<< Debs, Benedikt
Dechen, Ernst Heinrich Karl von >>
Dechamps, Gustav Leonard Joseph
Bergmann,
* 20.1.1878 Aachen,
† 16.7.1942 Düsseldorf. ((römisch)-katholisch)
Genealogie
| Leben
| Literatur
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Nicolaus
Jos. (1842–1911), Tuchfabrikant in Aachen;
M Carol. Anna Hubertina Drouven (1850–1931);
⚭ Köln 1908 Sophie Jenewein (
* 1884); 1
S, 1
T.
Leben ↑
Dechamps studierte in Tübingen und Bonn Rechtswissenschaft, promovierte 1901 zum Dr. jur., legte 1904 sein Assessorexamen ab und ließ sich 1905 als Rechtsanwalt in Aachen nieder. Durch seine Anwaltstätigkeit kam er mit der Schwerindustrie in engere Berührung und trat 1918 als wirtschaftlicher und juristischer Berater in den Spaeter-Konzern und die Lothringer Rombacher Hüttenwerke in Koblenz ein. Hier hatte er bereits vor dem ersten Weltkrieg einen Vertrag mit der Concordia-Bergbau-Aktiengesellschaft in Oberhausen ausgearbeitet, der die spätere Vereinigung mit den Rombacher Hüttenwerken einleitete. Nach 1918 baute Dechamps aus deren Restbesitz die Concordia-Bergbau-Aktiengesellschaft in Oberhausen unter ihrem alten Namen wieder auf und machte sie trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten am Ende der zwanziger Jahre zu einer festfundierten neuzeitlichen Zeche. Frühzeitig hatte er erkannt, daß sich der Bergbau nicht nur auf die Kohlenförderung sowie die Koks- und Brikettherstellung beschränken dürfe, sondern daß seine Zukunft in der Weiterverarbeitung und Veredlung der Kohle, der Kohlechemie sowie der Gas- und Elektrizitätsversorgung liegt. Im besonderen förderte Dechamps das Gaszerlegungsverfahren nach dem Patent Bronn-Concordia-Linde. Maßgeblich beteiligte er sich an der Gründung der Ruhrchemie-Aktiengesellschaft und der Ruhrbenzin Aktiengesellschaft und führte als einer der ersten die praktische Verwendung des Treibgases ein. Darüber hinaus war er unter anderem Vorsitzender der Vereinigung zum Studium der Steinkohlenschwelung und Mitglied des Ausschusses für Kohlenforschung beim Kaiser-Wilhelm-Institut. Mit großem Interesse widmete sich Dechamps den Fragen der Energiewirtschaft und trug wesentlich zur Gründung der neuen „Ruhr-Elektrizität“ bei.
Besonders hervorzuheben ist seine rege Mitarbeit im Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikat und in einer Anzahl von Kohlenhandelsgesellschaften. Dechamps galt als einer der besten Kenner des einschlägigen Rechts und hat sich vor allem unermüdlich an den Arbeiten für die Erneuerung des Syndikats beteiligt.
Literatur ↑
Dt. Bergwerksztg.
v. 20.1.1938;
Würdigungen anläßlich d. 60.
Geburtstages, in: Kölnische
Ztg. v. 21.1.1938, Dt. Allg.
Ztg. v. 20.1.1938, Berliner Tagebl.
v. 20.1.1938, Concordia-Zechenztg. zum 20.1.1938.
Autor ↑
Heinrich WinkelmannEmpfohlene Zitierweise ↑
Winkelmann, Heinrich, „Dechamps, Gustav Leonard Joseph“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
540
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd140017062.html
Dechamps, Gustav
Name: Dechamps, Gustav
Namensvariante: Dechamps, Gustav Leonard Joseph
Lebensdaten: 1878 bis 1942
Geburtsort: Aachen
Sterbeort: Düsseldorf
Beruf/Lebensstellung: Bergbaudirektor
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Winkelmann, HeinrichPND: 140017062