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Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu
badischer Staatsmann,
* 1763 (1766?),
† 25.10.1839. (katholisch)
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Konrad, fürstbischöflicher Baselscher Landvogt zu Birseck;
M Balbina von Staal;
⚭ 1798 Sophie von Schakmin, aus lothringischer Familie; 4
K,
u. a. Franz (s. 1), Heinrich (s. 2).
Leben ↑
Andlaw-Birseck war 1770-91 französischer Offizier, trat, weil er den Eid auf die Verfassung der Republik nicht leisten wollte, in fürstbischöflich Basel
|sche Dienste, mußte aber 1792 infolge der französischen Revolution das Land verlassen. Er studierte
u. a. in Würzburg und wurde nach einigen Auslandsreisen vorderösterreichischer Regierungsrat in Freiburg. Als der Breisgau 1802 an das Haus Modena überging, wurde er Regierungspräsident und 1806 unter badischer Herrschaft Hofrichter in Freiburg, 1809 Zivilkommissar der badischen Truppen in Wien. 1809 bis 1810 vertrat er Baden als außerordentlicher Gesandter bei den Territorialverhandlungen in Paris. 1810-13 war er badischer Minister des Innern, nach vorübergehender Rückkehr nach Freiburg Anfang 1814 alliierter Gouverneur der Freigrafschaft Burgund, des Departements Vogesen und des Fürstentums Pruntrut. Nach dem ersten Pariser Frieden (30.5.1814) siedelte er nach Arlesheim über und wollte (gegen Metternich und Zar Alexander) aus dem ehemaligen Bistum Basel einen Kanton unter seiner Regierung bilden, scheiterte aber an den von den Verbündeten verlangten Requisitionen, die ihn im Lande verhaßt machten, und an der erfolgreicheren Politik Berns, das als Entschädigung für den Aargau und die Waadt den Jura verlangte. Er übergab das Land 1815 den Kantonen Bern und Basel und war bis 1837 wieder Hofrichter in Freiburg. Er unterhielt stets enge Beziehungen zum katholischen Adel und zum Prälatenstand des Landes.
Literatur ↑
ADB I;
Bad. Biogrr. I, 1875, S. 5-7;
W. Andreas, Baden nach d. Wiener Frieden 1809. in: Neujahrsbll. d. Bad.
Hist. Komm.,
NF 15, 1912, S. 28-77;
HBLS I. 1921.
Portraits ↑
Pastell hinter Glas u.
Ölgem. (beide Familienbesitz
v. Breiten-Landenberg, Laisackerhof, Untermünstertal);
Ölgem. (Familienbesitz
v. Mentzingen. Hugstetten
b. Freiburg).
Werke ↑
zum Gesamtartikel: J. Kindler
v. Knobloch, Oberbad. Geschlechterbuch I, 1898, S. 13 ff.
Autor ↑
Martin WellmerEmpfohlene Zitierweise ↑
Wellmer, Martin, „Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
272 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116331445.html
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Andlern, Franz Friedrich >>
Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu
Leben
| Autor
| Zitierweise
Leben ↑
Andlaw-Birseck: Konrad
Karl Friedrich
A.
-B., Reichsfreiherr von und zu B., geb. im Dec.
1766, † 25. Oct.
1839, war der vierte Sohn des fürstbischöfl. basel'schen
Landvogtes des Bezirks Birseck, Konrad von Andlaw und der Balbina
von Staal. In Folge der durch die französische Revolution in
seiner Heimath eingetretenen Ereignisse aus derselben vertrieben,
suchte und fand er Anstellung in Vorderösterreich. Er war
Regierungsrath zu Freiburg, als der Breisgau im J. 1806 an Baden
überging; er trat als Hofrichter in badische Dienste über. In den
J. 1809 und 1810 vertrat er das Großherzogthum Baden als
außerordentlicher Gesandter am Hofe Napoleon's I. In Paris, 1811, wurde er zum Minister des
Innern ernannt, eine Stelle, die er im J. 1813 wieder mit der
früheren, eines Hofrichters zu Freiburg vertauschte. Im J. 1814 in
das Hauptquartier der verbündeten Mächte berufen, wurde ihm die
Stelle eines Generalgouverneurs der Franchecomté mit dem Sitze in Vesoul übertragen, die er
bald mit der gleichen Würde im ehemaligen Fürstbisthum Basel
vertauschte und bis zum J. 1817, bis zum Uebergange dieses
Gebietes an die Schweizer Eidgenossenschaft bekleidete. Von da an
lebte v.
A.
wieder bis zu seiner Pensionirung im J. 1833 als
Hofrichter zu Freiburg, wo er, 73 Jahre alt, starb. Im J. 1798
hatte er sich mit Sophie v. Schakmie vermählt und es waren aus
dieser Ehe 4 Kinder entsprossen. Von ihnen trat
Heinrich Bernhard, geb. zu Freiburg 20. August
1802, † in Freiburg 3. März
1871, nach Vollendung seiner Universitätsstudien in
badische Militärdienste, die er jedoch bald wieder verließ, um
eine Civilanstellung zu übernehmen. Seit dem J. 1830 lebte er als
Privatmann auf seinem Gute
Hugstetten oder in Freiburg. In den J.
1835 bis 1866 war er zu verschiedenen Malen als Vertreter des
grundherrlichen Adels ob der Murg Mitglied der badischen ersten
Kammer, wo er mit Eifer die katholischen Interessen vertrat. Außer
der sehr entschiedenen Stellung in allen das kirchliche Gebiet
berührenden Fragen regte er zu wiederholten Malen die Aufhebung
des Hazardspieles zu Baden-Baden an. In seinen letzten Jahren
verlegte er seine Thätigkeit mehr in die Presse und öffentliche
Versammlungen, in denen er als einer der bedeutendsten Führer des
Ultramontanismus eine Rolle spielte. Die Generalversammlungen der
katholischen Vereine Deutschlands wählten ihn mehrere Male zu
ihrem Präsidenten.
Litterarisch machte er sich durch eine Schrift: "Der Umsturz in
Baden", Freiburg 1850, bekannt, welche ihn in eine
politisch-litterarische Fehde mit dem Staatsrath Bekk verwickelte.
Außerdem erschienen von ihm verschiedene Flugschriften über
kirchenpolitische Fragen.
Autor ↑
v. Weech.
Empfohlene Zitierweise ↑
Weech, Friedrich von, „Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu“,
in: Allgemeine Deutsche Biographie
1
(1875), S.
431
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd116331445.html?anchor=adb
Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu
Name: Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu
Lebensdaten: 1763 oder 1766 bis 1839
Beruf/Lebensstellung: badischer Staatsmann
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Wellmer, MartinAutor ADB:
Weech, Friedrich vonPND: 116331445
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Andlaw-Birseck, Konrad Karl Friedrich Freiherr von und zu
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116331445
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