Name
Brugmann, Karl
Namensvarianten
Brugman, Karl; Brugmann, Karl Friedrich Christian; Brugman, Karl; Brugmann, Carl; Brugmann, Carolus; Brugmann, Friedrich K.; Brugmann, Friedrich Karl; Brugmann, K.; Brugmann, Karl F.; Brugmann, Karl Friedrich Christian
Lebensdaten
1849 bis 1919
Geburtsort
Wiesbaden
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Lebensstellung
Sprachwissenschaftler
Konfession
evangelisch
Autor NDB
Ferdinand Sommer
Autor ADB
-
GND
119066882

Brugman(n), Karl Friedrich Christian

Sprachforscher, * 16.3.1849 Wiesbaden, 29.6.1919 Leipzig. (evangelisch)

  • Genealogie

    V Wilhelm, Staatskassendirektor in Weilburg, S des Heinrich Karl, Rechnungsrat in Kirchheim-Bolanden, und der Christiane Johannette Polyxena Weinrich aus nassauischem Beamtengeschlecht; M Christiane, T des Ernst Christian Friedrich Enders, Buchdruckereibesitzer in Wiesbaden, und der Maria Marg. Heynemann in Hanau; 1882 Valeska, T des Geheimen Justizrates Friedrich Berner, N des Strafrechtslehrers Albert Berner ( 1907); 2 S, 2 T.

  • Leben

    Brugman studierte 1867 in Halle, seit 1868 in Leipzig, promovierte dort 1871 und bestand 1872 das philologische Staatsexamen. In Wiesbaden, dann in Leipzig zunächst als Gymnasiallehrer tätig, habilitierte er sich 1877 in Leipzig für Sanskrit und vergleichende Sprachwissenschaft, ein Gebiet, zu dem er sich unter seinem Lehrer G. Curtius schon früh besonders hingezogen fühlte. 1882 zum außerordentlichen Professor ernannt, wurde er 1884 Ordinarius in Freiburg (Breisgau) und übernahm 1887 den Lehrstuhl für indogermanische Sprachwissenschaft in Leipzig. - Als Indogermanist hatte er schon vor allem durch seinen Aufsatz „Nasalis sonans in der indogermanischen Grundsprache“ (1876, Curtius' Studien IX) Aufsehen erregt und entfaltete bis zuletzt eine ebenso umfangreiche wie wertvolle Produktivität. - Von zusammenfassenden Werken ist zu nennen die „Griechische Grammatik“ (Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft, 1885, 31900, 41913 von A. Thumb besorgt) und als Krönung seines Schaffens die Laut- und Formenlehre im „Grundriß der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen“ (1886/93). In der 2. Auflage (seit 1897) wurde die Syntax mit eingeschlossen; die Lehre vom Satz konnte Brugman nicht mehr ganz beendigen. - Brugman war der Führer der „Junggrammatiker“, denen die Sprachwissenschaft neben neuen Erkenntnissen in erster Linie eine straffere Methode verdankt.

    • Literatur

        Indogerman. F 25/26, 1909 (Porträt), = Festschr. f. C. B. (T. 1 u. 2);  Forts. in: Indogerman. Jbb. 7, 1919, S. 148-52;  W. Streitberg, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1919, 1920, S. 31-36;  ders., in: SB d. Sächs. Ak. d. Wiss., 1921;  P. Kretschmer, in: Alm. d. Wiener Ak. 70, 1920, S. 256-61;  DBJ II (Totenliste 1919, L).

    • Portraits

      Phot. (im Besitz d. T Marg. B., Leipzig).

  • Autor

    Ferdinand Sommer
  • Empfohlene Zitierweise

    Sommer, Ferdinand, "Brugman, Karl Friedrich Christian" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 667 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd119066882.html
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Brugmann, Karl

Brugmann, Karl