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Bardt, Karl (Carl)

klassischer Philologe, * 30.11.1843 Lubosch (Kreis Birnbaum, Provinz Posen), 17.7.1915 Charlottenburg. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Carl Bardt, Rittergutsbesitzer; M Ida Neumann; 1874 Luise Aldenhoven ( 1900).

Leben  
Nach Verlassen des Magdalenen-Gymnasiums zu Breslau studierte Bardt 1862-67 in Berlin (Th. Mommsen, A. Boeckh, M. Haupt, J. G. Droysen, K. Müllenhoff u. a.). 1866 auf Grund einer Mommsen gewidmeten Dissertation, die aufhorchen ließ, zum Dr. phil. promoviert, war er nach Ablegung des Oberlehrer-Examens 1867-77 am königlichen Wilhelms-Gymnasium zu Berlin tätig, anschließend als|Gymnasialdirektor in Neuwied und ab 1881 in Elberfeld, von wo er 1887 als Direktor des Joachimsthalschen Gymnasiums nach Berlin berufen wurde. Seine Tätigkeit als Erzieher, die ihn begeisterte, gestattete ihm nur wenige Veröffentlichungen aus seinen umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der römischen Geschichte und Literatur. Die „Charakterköpfe“ wie auch manche der kleineren Arbeiten Bardts verdienen noch heute Beachtung, seine Übersetzungen werden nach wie vor eingesehen; doch darf zusammenfassend festgestellt werden, daß seine eigentliche Bedeutung in erster Linie in der in jeder Hinsicht vorbildlichen Wahrnehmung des Direktoriums der ihm anvertrauten Gymnasien bestand.

Werke  
Quaestiones Tullianae, Diss. Berlin 1866; Die Priester d. 4 großen Kollegien aus röm.-republikan. Zeit, Progr. 1871; Zinswucher d. M. Brutus, Progr. 1898; Th. Mommsen, 1903; Planius u. Lepidus im Mutinens. Krieg, 1907; Röm. Charakterköpfe, 1913, 1921, 1925; Überss.: Die Sermonen d. Q. Horatius Flaccus, 1887–90, 1907; Röm. Komödien, 1903–11, 21909-13.

Literatur  
P. Stengel, in: Jb. d. philolog. Ver. z. Berlin, 1913, S. 271 ff. (W); H. Klammer, in: Das humanist. Gymnasium, 1915, S. 195 ff.; Wi. VI, 1912; BJ Überleitungsbd. I (Totenliste 1915).

Autor  
Klaus Günther Loeben
Empfohlene Zitierweise  

Loeben, Klaus Günther, „Bardt, Karl“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 586 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd117563293.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 586 f.

PND: 117563293
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Index

Bardt, Karl

Name: Bardt, Karl
Lebensdaten: 1843 bis 1915
Geburtsort: Lubosch (Kreis Birnbaum, Provinz Posen)
Sterbeort: Charlottenburg
Beruf/Lebensstellung: klassischer Philologe
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Loeben, Klaus Günther
PND: 117563293

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Bardt, Karl

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117563293

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