<< Ackermann.
Ackermann, Wilhelm Heinrich >>
Ackermann, Rudolf
Kunsthändler und Industrieller,
* 20.4.1764 Stollberg (Erzgebirge),
† 30.3.1834 Finchley (Middlesex). (evangelisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Barthel Ackermann (1723–98), Sattlermeister in Stollberg, dann Gutspächter in Bärenstein;
M Justine Susanne,
T des Tuchscherermeisters Schaarschmidt in Stollberg;
⚭ 1) London 1795 Martha Massey, 2)
ca. 1827 (?); 5
S , 2
T u.a. Rudolph Ackermann (
† 1868), führte das väterliche Geschäft weiter;
N Wilhelm Heinrich Ackermann (s. 2).
Leben ↑
Ackermann durchwanderte als Sattler und Wagenbauer Deutschland, Frankreich und England, ließ sich spätestens 1786 in London nieder und eröffnete dort 1796 eine Kunsthandlung und eine Manufaktur für Farben. 1809 begann er die Herausgabe seiner Kunstzeitschrift “Repository of Arts, Litterature, Commerce, Manufactures, Fashions and Politics“ (bis 1829), in der er ab 1817 lithographische Abbildungen brachte. Sie wurde der Vorläufer der Magazine und illustrierten Zeitschriften. 1817 führte Ackermann das von Alois Senefelder erfundene Steindruckverfahren in England ein. Ab 1801 imprägnierte er in seiner Fabrik in Chelsea Papier und Stoffe mit Gummilösung (Waterproofs) und beleuchtete die Arbeitsplätze als einer der ersten mit Gas. 1818 nahm er ein englisches Patent auf die von dem bayerischen Hofwagner Georg Lankensperger 1816 erfundene Wagenlenkung mit beweglichen Achsen, die noch heute in der Automobilindustrie Ackermann- oder A-Lenkung genannt wird. - Nach der Schlacht bei Leipzig organisierte Ackermann eine großzügige Hilfsaktion für deutsche Kriegerwitwen und -waisen, sowie für Verwundete und deren Familien.
Literatur ↑
ADB I;
Didaskalia, (Frankfurt a. M.) 13.4.1864,
Nr. 103;
Allg. Ztg., (Chemnitz) 1911,
Wiss. Beil.,
Nr. 24;
W. J. Burke, R.
A., Promoter of the arts and sciences, in:
Bull. of the New York Public Library 38, 1934, S. 807-26, 939-53
(W, P);
DNB I, 1885;
Enc. Americana I, 1945.
Autor ↑
Carl Graf von KlinckowstroemEmpfohlene Zitierweise ↑
Klinckowstroem, Carl Graf von, „Ackermann, Rudolf“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
36
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116006048.html
<< Ackermann, Leopold
Ackner, Johann Michael >>
Ackermann, Rudolph
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Ackermann: Rudolph
A.
, Buch- und Kunsthändler, geb. 20. April 1764 zu Schneeberg, † 30.
März 1834, erhielt seinen ersten Unterricht in der latein.
Schule seiner Vaterstadt. Sein Wunsch, eine Universität zu
besuchen, wurde durch die Armuth seiner Mittel unmöglich. Er
erlernte darum das Sattlerhandwerk, welches auch sein Vater
betrieb. Als Sattler und Wagenbauer durchwanderte er Deutschland,
Frankreich und zuletzt England, wo er in London durch
|seine in Paris gefertigten Wägen bekannt geworden war und
nun Aufträge zu solchen von allen Seiten erhielt. Dies trieb er
bis 1795. Dann legte er eine Kupferstichhandlung an, welche bald
sehr blühend wurde. Mit ihr verband er eine Manufactur von Farben
für Landschafts- und Miniaturmaler; erfand ein dickes Cartonpapier
für letztere, veranstaltete das Erscheinen von verschiedenen
artistlitterar. Erzeugnissen, u. a. des bekannten Taschenbuchs "Forget me not" und betheiligte sich bei
verschiedenen neuen technischen Erfindungen (vgl. oben F. E.
Accum). Seit 1830 zog er sich, fast erblindet, von allen
Geschäften zurück, welche nun seine Söhne übernahmen.
Literatur ↑
Börsenblatt f. d. d. Buchhandel 1834. Literary gazette 1834. Zeitgenossen IV. 13. 1819 S. 8
Autor ↑
Walther.
Empfohlene Zitierweise ↑
Walther, „Ackermann, Rudolph“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
38-39
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116006048.html?anchor=adb
Ackermann, Rudolf
Name: Ackermann, Rudolf
Lebensdaten: 1764 bis 1834
Geburtsort: Stollberg (Erzgebirge)
Sterbeort: Finchley (Middlesex)
Beruf/Lebensstellung: Kunsthändler; Industrieller; Buchhändler
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Klinckowstroem, Carl Graf vonAutor ADB:
WaltherPND: 116006048