitung, dann hat G. von Kügelgen in Dresden sie 1801-11 sachlich gefördert. Zählten später Halle, Heidelberg, Paris und Frankfurt zu ihrem Wirkungskreis, so waren Ballenstedt und Berlin ihr wechselweise Heimat. Lebenslang hat die Schwester Mine sie begleitet und Achtung und Freundschaft von Goethe und Bettina, von Caspar David Friedrich und G. von Kügelgen, vom preußischen Hof und der Herzogsfamilie in Ballenstedt mit ihr geteilt. - Bardua kommt es in ihren Bildern weniger auf die Charakterisierung der Persönlichkeit als auf die Besonderheiten der äußeren Erscheinung an.

Werke  
Zahlreiche Porträts, u. a. v. Caspar David Friedrich, Julius Eduard Hitzig, Niccolo Paganini, Gottfried Schadow, Johanna Schopenhauer; freie Bildkompositionen religiösen u. allg. Inhalts; Titelzeichnungen z. „Kaffeterztg.“, Ztschr. d. Berliner Kaffeterges. (Künstler. Jungmädchenbund aus d. Berlin d. Vormärzzeit); Christiane v. Goethe, Oel, um 1807 (Goethe-Nat.-Mus. Weimar); August v. Goethe, Oel, um 1807 (ebenda); Maxe, Armgard, Gisela v. Arnim, drei Ölgem. um 1845 (seit März 1951 Goethe-Mus. Frankfurt).

Literatur  
Jugendleben d. Malerin C. B., nach einem Ms. ihrer Schwester Wilhelmine B., hrsg. v. Walter Schwarz (Ps. d. i. Wanda v. Daliwitz), 1874 (P); dies., Die Schwestern B., in: Westermanns Mhh., Bd. 81, März 1897, S. 789-802; dies., Ein verschollenes Goethebildnis, in: Der Sammler 16, Berlin o. J., S. 248-51; F. Zarncke, Goetheschrr., 1897, S. 138 f.; Die Bildnisse Goethes, hrsg. v. E. Schulte-Strathaus, 1910, S. 45; W. Bardua, K. B. in Weimar, in: Stunden mit Goethe, hrsg. v. W. Bode, VII, 1911, S. 98-108; Goethe-Hdb., hrsg. v. J. Zeitler, I, 1916, S. 145; W. van Kempen, C. B. als Malerin, in: Beil. z. Anhalt. Rdsch., Nov. u. Dez. 1919; H. Peper, in: Mitteldt. Lb., Bd. 1, 1926 bis 1930, S. 107-16 (L, P); J. Werner, Die Schwestern B., Bilder aus d. Ges.-, Kunst- u. Geistesleben d. Biedermeierzeit, aus W. Barduas Aufzeichnungen gestaltet, 1929 (W, P); ders., Maxe v. Arnim, Tochter Bettinas, Gfn. Oriola, ein Lebens- u. Zeitbild aus alten Qu. geschöpft, 1937, S. 60, 187 ff. (P); F. Ernst, Essais II, Zürich 1946, S. 255 bis 264; ThB; Nagler I, Wien 1924, S. 266 f.

Portraits  
Kreidezeichnung v. A. Graff (1736–1813), in amerikan. Besitz, Abb. in: J. Werner, Die Schwestern B. (s.L), S.16; Selbstbildnis mit Laute, Zeichnung, Stadtmus. Dresden (Carusalbum), Abb. ebenda.

Autor  
Josefine Rumpf
Empfohlene Zitierweise  

Rumpf, Josefine, „Bardua, Karoline“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 587 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd116056363.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 587

PND: 116056363
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Index

Bardua, Karoline

Name: Bardua, Karoline
Lebensdaten: 1781 bis 1864
Geburtsort: Ballenstedt (Harz)
Sterbeort: Ballenstedt (Harz)
Beruf/Lebensstellung: Malerin
Konfession: keine Angabe
Autor NDB: Rumpf, Josefine
PND: 116056363

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Bardua, Karoline

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116056363

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