<< Delbrück, Hans Gottlieb Leopold
Delbrück, Martin Friedrich Rudolph von >>
Delbrück, Heinrich Ludwig
Präsident des Reichsgerichts,
* 16.7.1855 Berlin,
† 4.7.1922 Töstorf (Schleswig-Holstein).
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Adelbert
s. (3);
Ov Rudolph
s. (6);
B Ludwig
s. Genealogie (3);
Vt Berthold
s. (1), Clemens
s. (2), Hans
s. (4), Max
s. (7);
⚭ 1) Berlin 1883
Elis. (1863–1910), 2) Berlin 1911 Bertha (1854–1941), beide
T des Baumeisters
Prof. Martin Gropius (
† 1880) in Berlin (
s. ADB IL,
ThB)
u. der
Elis. Altgelt; 4
S, 5
T aus 1).
Leben ↑
Delbrück studierte in Straßburg und Berlin Rechtswissenschaft. 1882 wurde er Gerichtsassessor, arbeitete im Winter 1882/83 am deutschen Konsulat in London und wurde anschließend als Amtsrichter in Kyritz angestellt. 1888 wurde er als Landrichter nach Lüneburg, 1891 in gleicher Eigenschaft nach Berlin versetzt, wo er später Hilfsrichter und (im März 1899) Rat am Kammergericht wurde. Unmittelbar darauf trat er in die Verwaltungslaufbahn über, die ihn zu seinen bedeutendsten Leistungen führen sollte. Im Dezember 1899 wurde er zum Geheimen Regierungsrat und Vortragenden Rat im Reichsjustizamt ernannt und bearbeitete als Referent für das Verlagsrecht vornehmlich Angelegenheiten des Urheberrechts. Nachdem ihm mit der Leitung der einführenden Arbeiten zur Revision des Zivil-Prozeßrechtes eine weitere wichtige Aufgabe gestellt worden war, wurde ihm auch noch das Referat für Verwaltungs- und Personalsachen übertragen. Als Ministerial
|direktor (seit 1913) und als Unterstaatssekretär (seit 1917) hatte er die Reichs-Justizverwaltung durch Krieg und Revolution zu steuern. An der Fertigstellung der Reichsverfassung von 1919 war er hervorragend beteiligt. Im Dezember 1919 wurde er Präsident des Reichsgerichts. Eine kurz darauf eintretende schwere Erkrankung behinderte ihn während seiner letzten Lebensjahre; dennoch war es ihm vergönnt, das schwere Amt mit großem, anerkannten Erfolge auszuüben.
Literatur ↑
DJZ, 27.
Jg., 1922,
Sp. 498 f.;
J. Magnus, in:
JW, 51.
Jg., 1922, S. 1069;
W. Simons, in:
DBJ IV, 1929, S. 29-31.
Autor ↑
Georg KotowskiEmpfohlene Zitierweise ↑
Kotowski, Georg, „Delbrück, Heinrich Ludwig“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
578 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116057920.html
Delbrück, Heinrich
Name: Delbrück, Heinrich
Namensvariante: Delbrück, Heinrich Ludwig
Lebensdaten: 1855 bis 1922
Geburtsort: Berlin
Sterbeort: Töstorf (Schleswig-Holstein)
Beruf/Lebensstellung: Präsident des Reichsgerichts
Konfession: evangelisch
Autor NDB:
Kotowski, GeorgPND: 116057920