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<< Badehorn, Leonhard     Badeni, Kasimir Graf von >>

Badenfeld (genauer Czeike von Badenfeld), Eduard Karl Franz Heinrich Eusebius Johann Sarkander Freiherr von(seit 1827, Pseudonym Eduard Silesius)|

Jurist und Schriftsteller, * 14.8.1800 Troppau, 6.12.1860 Schloß Hoditz. (katholisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Karl Josef Czeike Ritter (seit 1788), Freiherr (seit 1827) von Badenfeld, Großgrundbesitzer; M Katharina von Hauer; Gvv Tuchfabrikant (böhmischer Adelsstand mit Prädikat von Badenfeld seit 1771); 1) 1827 Maria Anna Corbon de Lery, 2) 1841 Adelheid Corbon de Lery; 6 K.

Leben  
Badenfeld hatte seit 1808 F. Ens zum Erzieher, den späteren Troppauer Lehrer und Mitbegründer des dortigen Gymnasialmuseums. Gemeinsam mit J. L. von Deinhardstein, F. Halm, N. Lenau, E. von Bauernfeld und J. G. Seidl studierte er in Wien die Rechte. 1826 trat er in den Staatsdienst, wurde Kreiskommissär, 1840 Hofkonzipist und lebte die späteren Jahre in Dresden im Ruhestand. Neben selbständigen Publikationen erschienen - seit 1826 auch unter dem Pseudonym - aus seiner Feder zahlreiche literarische Beiträge vornehmlich in Wiener Zeitschriften und Almanachen. Die meisten seiner Werke, besonders die Reiseschilderungen, sind aus dem Geiste der Kalobiotik verfaßt. Als Verfechter eines popularphilosophischen Standpunktes war er ein entschiedener Gegner der Schule Hegels, welche er in ihren Vertretern D. F. Strauß und L. Feuerbach sowie in dem Materialisten K. Vogt bekämpfte. Badenfeld kann als Vertreter der späten nachkantianischen Moralpsychologie gelten, wie sie besonders für den österreichischen Vormärz charakteristisch ist.

Werke  
Hanswursts Verbannung (Dramatische Bagatelle), 1836; Tag- u. Nachtfalter (Novellen), 1837; Alraunen (Märchen), 1839; Der Kampf um Tirol (2 histor. Schauspiele), 1842; Spaziergang durch d. Alpen v. Traunstein z. Montblanc, 1844, 3 Bde.; Ewiges im Zeitenwechsel (Lyr.-didakt. Gedicht), 1844, neue Ausg. 1848; Gedichte in Ost u. West, 1844–46; Ein neues Buch v. d. göttl. Dingen od. d. Philos. eines Weltmanns, 1845; Gedichte, 2 Bde., 1846; Bühnenspiele, 1847; Anfangsgründe d. Psychol. f. d. nicht studierende Jugend u. f. ältere Freunde einer populären Lebensweisheit, 1848; Der moderne Materialismus in seiner Nichtigkeit u. Erbärmlichkeit…, 1849; Episode aus d. Leben d. Herrn Otto Wilh. v. Zastrow…, 1859; Die noble Passion d. Jagens…, 1860; Alpenbilder aus Tirol, 1860, 21862; Der Unsinn u. d. Unzucht d. Duells. 1861; Reisenebelbilder, 1861.

Literatur  
A. Kettner, Füllstein (Fulmenstein), Sedlnitzky, Hoditz u. B. Ein Gedenkblatt…, in: Ztschr. d. dt. Ver. f. d. Gesch. Mährens und Schlesiens, 15, 1911, S. 373-78; Goedeke XII, 1929, S. 398-401 (L, W); Wurzbach I; Kosch, Lit.-Lex. I (L, W).

Autor  
Robert Mühlher
Empfohlene Zitierweise  

Mühlher, Robert, „Badenfeld, Eduard Karl Franz Heinrich Eusebius Johann Sarkander Freiherr von“, in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 510 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd11603047X.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 1 (1953), S. 510

PND: 11603047X
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Index

Badenfeld, Eduard Freiherr von

Name: Badenfeld, Eduard Freiherr von
Namensvariante: Badenfeld, Eduard Karl Franz Heinrich Eusebius Johann Sarkander Freiherr von
Namensvariante: Czeike von Badenfeld, Eduard Freiherr von
Namensvariante: Czeike von Badenfeld, Eduard Karl Franz Heinrich Eusebius Johann Sarkander Freiherr von
Namensvariante: Silesius, Eduard
Lebensdaten: 1800 bis 1860
Geburtsort: Troppau
Sterbeort: Schloß Hoditz
Beruf/Lebensstellung: Schriftsteller; Jurist
Konfession: katholisch
Autor NDB: Mühlher, Robert
PND: 11603047X

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Badenfeld, Eduard Freiherr von

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