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Pick, Heinz

Physiker, * 19.12.1912 Wuppertal, 20.9.1983 Schwäbisch Hall. (evangelisch)


GenealogieLebenWerkeLiteraturAutorZitierweise

Genealogie  
V Johann; M Barbara Heinz; Annemarie Steffen; 3 S, 1 T .

Leben  
Nach Gymnasialbesuch und Reichsarbeitsdienst begann P. in Köln das Studium der Physik, Chemie und Mathematik. Nach drei Semestern wechselte er an die Univ. München und ein Jahr später nach Göttingen, wo er 1939 bei Robert W. Pohl (1884–1976) mit einer Arbeit „Über den Einfluß der Temperatur auf die Erregung von Farbzentren“ promoviert wurde. Während des Krieges war P. für den Elektronikhersteller Elac in Kiel und (nach Auslagerung des Betriebes) in Oberschlesien tätig; er arbeitete an elektroakustischen Geräten und IF-Detektoren zur Ortung von Flugzeugen. 1948 habilitierte er sich auf Betreiben von Pohl, erhielt 1954 eine o. Professur an der TH Stuttgart und wurde Direktor des neu geschaffenen II. Physikalischen Institutes (1979 em.). 1955-57 leitete er den Neubau des Institutes, dessen Heliumver|flüssigungsanlage und Kristallabor richtungsweisend für die Arbeitsmethoden der modernen Festkörperphysik wurden. Erstmalig in Deutschland wurde hier die Elektronenspinresonanz in der Festkörperphysik verwendet; seinem Schüler Bernd Fritz glückte 1965 der Bau eines Farbzentrenlasers. P. machte Stuttgart zu einer führenden Forschungsstätte auf dem Gebiet der Festkörperphysik; sein Engagement trug maßgeblich zur Errichtung des MPI für Festkörperforschung in Stuttgart bei. 1967-83 Vizepräsident der DFG, war er insbesondere für deren Auslandsbeziehungen verantwortlich.

Werke  
u. a. Fifty years of colour centre physics, 1979; Einf. in d. Festkörperphysik, 1978; Struktur v. Störstellen in Alkalihalogenidkristallen, 1965.

Literatur  
K. Zierhold, Forschungsförderung in 3 Epochen, 1968; Pogg. VII a; Kürschner, Gel.-Kal. 1983.

Autor  
Dieter Landenberger
Empfohlene Zitierweise  

Landenberger, Dieter, „Pick, Heinz“, in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 419 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd137123620.html

Quelle/Vorlage: 
NDB 20 (2001), S. 419 f.

PND: 137123620
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Index

Pick, Heinz

Name: Pick, Heinz
Lebensdaten: 1912 bis 1983
Geburtsort: Wuppertal
Sterbeort: Schwäbisch Hall
Beruf/Lebensstellung: Physiker
Konfession: evangelisch
Autor NDB: Landenberger, Dieter
PND: 137123620

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Pick, Heinz

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137123620

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