<< Anton, Konrad Gottlob
Antonius von Königstein >>
Anton, Paul
lutherischer Theologe,
* 12.2.1661 Hirschfelde (Oberlausitz),
† 19.10.1730 Halle.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Johannes Anton, Handelsmann in Hirschfelde;
M Elisabeth Schwarzbach;
Gvv Martin Anton, Bürgermeister in Hirschfelde, zugleich
Ur-Gvv von Karl Gottlob von Anton (s. 3) und Konrad Gottlob Anton (s. 4).
Leben ↑
Schon als Student in Leipzig geriet Anton unter Ph. J. Speners Einfluß und gehörte dort als junger Magister zusammen mit A. H. Francke 1686 zu den Begründern des Collegium Philobiblicum. 1687 begleitete er Friedrich August von Sachsen (den späteren August den Starken) als Reiseprediger nach Frankreich, Spanien, Portugal und Italien. 1689 wurde er Superintendent in Rochlitz (Sachsen), 1693 Hofprediger in Eisenach, 1695 auf Speners Vorschlag Professor an der neugegründeten Universität Halle, der er zusammen mit Francke und J. J. Breithaupt ihr Gepräge gab. 1709 wurde er Inspektor über den Saalekreis. Stärker als andere Hallesche Pietisten betonte er die strenge Bindung an die lutherischen Bekenntnisschriften. Sein postum ediertes Collegium antitheticum (1732) sucht die Wurzeln der Häresien im eigenen Herzen.
Werke ↑
s.
Jöcher I, S. 459; G. F. Otto,
Lex. d. … Oberlaus. Schriftsteller I. 1800.
Literatur ↑
ADB I;
Denkmal d. Herrn P.
A., 1731
(mit Selbstbiogr. bis 1725);
Kat. d.
fürstl. Stolberg-Stolberg'schen Leichenpredigten-
Slg.,
Bd. 1, 1927, S. 60
(P);
R. Grünberg,
Sächs. Pfarrerbuch I, 1940;
PRE;
RGG.
Portraits ↑
Kupf. v. unbek. Künstler (Dresden,
Staatl. Kupf.kab.); 3 unsignierte
Kupf. (Halle,
Hauptbibl. d. Franckeschen Stiftungen);
Graph. Slg. München.
Autor ↑
Friedrich Wilhelm HopfEmpfohlene Zitierweise ↑
Hopf, Friedrich Wilhelm, „Anton, Paul“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
319-320
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116211431.html
<< Anton, Konrad Gottlob
Antony, Franz Joseph Aloys >>
Anton, Paul
Leben
| Autor
| Literatur
| Zitierweise
Leben ↑
Anton: Paul
A.
, geb. zu Hirschfeld in d.
Oberlausitz 12. Febr.
1661, † 20. Oct. 1730, hat
in Verbindung mit seinen beiden Collegen Breithaupt und
A.
H. Francke der theologischen Facultät der neuen
Universität Halle ihre geistige Signatur aufgedrückt. Er studirte
1680 in Leipzig, bereiste seit 1687 als Begleiter des sächsischen
Prinzen Friedrich, des nachmaligen Kurfürsten, Frankreich,
Spanien, Portugal und Italien. Nachdem er darauf für kurze Zeit
Superintendent in Rochlitz, darauf Hofprediger in Eisenach
gewesen, wurde er im J. 1695 auf Spener's Vorschlag als Professor
und Consistorialrath nach Halle berufen, wo er bis zu seinem Tode
im Sinne und Geiste des Pietismus im guten Sinne des Wortes
wirkte. Er hielt noch mehr als Breithaupt und Francke die strenge
Lehrform der lutherischen Orthodoxie fest; in seiner Lehrmethode
schloß er sich dagegen ganz und gar an seine Collegen an; er hielt
Erbauungsstunden und seine Vorlesungen (über Exegese und Polemik)
hatten einen entschieden praktischen Charakter; im Collegium
antitheticum (der Polemik) machte er es sich zur Aufgabe, die
Gründe der Häresien im eigenen Herzen nachzuweisen. Dieses
Collegium antitheticum ist nach seinem Tode herausgegeben worden,
1732. Er selbst hat nur Programme und kleinere
Gelegenheitsschriften herausgegeben.
Literatur ↑
Denkmal des Herrn Paul Anton, (darin eine bis 1725 reichende
Autobiographie) 1731. — Tholuck in Herzog's Realencycl. Bd. XIX.
Autor ↑
Herzog.
Empfohlene Zitierweise ↑
Herzog, Johann Jakob, „Anton, Paul“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
498
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116211431.html?anchor=adb
Anton, Paul
Name: Anton, Paul
Lebensdaten: 1661 bis 1730
Geburtsort: Hirschfelde (Oberlausitz)
Sterbeort: Halle
Beruf/Lebensstellung: lutherischer Theologe
Konfession: lutherisch
Autor NDB:
Hopf, Friedrich WilhelmAutor ADB:
Herzog, Johann JakobPND: 116211431