Name
Schönberg, Arnold
Namensvarianten
Schoenberg, Arnold; Schenberg, A.; Schoenberg, Arnold; Schönberg, A.; Schönberg, Arnold Franz Walter; Shenberg, A.; Shenberg, Arnolʹd; Šenberg, Arnol'd; Še͏̈nberg, Arnolʹd
Lebensdaten
1874 bis 1951
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Los Angeles
Beruf/Lebensstellung
Komponist; Dirigent; Musiktheoretiker; Maler
Konfession
evangelisch,jüdisch
Autor NDB
Gerold W. Gruber
Autor ADB
-
GND
118610023

Schönberg, Arnold

Komponist, Dirigent, Maler, Musiktheoretiker, * 13.9.1874 Wien, 13.7.1951 Los Angeles, Urne 1974 in Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Zentralfriedhof. (1898 evangelisch, 1933 jüdisch)

  • Genealogie

    V Samuel (1838–89), aus Szécsény (Nógrád, Ungarn), Schuhmacher in W., S d. Abraham (* 1812, s. Gen. 1) u. d. Theresia Löwy (1807–88); M Pauline (1848–1921), aus Prag, T d. Josef Gabriel Nachod (1813–84), aus Prag, Gastwirt in W., u. d. Karoline Jontof-Hutter (1820–88), aus Prag; B Heinrich (1882–1941, Bertel Ott, * 1884), zuletzt in Salzburg; Schw Ottilie (1876–1954, Ernst Wilhelm Kramer, 1908), zuletzt in Berlin; – 1) 1901 Mathilde (1877–1923), T d. Adolf v. Zemlinsky (1845–1900) u. d. Clara Semo (1848–1912), 2) 1924 Gertrud (1898–1967, kath.), aus Karlsbad, T d. Rudolf Kolisch (1867/68-1922, jüd.), aus Koritschan (Mähren), Dr. med., Internist, Univ.doz. in W., seit 1898 Kurarzt in Karlsbad, forschte u. a. zu Diabetes mellitus (s. Pagel; Fischer; ÖBL; Biogr. Lex. Böhmen; Hist. Lex. Wien), u. d. Henrietta Anna Theresia Hoffmann (1876–1971), aus W.; 1 Saus 1) Georg (1906–74), 1 T aus 1) Gertrude (1902–47), 2 S aus 2) Ronald (* 1937), Lawrence (* 1941), 1 T aus 2) Nuria (* 1932, Luigi Nono, 1924–90, Komp., s. MGG; New Grove; Österr. Musiklex.), Gründungsmitgl. u. Präs. d. Archivio Luigi Nono in Venedig; Schwager Alexander v. Zemlinsky (1871–1942), Komp., Dirigent, 1906-08 Kapellmeister an d. Volksoper in W., 1908 an d. Hofoper, 1909-11 am Hoftheater in Mannheim, 1911-27 am Dt. Landestheater in Prag, 1920-27 Leiter d. Dt. Musikak. ebd., 1927-32 an d. Kroll-Oper in Berlin, 1933-38 in W., emigrierte 1938 in d. USA (s. MGG; New Grove; BHdE II), Rudolf Kolisch (1896–1978), Geiger, studierte b. Ottokar Sevčik, Kranz Schreker, Guido Adler u. S., d. Kolisch-Quartett brachte u. a. S.s 3. u. 4. Streichquartett z. UA, emigrierte 1940 in d. USA (s. BHdE II; Österr. Musiklex.); Vt Artur (s. 1).

  • Leben

    S., der nach eigenen Angaben bereits als Neunjähriger zu komponieren begann, führte diese weitgehend autodidaktische Tätigkeit auch während der Zeit als Schüler der k. k. Oberrealschule (1885–90) sowie als Lehrling der Privatbank „Werner & Co.“ (bis 1895) fort. Die Mitgliedschaft im Dilettantenorchester „Polyhymnia“ brachte ihn in Kontakt mit seinem künstlerischen Mentor, dem Dirigenten und Komponisten Alexander Zemlinsky (1871–1942). S. erwarb 1895 als Dirigent des Mödlinger Gesangsvereins „Frohsinn“, dem Männergesangsverein Meidling und als Chormeister des Metallarbeiter-Sängerbundes in Stockerau (bei Wien) erste professionelle Erfahrungen; 1899 übernahm er die Leitung des Männergesangsvereins „Beethoven“ in Heiligenstadt sowie weiterer Arbeiterchöre. Zwei Jahre zuvor hatte S. ein Streichquartett in D-Dur (o. Op.) erarbeitet, das ein Jahr später auf Anregung und Unterstützung Zemlinskys im Wiener Musikverein durch das Fitzner-Quartett uraufgeführt wurde. 1901 heiratete S. die Schwester Zemlinskys und übersiedelte noch im selben Jahr nach Berlin. Hier komponierte er auch kabarettistische Lieder (postum „Brettllieder“ genannt), und kam daraufhin als Kapellmeister an Ernst v. Wolzogens literarisches Kabarett „Überbrettl“. Auf Vermittlung von Richard Strauss gab er Unterricht in Harmonielehre am Stern'schen Konservatorium.

    Zurück in Wien, gründete S. 1904 mit Zemlinsky die „Vereinigung schaffender Tonkünstler“; Alban Berg (1885–1935) und Anton Webern (1883–1945) wurden seine Schüler. Seit 1907 setzte sich S. intensiv mit der Malerei auseinander, seine Freundschaft mit den Malern Richard Gerstl (1883–1908) und Wassily Kandinsky (1866–1944) verstärkte diese neue künstlerische Betätigung und Herausforderung (Gerstls Liebe zu S.s Frau Mathilde sowie Mathildes Rückkehr zu S. führten schließlich zum Selbstmord des Malers). S.s Bilder wurden erstmals 1910 in der Wiener Galerie Heller ausgestellt, 1911 waren vier Gemälde auch auf der ersten Ausstellung des „Blauen Reiters“ in der Münchner Galerie Thannhauser zu sehen. Im selben Jahr übersiedelte S. neuerlich nach Berlin, wo er „Ästhetik und Kompositionslehre“ am Stern'schen Konservatorium unterrichtete. 1913, im Jahr des Skandalkonzertes in Wien (mit Werken von S., Berg, Webern, Mahler u. Zemlinsky), erhielt S. ein Stipendium der Mahler-Stiftung (wie anschließend auch 1914 u. 1918).

    Zwischen 1900 und 1911 entstand das großdimensionierte Werk „Gurrelieder“ für Soli, Chor und Orchester nach dem Gedichtzyklus des dän. Dichters Jens Peter Jacobsen aufgrund eines Preisausschreibens des Wiener Tonkünstler-Vereins. S.s. symphonische Dichtungen', seine ‚Programmsymphonien', entstanden relativ früh: „Verklärte Nacht“ op. 4 (1899) nach Richard Dehmels Gedicht aus dessen Band „Weib und Welt“ und „Pelleas und Melisande“ op. 5 (1902-03) nach dem Drama von Maurice Maeterlinck; beides literarische Vorgaben, die eine glücklich und eine unglücklich verlaufende Beziehung|zum Thema haben. Sie stehen in zeitlicher Nähe zu Richard Strauss' Tondichtungen, erfuhren bei S. aber keine unmittelbare (oder den engen Grenzen dieses Genres verpflichtete) Fortsetzung. Dennoch fanden deskriptive und narrative Elemente gemäß der Entwicklung seiner Kompositionstechnik ihren Platz und erhielten sowohl den entsprechenden Ausdruck wie die adäquate Form: „Verklärte Nacht“ und „Pelleas“ überwinden die Spätromantik und treten in die symbolistische Ästhetik über, die Monodramen „Erwartung“ op. 17 (1909) und „Die glückliche Hand“ op. 18 (1910-13) sind expressionistische Kommentare zur Psychologie der Frau und des Mannes. Die „Ode to Napoleon“ op. 41 (1942) und der „Survivor from Warsaw“ op. 46 (1947) schließlich sind politische Dokumente, die die Erfahrungen von Programmatik, Symbolik und Expressivität als unterschiedliche Kommentare zum Horror des 2. Weltkriegs neu – aber weder als Programmsymphonie noch als Bühnenwerk – formulieren. Als ein wesentlicher ‚Katalysator' in der Abfolge dieser Werke ist „Pierrot lunaire“ op. 21 (1912) zu nennen, dessen freitonale Kompositionsweise die Abkehr von der früheren spätromantischen Phase endgültig besiegelte (und eine Rückkehr zur Programmsymphonie älterer Prägung vollends unmöglich machte).

    Die „Drei Klavierstücke“ op. 11 (1909) entstanden in einer Zeit des Wandels, dessen Ziel nicht auszumachen war, wohl auch nicht erahnt werden konnte. Die Werke, die diesen Wandel mitverursachten, oder auf deren Grundlagen sich dieser Wandel vollzog, sind das „Buch der hängenden Gärten“ op. 15 nach 15 Gedichten aus dem „Buch der hängenden Gärten“ von Stefan George (März 1908-März 1909), das 2. Streichquartett op. 10 (abgeschlossen Aug. 1908), die „Fünf Orchesterstücke“ op. 16 (Mai-Aug. 1909), sowie die (drei) „Lieder“ op. 14. Retrospektiv sprach S. von einer „zweiten Periode“, in der die Bindungen an eine Tonalität langsam an Boden verloren und die „unabhängige Bewegung der einzelnen Stimmen keine Rücksicht darauf nimmt, ob deren Zusammentreffen in »anerkannten« Harmonien erfolgt“ (A. S., Rückblick). S. mied den Begriff »Atonalität« (sah diese sogar als »fälschlich[e]« Bezeichnung), da es sich seiner Ansicht nach nicht um eine plötzliche Aufgabe der Tonalität handelte, die einen solchen Begriff vielleicht hätte rechtfertigen können, sondern um ein – bei S. oft durch Stimmführung bedingtes – Zurücknehmen konsonanter Zusammenhänge zugunsten einer „überwältigenden Vielheit dissonanter Klänge“. S. leugnete nie, daß es sich um einen graduellen Übergang handelte, der daher kein neues System etablierte, sondern auf der Grundlage älterer Muster neue Konstruktionsmerkmale einsetzte.

    1915 rückte S. ins k. k. Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 ein und besuchte eine Reserveoffiziersschule. Aufgrund einer Intervention des Wiener Tonkünstler-Vereins wurde er des Dienstes enthoben und nach einer kurzfristigen neuerlichen Einberufung 1917 wegen körperlicher Untauglichkeit aus dem Dienst entlassen. 1918 erwarb S. ein Haus in Mödling (das auch heute noch als Teil d. Arnold Schönberg Centers f. Ausstellungen u. Konzerte dient) und gründete den „Verein für musikalische Privataufführungen“, um sich der unzumutbaren Störungen bei den Konzerten mit eigenen Werken und denen seiner Schüler zu entziehen und durch Wiederholungen neuer Stücke einen didaktischen Zweck zu verfolgen.

    Schon in Zusammenhang mit seiner Harmonielehre von 1911, insbesondere in der Auseinandersetzung mit Ferruccio Busonis „Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ (1907) begann S. das Prinzip der Tonarten-Konzeption zu verwerfen (Busoni regte eine Ausweitung an) und fand über den Weg der Atonalität zur Tonreihen-Konstruktion, die als dodekaphone (oder hexachordale) Kompositionstechnik die Werke auf eine neue methodisch fundierte Basis stellten. Aber im Gegensatz zu Joseph Matthias Hauer (1883–1959), der wie S. 1921 (im Vergleich zu diesem aber unterschiedliche) dodekaphone Konstruktionsprinzipien proklamierte, setzte S. den expressiven Weg seiner Ausdrucksästhetik fort.

    Während eines Ferienaufenthalts in Mattsee 1921 wurde S. von der Gemeinde als Jude zur unerwünschten Person erklärt. Dieses Erlebnis machte S. hellhörig für jede Art von antisemitischer Äußerung, worauf er auch seine langjährige Freundschaft mit Kandinsky abbrach (Kandinsky gehörte seit 1922 dem Weimarer Bauhaus an; einer Berufung als Leiter der Musikschule trat S. aus ebendiesen Gründen nicht nahe); 1927 wurde diese Freundschaft jedoch wieder erneuert. 1925 übernahm S. schließlich – trotz antisemitischer Reaktionen in der „Zeitschrift für Musik“ – die Meisterklasse für Komposition an der Berliner Akademie der Künste des im Jahr zuvor verstorbenen Ferruccio Busoni (S.s Tätigkeit umfaßte einen sechsmonatigen Unterricht sowie die Mitgliedschaft im Senat).

    Die Sensibilisierung im Zuge antisemitischer Vorfälle verstärkte S.s Hinwendung zu jüd. Thematik und zur Auseinandersetzung mit der Identität des Judentums, was sowohl im Sprechdrama „Der biblische Weg“ (1926-27), in der Konzeption und Komposition der unvollendeten Oper „Moses und Aron“ (1923, 1928-37) sowie in diversen politischen Artikeln über die politische Zukunft des Judentums ablesbar ist. Weitere Werke mit jüd. Thematik waren die im amerikan. Exil verfaßte Chorkomposition „Kol Nidre“ op. 39 für den Vorabend von Jom Kippur, dem Versöhnungsfest (entstanden 1938, auf Anregung des Rabbiners von Los Angeles, Jacob Sonderling), das „Prelude“ op. 44 (1945) als Teil einer Pasticcio-Aufführung mit verschiedenen Abschnitten der Genesis (neben S. wirkten u. a. Darius Milhaud, Mario Castelnuovo-Tedesco u. Igor Strawinsky mit), ein unveröffentlichtes Fragment „Israel exists again“ (1949) für Chor und Orchester, sowie die letzten Kompositionen mit Opuszahlen „Dreimal tausend Jahre“ op. 50 A (1949), „Psalm 130“ op. 50 B (1950) und „Moderner Psalm“ op. 50 C (1950).

    Trotz der politischen Entwicklungen kehrte S. 1932 nach Berlin zurück – nachdem er aufgrund seiner angegriffenen Gesundheit mehrere Monate in Barcelona verbracht hatte –, verließ die Stadt jedoch 1933 wieder und rekonvertierte in Paris schließlich zum jüd. Glauben. Ende des Jahres traf S. mit seiner Familie in New York ein. Er unterrichtete und hielt Vorträge in Boston, New York, Chicago und an der Univ. of Southern California; 1936 wurde er Professor an der Univ. of California in Los Angeles (em. 1944). Der Versuch, von der Guggenheim-Stiftung finanzielle Unterstützung für die Fertigstellung der unvollendeten Arbeiten, des Oratoriums „Jakobsleiter“, der Oper „Moses und Aron“ sowie mehrerer musikalischer Lehrwerke zu erhalten, blieb erfolglos. Trotz gesundheitlicher Probleme hielt S. bis zu seinem Tod weiterhin Kurse, Vorträge und Privatunterricht, u. a. in Chicago und Santa Barbara.

    Die Ausstrahlung seiner Persönlichkeit und seine kompositorischen wie musiktheoretischen Kenntnisse zogen in Wien wie auch in Berlin und in den USA zahlreiche Schüler an, die seine Ideen weiterdachten und verbreiteten. Bereits 1911 wurde dem erst 37jährigen S. eine Publikation über sein Werk gewidmet; neben seinen Schülern Anton von Webern, Heinrich Jalowetz, Egon Wellesz, Erwin Stein, Karl Horwitz u. a. waren darin auch Wassily Kandinsky und Albert Paris Gütersloh mit Beiträgen vertreten. Weitere „Festschriften“ erschienen 1924, 1934 und 1944. Gleichzeitig zu seinem eigenen Wirken in den USA entwickelten sich durch seine Schüler weitere Zentren der Verbreitung seiner Kunstauffassung, darunter v. a. das Black Mountain College (North Carolina), wo Heinrich Jalowetz (e. seiner Lieblingsschüler), Rudolf Kolisch, Eduard Steuermann und Ernst Krenek unterrichteten. Dieses einzigartige College, bei dem die Künste als Einheit und nicht separiert unterrichtet wurden (man denkt unversehens an S. als Komponist, Dirigent, Theoretiker und Maler), haben u. a. John Gage, Lou Harrison und David Tudor besucht. Weitere Wirkung erzielten S.s theoretische Schriften aus seiner Emigration, die von seinen Schülern postum veröffentlicht wurden. In der Entwicklung der Kompositionstechnik der vergangenen 50 Jahre hat S. u. a. in der Etablierung der Seriellen Technik (Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen) großen Einfluß ausgeübt – selbst jene Strömungen, die sich bewußt der Hinwendung zur Expressivität einerseits oder Dodekaphonie anderseits entziehen, setzen eine Beschäftigung mit den Ideen S.s voraus. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk und dem Wirken S.s ist im Vergleich mit anderen zeitgenössischen Komponisten als äußerst hoch zu bewerten, insbesondere seit der Etablierung des Arnold Schoenberg Institute (1973) in Los Angeles und des Arnold Schönberg Center (1997) in Wien.

    • Auszeichnungen

      Liszt-Preis d. Allg. Dt. Musikver. (1002); Mitgl. d. Preuß. Ak. d. Künste (1927) u. d. American Ac. of Arts and Letters (1947); Bürgerrecht d. Stadt Wien (1949); Ehrenpräs. d. Isr. Musikak., Jerusalem (1951); – Schönberg-Haus, Mödling b. Wien (wiedereröffnet 1999).

    • Werke

      u. a. Vokalmusik: Gurrelieder f. Soli. Chor u. Orchester, 1900-1911;  Die Jakobsleiter (unvoll. Oratorium f. Soli, Chöre u. Orchester), 1917-22;  Moses u. Aron (unvoll. Oper), 1926-32);  Zwei Gesänge f. e. Baritonstimme u. Klavier op. 1, 1898;  15 Gedichte aus „Das Buch d. hängenden Gärten“ v. S. George f. e. Singstimme u. Klavier op. 15, 1908-09;  Erwartung, Monodram in e. Akt. Dichtung v. Marie Pappenheim op. 17, 1909;  Die Glückliche Hand, Drama mit Musik op. 18, 1910-13;  Herzgewächse (nach Maurice Maeterlinck) f. hohen Sopran, Celesta. Harmonium u. Harfe op. 20, 1911;  Dreimal sieben Gedichte aus Pierrot lunaire v. Albert Giraud op. 21, 1912, f. e. Sprechstimme, Klavier, Flöte (auch Piccolo), Klarinette (auch Baßklarinette), Geige (auch Bratsche) u. Violoncello;  Von heule auf morgen, Oper in e. Akt op. 32, 1928-29;  Kol nidre f. Sprecher (Rabbi), gemischten Chor u. Orch. (g-Moll) op. 39, 1938;  Ode to Napoleon Buonaparte (Lord Byron) for String Quartet, Piano and Reciter op. 41, 1942;  A Survivor from Warsaw for Narrator, Men's Chorus and Orchestra op. 46, 1947;  – Instru|mentalmusik: Verklärte Nacht, Sextett f. 2 Violinen, 2 Violen n. 2 Violoncelli op. 4, 1899;  Pelleas u. Melisande (nach d. Drama v. M. Maeterlinck, Symphon. Dichtung f. Orch. op. 5, 1902-03;  Erstes Quartett (d-Moll) f. 2 Violinen, Viola u. Violoncello op. 7, 1904-05;  Kammersymphonie f. 15 Soloinstrumente (gr. Orch.) op. 9 (op. 9b). 1906;  Zweites Quartett (fis-Moll) f. 2 Violinen, Viola, Violoncello u. e. Sopranstimme op. 10, 1907-08;  Drei Klavierstücke op. 11, 1909;  Fünf Orch.stücke in d. Originalfassung f. gr. Orch. op. 16, 1909;  Sechs kl. Klavierstücke op. 19, 1911;  Fünf Klavierstücke op. 23, 1920-23;  Serenade f. Klarinette, Baßklarinette, Mandoline, Gitarre, Geige, Bratsche, Violoncell u. e. tiefe Männerstimme (4. Satz: Sonett v. Petrarca) op. 24, 1920-23;  Suite f. Klavier op. 25, 1921-23;  Drittes Streichquartett op. 30, 1927;  Variationen f. Orch. op. 31, 1926-28;  Begleitungsmusik zu e. Lichtspielscene (Drohende Gefahr, Angst, Katastrophe) op. 34, 1929-30;  Viertes Streichquartett op. 37, 1936;  Sämtl. Werke, hg. v. J. Rufer, R. Stephan u. a., 1966 ff.;  – Schriften: Harmonielehre (1910–1911), 1911;  Der musikal. Gedanke u. d. Logik, Technik u. Kunst seiner Darst. (1934–1936), 1995 (dt./engl.);  Models for Beginners in Composition (1942), 1942 (dt. 1972);  Structural Functions of Harmony (1946–1948), 1954 (dt. 1957);  Preliminary Exercises in Counterpoint (1936–1950), 1963 (dt. 1977);  Fundamentals of Musical Composition (1937–1948), 1967 (dt. 1979);  Style and Idea, 1950;  Stil u. Gedanke, Aufss. z. Musik (Ges. Schrr. 1), 1976;  Krit. Gesamtausg. d. Schrr., hg. v. G. W. Gruber, H. Krones u. Th. Muxeneder (seit 2003 in Vorbereitung);  – Malerei: Selbstportraits;  Impressionen;  Fantasien;  Karikaturen;  Studien zu Bühnenwerken (Arnold Schönberg Genter, Wien). |

    • Nachlaß

      Nachlaß: Arnold Schönberg Center, Wien.

    • Literatur

      A. Berg, A. S., Kammersymphonie op. 9, Themat. Analyse (Universal-Ed., Nr. 6140), Wien o. J.;  E. Wellesz, A. Schoenberg, 1921, erw. Aufl. 1971;  J. Rufer, Das Werk A. S.s, 1959, engl. 1959;  W. Reich, A. S. oder Der kons. Revolutionär, 1968;  C. J. Maegaard, Studien z. Entwickung d. dndekaphonen Satzes b. A. S., 1972, Bd. 1, S. 58-61, Bd. 2, S. 69-89 u. 442-44, Bd. 3, S. 11-133;  H. H. Stuckenschmidt, Schoenberg, Leben, Umwelt, Werk, 1974;  C. Dahlhaus, S. u. andere, Ges. Aufss. z. Neuen Musik, 1978;  S. Mauser, Das expressionist. Musiktheater d. Wiener Schule, 1982;  W. B. Bailey, Programmatic Elements in the Works of S., 1984;  E. Haimo, S.s serial Odyssey, The evolution of his twelve-tone method, 1914-1928, 1990, S. 149-61;  A. Ringer, A. S., The Composer as Jew, 1990;  W. Frisch, The Early Works of A. S. 1893-1908, 1993;  P. Carpenter u. S. Neff (Hg.), A. S., The musical Idea and the Logic, Technique and Art of its Presentation, 1995;  R. Stephan u. S. Wiesmann (Hg.), Ber. üb. d. 3. Kongreß d. Internat. S.-Ges., A. S. – Neuerer d. Musik“, Duisburg 1993, 1996;  Gerold W. Gruber (Hg.), A. S., Interpretationen seiner Werke, Bde. 1 u. 2, 2002;  A. S., Catalogue raisonné, hg. v. Christian Meyer u. Therese Muxeneder, 2005;  Th. W. Adorno, in: Die gr. Deutschen, IV. 1957;  Dt. Exil-Lit. 1933-1945, 1970;  Enc. lud. 1971 (Porträt)Biogr. Lex. Weimarer Rep.;  O. M. Zykan, in:J. Jung, (Hg.), Die gr. Österreicher, 21998, S. 276-92;  Riemann mit Erg.bd.;  MGG (Porträt) mit Suppl.bd.;  MGG2 (Porträt);  New Grove (Porträt)New Grove (Porträt)Hist. Lex. WienHdb. österr. Autoren jüd. Herkunft.

    • Portraits

      zahlr. Selbstporträts, Abb. in: Die Visionen d. A. S., Ausst.kat. Frankfurt 2002, S. 93-131;  Photogr. v. Man Ray, 1927, Abb. ebd., S. 19;  Selbstbildnis, um 1910, u. Photogr., um 1930, Abb. in: MGG2.

  • Autor

    Gerold W. Gruber
  • Empfohlene Zitierweise

    Gruber, Gerold W., "Schönberg, Arnold" in: Neue Deutsche Biographie 23 (2007), S. 390-393 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118610023.html
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Schönberg, Arnold

Schönberg, Arnold