<< Arn
Arnaud, Henri >>
Arn
Bischof von Würzburg,
† 13.7.892 an der Chemnitz (Sachsen).
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Unbekannter Herkunft, als Schüler des Würzburger Bischofs Gozbald wohl Angehöriger des Domstifts Würzburg, wurde Arn wohl noch 855 von Ludwig dem Deutschen zum Bischof von Würzburg ernannt. Im Dienste des Reiches und der Reichskirche nahm er wiederholt an Reichstagen und Reichssynoden teil (Worms 857?, Mainz 857?, Worms 868, Mainz 888, Forchheim 890); er erscheint in Beziehungen zu Hinkmar von Reims und Ludwig dem Jüngeren; mehrfach urkundet er als Schiedsmann. In vier Feldzügen ist er als Heerführer und Wahrer der Ostaufgabe seines Bistums bezeugt; beim heutigen Frankenberg (Sachsen) fiel er im Kampf mit den Sorben. In Würzburg baute Arn an Stelle des 855 niedergebrannten Salvatordomes einen neuen Kilian-Dom und errichtete wohl im Ostteil der Diözese in zehn Jahren neun Kirchen. Er wurde früher in Franken unter dem 13. Juli als Heiliger verehrt.
Literatur ↑
ADB I; F. Stein,
Gesch. Frankens I, 1882, S. 72 bis 85; E. Dümmler,
Gesch. d. ostfränk. Reiches III, 1888, S. 355; C. Klotzsch, Tod d. Bischofs
A. v. Würzburg, in:
NA f.
sächs. Gesch. 29, 1908, S. 273-81;
Hauck II, S. 729 f.;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques IV, 1930, S. 542;
LThK;
s. a. G. Wolff,
Bücherkde. d.
fränk. Gesch., H. 1, 1937
(L).
Autor ↑
Wilhelm EngelEmpfohlene Zitierweise ↑
Engel, Wilhelm, „Arn“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
356
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118968165.html
<< Arno von Salzburg
Arno >>
Arno
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Arno, 855—892 Bischof zu
Würzburg, von unbekannter Herkunft, ein Schüler
seines Vorgängers B. Gozbald, wurde vom Könige Ludwig d. D. im J.
855 zum Würzb. Bischof ernannt. Er war der Wiederhersteller der
unter seinem Vorführer durch Unglücksfälle in Schutt verwandelten
Domkirche, so wie er sein Bisthum mit neun weiteren Kirchen
bereicherte.
A.
war einer der thätigsten Männer seiner Zeit, mochte es
sich um kirchliche oder politische Angelegenheiten handeln. Tapfer
beschützte er die Reichsgrenze gegen die Sorben, Böhmen und
Mährer, bis zu seinem Tode kriegerisch thätig. Dem vom Kaiser Karl
dem Dicken 884 abgehaltenen Reichstag wohnte
A.
als hervorragendes Mitglied bei, wie er auch an dem
dort gegen die Normannen beschlossenen Kriege eifrigen Antheil
nahm. Von seinem Eifer für Aufrechthaltung kirchlicher Rechte
zeugt Canon VIII der Mainzer Synode von
888. Im J. 889 begab sich
A.
zum König Arnulph nach Frankfurt, von dem er eine neue
Bestätigung aller Stiftsprivilegien im vollsten Maaße zu erhalten
wußte. Dem Reichstag und der Kirchensynode zu Forchheim 890 wohnte
er bei und zog zwei Jahre später abermals in den Krieg gegen die
Mährer auf Veranlassung des thüringischen Markgrafen Poppo. In
diesem Kriege wurde er während der Messe unter einem Zelte am 13.
Juli 892 mit den Seinen von einer seindlichen Rotte überfallen und
erschlagen. In Franken galt
A.
beim Volke als Märtyrer und Heiliger. Vgl.
Eckhardt,
|"Comment. de reb. Franc.
Orient." Tom II. S. 443 ff. und über den Ort (Klaffenbach bei
Chemnitz), an dem er ermordet wurde: "Chilianeum, Blätter f. kath.
Wissenschaft" Bd. III. S. 67 ff.
Autor ↑
Ruland.
Empfohlene Zitierweise ↑
Ruland, Carl, „Arno“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
577-578 unter Arno
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd118968165.html?anchor=adb
Arn
Name: Arn
Namensvariante: Arn von Würzburg
Namensvariante: Arno von Würzburg
Namensvariante: Arno
Lebensdaten: erwähnt wohl 855, gestorben 892
Sterbeort: an der Chemnitz (Sachsen)
Beruf/Lebensstellung: Bischof von Würzburg
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Engel, WilhelmAutor ADB:
Ruland, CarlPND: 118968165