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Anderlind, Ottomar Viktor >>
Anderledy, Anton Maria
23. General der Gesellschaft Jesu,
* 3.6.1819 Berisal (Kanton Wallis),
† 18.1.1892 Fiesole bei Florenz.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
V Postmeister.
Leben ↑
Anderledy trat 1838 in den Jesuitenorden ein und studierte in Brig, in Rom (1844) bei C. Passaglia und G. Perrone, in Freiburg (Schweiz), Chambéry und Saint Louis (USA) und wurde dort 1848 zum Priester geweiht. Nach kurzer Seelsorgetätigkeit in Greenbay am Michigansee kehrte er nach Deutschland zurück, wo er 1851-53 als Volksmissionar tätig war. 1853
|bis 1856 war er Rektor in Köln, 1856-59 in Paderborn, 1859-65 Provinzial der deutschen Ordensprovinz, 1866-68 Professor der Moral in dem 1863 von ihm gegründeten Jesuitenkolleg in Maria-Laach, 1869 dort Rektor, 1870 Assistent für Deutschland in Rom. 1883 wurde er Generalvikar mit dem Recht der Nachfolge des 88jährigen P. Beckx, nach dessen Tode am 4.3.1887 Ordensgeneral. - Anderledy war eine kraftvolle Persönlichkeit und ein unermüdlicher Arbeiter. Zum Ziel setzte er sich die Aufrechterhaltung des Ordensgeistes inmitten der Verfolgung, Förderung der Seelsorge bei der Männerwelt, Hebung der wissenschaftlichen und schriftstellerischen Tätigkeit. Seiner Anregung verdanken ihr Entstehen „Die Stimmen aus Maria Laach“ sowie G. Schneemanns Sammlung der Konzilien der neueren Zeit, Collectio Lacensis genannt.
Werke ↑
Neuausg. v. J. Reuters Neo-confessarius, 1870; Rundschreiben an d. Ordensgemeinde, in:
Sommervogel VIII, 1898, S. 1636–38.
Literatur ↑
Stimmen aus Maria Laach 42, 1892, S. 245-65: Studiën, Tijdschrift voor Godsdienst, Wetenschap en Letteren 38, den Haag 1892, S. 103-07;
Civiltà Catt. 15, 1892, I, S. 345-48;
Catholic
Enc. I, 1907, S. 466;
Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques II, 1914,
Sp. 1564;
P. Albers, Liber saecularis historiae Societatis Jesu, 1914, S. 134-40;
LThK;
Koch, 1934, S. 61 f.
Portraits ↑
in den Bilderreihen d. Ordensgenerale in größeren Kollegien.
Autor ↑
Wilhelm Kratz SJSocietas Jesu (Jesuiten)Empfohlene Zitierweise ↑
Kratz SJ, Wilhelm, „Anderledy, Anton Maria“,
in: Neue Deutsche Biographie
1
(1953), S.
266 f.
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd132629194.html
Anderledy, Anton Maria
Name: Anderledy, Anton Maria
Lebensdaten: 1819 bis 1892
Geburtsort: Berisal (Kanton Wallis)
Sterbeort: Fiesole bei Florenz
Beruf/Lebensstellung: Jesuiten-General
Konfession: katholisch
Autor NDB:
Kratz SJ, WilhelmPND: 132629194