<< Cordatus, Konrad
Cordier, Honorius >>
Cordier, Heinrich Leopold
reformierter Theologe,
* 14.7.1887 Landau(Pfalz),
† 1.3.1939 Gießen.
Genealogie
| Leben
| Werke
| Literatur
| Portraits
| Autor
| Zitierweise
Genealogie ↑
C. stammt aus Hugenottenfamilie;
V Heinr.,
Kaufm.;
M Maria Luise Clauß;
⚭ Lichtenthal
b. Baden-Baden 1916 Margrit,
T des Pfarrers
Ludw. Mühlhäußer aus Basel
u. der Elisabetha Weydmann; 1
S.
Leben ↑
Cordier studierte evangelische Theologie in Halle, Berlin und Heidelberg, promovierte in Heidelberg zum Dr. phil. und zum Licentiat theol. 1926 ernannte ihn die theologische Fakultät Bonn zum D. theol. Nachdem Cordier verschiedene Pfarren versehen hatte, übernahm er 1926 den Lehrstuhl für praktische Theologie in Gießen. Da er sich besonders mit Problemen der Pädagogik und Jugendkunde befaßte, rief er hierfür ein Institut ins Leben, das in der Zeit des Nationalsozialismus geschlossen wurde. Nicht nur die wissenschaftliche Pädagogik beanspruchte Cordiers Interesse. Nach dem Zusammenbruch Deutschlands im ersten Weltkriege gründete er zusammen mit Pfarrer Lange 1921 die „Christdeutsche Jugend" (hervorgegangen aus der von Guida Diehl gegründeten christlichen Jugendbewegung „Neuland“). Als Organ dieser Bewegung gab er von 1921-34 die „Christdeutschen Stimmen“ heraus. Der Charakter der Bewegung hat Cordier selbst mit den Worten beschrieben: „Wegweisend war für die Bewegung von Anfang an das Bild des ‚jungen Luther'. Im gleichen Maße, in dem dieses Bild zur Geltung kam, wandte sich die Bewegung gegen den religiösen Aktivismus ihrer ursprünglichen Zielsetzung und die individualistisch-pietistische Haltung der herkömmlichen Jugendfrömmigkeit und rang um die Gestaltung reformatorischer Frömmigkeit.“ - Neben diesen Arbeiten veröffentlichte Cordier Schriften über das evangelische Kirchenlied, Predigten und Vorträge.
Werke ↑
u. a. Die religionsphilos. Hauptprobleme bei
Heinr. Pestalozzi, 1910; Religiöse Jugenderziehung nach Pestalozzi, 1914,
21927; J. J. Rousseau
u. d. Calvinismus, 1915; Ev. Jugendkde., 3
Bde., 1925 bis 1929; Ev. Pädagogik, 2
Bde., 1932-38.
Literatur ↑
M. Schian,
Hdb. f. d. kirchl. Amt, 1928, S. 96;
RGG.
Portraits ↑
Festschr. anläßlich d. hundertjähr. Bestehens d.
ev.-
ref. Gemeinde Elberfeld, 1952, S. 83.
Autor ↑
Walter HollwegEmpfohlene Zitierweise ↑
Hollweg, Walter, „Cordier, Heinrich Leopold“,
in: Neue Deutsche Biographie
3
(1957), S.
357
[Onlinefassung]; URL:
http://www.deutsche-biographie.de/pnd137432534.html
Cordier, Leopold
Name: Cordier, Leopold
Namensvariante: Cordier, Heinrich Leopold
Lebensdaten: 1887 bis 1939
Geburtsort: Landau(Pfalz)
Sterbeort: Gießen
Beruf/Lebensstellung: reformierter Theologe
Konfession: reformiert
Autor NDB:
Hollweg, WalterPND: 137432534
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Cordier, Leopold
PND
137432534
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