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Anton, Konrad Gottlob
Hebraist,
* 29.11.1745 Lauban (Oberlausitz),
† 4.7.1814 Dresden. (lutherisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Konrad Anton, Gürtler in Lauban;
M Maria Magdalene,
T des Sattlers Martin Zimmer in Lauban;
Vt Karl Gottlob von Anton (s. 3);
⚭ Wittenberg 23.9.1776 Caroline Louise Sophie,
T des Konsistorialprotonotarius Johann Friedrich Lüder in Wittenberg;
S Karl Gottlieb Anton (s. 2).
Leben ↑
Anton hielt nach seinem Studium in Leipzig dort seit 1770 Vorlesungen und wirkte 1775-1813 als Professor der orientalischen Sprachen und der klassischen Philologie in Wittenberg. Er versuchte in einer Abhandlung von der alten hebräischen Tonkunst und einer Erklärung des Hohenliedes (1800) die hebräischen Liedmelodien zu bestimmen; ferner bemühte er sich um schematische Sonderung der messianischen Weissagung (1786) und eine Umdeutung des Buches Jona (1794). Musikgeschichtlich können seine Werke nur als Kuriosa gewertet werden.
Literatur ↑
ADB I;
Karl Gottlieb Anton, Zum Andenken an K. G.
A.,
Progr. Görlitz 1816
(W);
W. Friedensburg,
Gesch. d.
Univ. Wittenberg, 1917, S. 591. 608, 625;
s. a. Register
z. Neuen Lausitz.
Mgz. 76, 1900, S. 5.
Autor ↑
Bruno SauerEmpfohlene Zitierweise ↑
Sauer, Bruno, „Anton, Konrad Gottlob“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
319
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116315407.html
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Anton, Konrad Gottlob
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Anton: Konrad Gottlob
A.
, geb. 1745, † 4. Juli 1814; war Professor der
orientalischen Sprachen zu Wittenberg. Von ihm erschien unter dem
Titel: ... "Rationem prophetias Messianas
interpretandi certissimam nostraeque aetati accommodatissimam
exponit C. S. Anton", Dessau 1786 ein Versuch, die
messianischen Weissagungen nach einem nicht recht haltbaren und in
sich selbst wenig klaren Schematismus in 7 Klassen zu sondern,
vgl. Rosenmüller, Handbuch f. d. Litt, bibl. Kritik und Exegese
IV. 146 Bekannter noch ist seine in
Paulus' N. Repert. III. 36 ff. sich
befindende "Abhandlung von der alten hebräischen Tonkunst", in
welcher er die Accente als musitalische Noten erklärte und danach
die Melodie der hebräischen Lieder bestimmen wollte. Eine weitere
Ausführung dieses Gedankens gab eine musikalische Erklärung des
Hohenliedes "Salomonis carmen melicum, Viteb.
et Lips. 1800". — Außerdem schrieb er: "De
verisimillima librum Jonae interpretandi ratione" 1794, eine
seltsame Umdeutung des prophetischen Buches und "Nova loci 1. Sam. 6, 19 interpretandi ratio",
Viteb.
|1780, ein verfehlter Versuch die
unmögliche Wortstellung in der Zahlangabe dieses Verses zu
erklären. — Weiteres Biographisches findet sich in dem seiner
Erinnerung gewidmeten Programme seines Sohnes Karl Gottlieb Anton,
Görlitz 1816.
Autor ↑
Siegfried.
Empfohlene Zitierweise ↑
Siegfried, „Anton, Konrad Gottlob“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
497-498
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116315407.html?anchor=adb